Zeitzeichen

Dreister Ressourcenverschleiss

Gegen Zölibat und für weibliche Priester

Weder das Geschlecht noch der Zivilstand sollten in der römisch-katholischen Kirchen künftig ein Hinderungsgrund für das Priesteramt sein, verlangt eine Initiative.
Mit der Initiative sollen Synoden und Kirchenräte in den beiden Basel verpflichtet werden, auf die gleichberechtigte Zulassung zum Priesteramt hinzuwirken.

In der römisch-katholischen Kirche sollen das Pflichtzölibat abgeschafft und Frauen zum Priesteramt zugelassen werden: Dies hat eine kirchliche Verfassungsinitiative zum Ziel, die am Donnerstag in Basel eingereicht wurde. Übergeben wurde die Initiative zur Förderung der gleichberechtigten Zulassung zum Priesteramt den römisch-katholischen Synoden beider Basel. Nach Angaben der Initianten waren im Stadtkanton 1005 und im Baselbiet 1921 Unterschriften gesammelt werden.

Weiterlesen

Der Besuch von Benedikt XVI. in Rebibbia ist ein Zeichen der Zeit

Justizminister und Gefängniskaplan begrüssen den Papst bei seinem Pastoralbesuch

Rom, 19. Dezember 2011, zenit.org

“Eure Heiligkeit, ich kann nicht verheimlichen, dass ich über alle Massen bewegt bin. Ich heisse Sie herzlichst an diesem Ort des tiefen Leidens willkommen.” Mit diesen Worten empfing am Sonntagmorgen die Justizministerin Paola Severino Papst Benedikt XVI. in der Vaterunser-Kapelle der römischen Strafanstalt Rebibbia.

Die Ministerin erklärte, der Pastoralbesuch des Papstes nur wenige Tage vor der heiligen Weihnacht “ist für uns ein Grund zu erneuten Überlegungen bezüglich der Gefängnissituation und der Lebensumstände der Menschen, die in Justizvollzugsanstalten einsitzen.”

Weiterlesen

Die Tür ist offen, Mr. Cameron!

Den katholisch geprägten Gemeinwohl-Gedanken haben sie nie verstanden

Die Tagespost, 09.12.20111, von Stephan Baier

Der grosse britische Staatsmann Winston Churchill äusserte sich 1930 erstmals zur Frage der Einigung Europas: Er war dafür, meinte aber, man solle “das Britische Reich (…) sein eigenes weltweites Ideal erfüllen” lassen. 1946 hielt Churchill mit dem Prestige des Siegers im Weltkrieg in Zürich ein flammendes Plädoyer für die “Vereinigten Staaten von Europa” – unter ausdrücklichem Ausschluss seiner Heimat. Grossbritannien und Amerika, so meinte er, müssten “dem neuen Europa als wohlwollende Freunde gegenüberstehen”. Heute, 39 Jahre nach dem Anschluss Grossbritanniens an das sich vereinigende Europa, gibt es keinen Zweifel mehr: Winston Churchill hatte Recht!

Weiterlesen

Diakonissen waren keine Diakoninnen

Für den Diakonat der Frau gibt es weder historische noch systematische Grundlagen

Die Tagespost, 09.12.2011, von Professor Manfred Hauke
 
Das “Zentralkomitee der Deutschen Katholiken”, das nach seinen Statuten die Kräfte des Laienapostolates koordinieren soll, hat sich auf seiner Herbstvollversammlung in Bonn mit einer Forderung zu Wort gemeldet, für deren Beurteilung die Theologie und das kirchliche Lehramt zuständig sind: die Kirche möge das Amt des Diakons für Frauen öffnen. Diese Forderung ist nicht neu. Wer sie erhebt, sollte auf jeden Fall die einschlägige Diskussion kennen, die beispielsweise im Jahre 2003 von einer umfangreichen Studie der Internationalen Theologenkommission aufgenommen wurde.

Der letzte Untergang des Abendlands?

Leben wir am Ende der Spätzeit Europas?

Oder erleben wir nur das Ende seiner Nationalstaaten? Rafft sich das alte Europa noch einmal auf – wenn schon nicht aus Vernunft, so wenigstens aus der Not gegenwärtiger Krisen und drohender Kriege?

Die Tagespost, 05.12.2011, von Stephan Baier

Wie werden die Historiker in zwei oder drei Generationen auf unsere Epoche blicken? Vielleicht werden sie unsere Zeit als das Ende der Spätzeit Europas sehen. Die Staaten Europas hatten ihre dominante Weltstellung ja bereits im Ersten Weltkrieg – dem bis dahin grausamsten, sinnlosesten aller europäischen Bruderkriege – verspielt. Es war Amerika, das 1918 den Krieg entschied. Dass Briten und Franzosen ihre Kolonien behielten, beruhte auf einem Mangel an Konkurrenz: Amerika zog sich in den Isolationismus zurück, in Russland rangen Rot und Weiss um die Macht. Am Ende des Zweiten Weltkriegs – dessen Ausgang wiederum der Kriegseintritt Amerikas entschied – war es mit dem Zeitalter der Europäer wirklich vorbei. Der Osten und die Mitte Europas wurden zur Kolonie der Sowjetunion, der Westen genoss Freiheit von Washingtons Gnaden.

Weiterlesen

Nicaragua droht linke Willkürherrschaft

Das lateinamerikanische Land ist nach der Präsidentschaftswahl tief gespalten

Die Politik hat schon oft versucht, die Kirche zu instrumentalisieren.

Die Tagespost, 28.11.2011, von Michael Gregory

Nicaraguas linker Langzeitherrscher Daniel Ortega gerät nach seinem umstrittenen Sieg bei der Präsidentschaftswahl am 6. November immer stärker unter Druck. Bei Zusammenstössen zwischen Sicherheitskräften, Anhängern und Gegnern der sandinistischen Partei Ortegas sind vier Menschen ums Leben gekommen. Zehn weitere wurden nach Angaben der Polizei verletzt.

Weiterlesen

Als der ORF den Zulehner-Joker zog

Im ORF wurde wieder einmal über Kirche diskutiert

Als der ORF den Zulehner-Joker zog…und eine rhetorisch schwache Generalsekretärin der österreichischen Frauenbewegung zum verbalen Tiefschlag ansetzte. Im ORF wurde wieder einmal über Kirche diskutiert. Dabei war auch Christof Zellenberg von kath.net

Wien, kath.net/rn, 14.11.2011

Am gestrigen Sonntag fand im ORF wieder einmal eine heisse Podiumsdiskussion über ein kirchliches Thema statt. Es ging um die Pfarrer-Initiative und um die Frage “Droht eine Kirchenspaltung?”.

Weiterlesen

Archiv

[Not a valid template]

Empfehlung

Ausgewählte Artikel