Zeitzeichen

Nuntius in Norwegen: “Das ist Wahnsinn”

Tiefes Mitgefühl für Norwegen

Vatikan, Radio Vatican, 23.07.011

Schüsse und eine Explosion in Oslo, ungefähr neunzig Tote: Norwegen steht unter Schock. Der Täter soll nach ersten Informationen ein “christlicher Fundamentalist” und Rechtsextremist sein. So reagiert Erzbischof Emil Paul Tscherrig, der Päpstliche Nuntius für die nordischen Länder, der in der Nähe von Stockholm residiert:

“Wir sind alle sehr betroffen über diese zwei furchtbaren Attentate, und dass es vor allem unter jungen Leuten so viele Tote gegeben hat. Wir kondolieren allen betroffenen Familien. Für Norwegen ist das, wie mir viele sagen, das grösste Unglück seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Tatsächlich ist es unglaublich: so ein friedliches Land mit einer so demokratischen, freien Gesellschaft… das, was jetzt geschehen ist, bedeutet natürlich einen schweren Schlag für die Bevölkerung.” Weiterlesen

Wer es fassen kann, der fasse es!

Und bete ein Vaterunser für die unerwünschten Embryonen

Das Barbie-Puppen-Syndrom

Die Tagespost, 20.07.2011

Der Bundestag hat die Zulassung der PID erlaubt. Designer-Babys aber wolle niemand, heisst es. In den USA erfüllt die Reproduktionsmedizin Eltern längst derartige Wünsche. Von Stefan Rehder

Kinder als Lifestyleprodukt? Mittels Präimplantationsdiagnostik erfüllen Reproduktionsmediziner in den USA bereits die Wünsche von Eltern, welches Geschlecht das künftige Kind haben soll. Sie sprechen dabei von “social sexing” und “balanced families”. Weiterlesen

Können wir die Katastrophe denken?

Es geht ja auch schon so lange gut

Die Tagespost, 18.07.2011

Die USA stehen vor dem Staatsbankrott, der Euro taumelt, riesige Schuldengebirge türmen sich auf – und dennoch leben die Menschen auch in Deutschland so, als seien Einkommen, sozialer Status, Rente, Lebensversicherung, Urlaub und Konsum ewig garantiert. Es geht ja auch schon so lange gut. Können wir uns überhaupt vorstellen, dass es einmal nicht mehr so ist? Von Johannes Seibel

Die amerikanische Nation steht vor dem Bankrott ihres Staates. Die Überschuldung der europäischen Länder stürzt den Euro in die Krise. Nicht mehr nur notorische Untergangspropheten zeichnen eine ökonomische Weltkatastrophe an die Wand, auch seriöse Ökonomen und Politiker wirken ratlos. Sie versuchen, in gigantischen Computersimulationen und mit Hilfe sogenannter Stresstests, Szenarien durchzuspielen, bis an welche Grenze das globale Finanzsystem belastbar ist, ohne zusammenzukrachen. Anhand dieser Ergebnisse justieren sie ständig neu die Stellschrauben der globalen Ökonomie – immer aber blinkt nach jeder Reparatur grell die Meldung auf: Dringender neuer Reparaturbedarf. Weiterlesen

Neue deutsche Kirche

Der Gehorsam der Jesuiten

The europeean, 19.07.2011, von Alexander Kissler
 
Der Jesuitenorden war einmal die verschworene Truppe des Papstes. Heute begreift er sich als Speerspitze des Kirchenumbaus. Ein Impulspapier spricht Klartext.

Im Theaterstück “Sieben Türen” von Botho Strauss kann sich ein wohnungssuchender Grossstadtbewohner nicht darüber beruhigen, dass es so etwas geben soll, “ein Haus im Haus”. Der damals neue architektonische Schrei war bis zu seinen Ohren nicht vorgedrungen. Immer wieder ruft der Mann ungläubig aus: “Ein Haus im Haus? Ein Haus im Haus?”

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Der schiefe Dialog

 Ein Gastkommentar von Marcus Bauer

München, kath.net, 13. Juli 2011

Neben den spirituellen und intellektuellen, organisatorischen und publizistischen Mitteln muss wohl auch daran gedacht werden, geschlossen, koordiniert und vermehrt via Nuntiatur in Rom zu protestieren

Als Deutungsmuster für den Zustand der kriselnden Kirche dient derzeit eine Art “Zwei-Reiche”-Lehre. Demnach gebe es innerkirchlich einen “konservativen” und einen “progressiven” Flügel und damit quasi zwei Kirchen in einer. Gerne übernehmen die Funktionärinnen und Funktionäre des deutschen Laienkatholizismus diese Sicht, um sogleich den “Konservativen” gegenüber anzumahnen, was im Zeitalter des Subjektivismus und Relativismus mit trivialphilosophischer Anfangsplausibilität beim Publikum verfängt: Niemand habe doch die Wahrheit gepachtet oder gar “mit Löffeln gefressen”! Niemand dürfe für sich “Rechtgläubigkeit” in Anspruch nehmen, der Gegenseite aber das Katholischsein und die Kirchlichkeit absprechen.

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Jetzt sind die “üblichen Forderungen” auch öffentlich geworden

Kein Platz für Jesus in den “Dialog-Forderungen” von Mannheim?

Was beim “Dialog”-Treffen in Mannheim von den (meisten) Delegierten gefordert wurde

 – Jetzt sind die “üblichen Forderungen” auch öffentlich geworden – Jesus Christus wird mit keinem Wort erwähnt – Auch ein “Wahrheitsanspruch” wird verworfen

Regensburg, kath.net, 12. Juli 2011

Der Regensburger Generalvikar Michael Fuchs hat im Internet die “Top-Forderungen” des “Dialog”-Treffens von Mannheim veröffentlicht. Auffallend ist dabei, dass viele Forderungen immer wieder um die üblichen Themen des “Kirchenvolksbegehrens” kreist, unter anderem die Gleichberechtigung von Frauen an “allen Ämtern und Aufgaben”. Geschiedene und Wiederverheiratete sollen “alle Rechte” behalten. Gleichgeschlechtlich Liebende sollen nicht mehr ausgegrenzt werden. Auch von “keinem Exklusivanspruch auf Wahrheit (Denunziantentum!!!)” ist die Rede. Von Jesus Christus, dem Gründer der römisch-katholischen Kirche ist übrigens in sämtlichen “Forderungen” nicht die Rede. Auch das Streben nach Heiligkeit findet nicht Aufnahme im Forderungskatalog. Weiterlesen

Warum hassen diese Katholiken die Kirche?

All unser geplantes Tun unterliegt in der Regel einer gewissen Zielsetzung

Deutschland pro papa, 10. Juli 2011

In diesen aus allen Arbeitsgruppen von insgesamt ca. 30 Teilnehmern vorgetragenen Statements kam nicht ein einziges Mal Jesus Christus vor – Ein Kath.Net-Exklusivbericht von Bernhard Luthe, Teilnehmer an der “Dialog”-Veranstaltung in Mannheim

All unser geplantes Tun unterliegt in der Regel einer gewissen Zielsetzung. Wenn die deutschen Bischöfe einen “Dialogprozess” ins Leben rufen, so ist zu fragen, welche Ziele damit verfolgt werden. Da sich dieses Dialogangebot wesentlich an die in den diversen Gremien organisierten Laien in der Kirche richtet, will man offensichtlich mit diesen ins Gespräch kommen. Nun ist bekannt, dass gerade durch viele dieser Vertreter schon seit Jahren Forderungen an die Kirche gestellt werden, die sich u.a. im sog. “Memorandum” wiederfinden.

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