Völlig falsches Zeichen
“Gefälligst ernst nehmen!”
Nehmt unseren Papst Franziskus in seinem mühevollen Bestreben, authentisch zu bleiben und trotzdem in Vatikan und Papstamt anzukommen, gefälligst ernst! – Ein Gastkommentar von Peter Winnemöller
Geseke, kath.net/katholon, 28. März 2013
Wenn ein Kommentator von der “einen Seite” vermeintlich verstörten Kommentatoren der “anderen Seite” das folgende unterstellt:
“Papst Franziskus ist noch keine zwei Wochen im Amt, da eröffnen rechts-katholische Heckenschützen unter der jubelnden Zustimmung ebenfalls Verblendeter bereits das publizistische Feuer auf den Papst aus Argentinien.” (Robert Boeker in “Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln”…, dann habe ich doch glatt ein Déjà vu.
Communiqué Bistum Chur
120 Jugendliche am Talk mit Bischof Huonder und Jugendbischof Eleganti
Sie waren ein Herz und eine Seele Apg 4.32 (Spaltpilz Vitus) UPDATE
Anmerkung Redaktion: Wer spaltet hier?
Zum Glauben stehen sei nicht immer leicht, aber man wolle nicht bei jedem Gegenwind einknicken, sondern gegen den Strom schwimmen: so lautete ein Satz auf dem Einladungsflyer zur Jugendmesse mit Bischof Vitus Huonder und Jugendbischof Marian Eleganti vom 24. März 2013 in Zürich. Rund 300 Menschen folgten der Einladung und wohnten der Heiligen Messe in der Liebfrauenkirche bei, begleitet von der beeindruckenden, seelenwarmen Musik der Jugendlichen.
Kampf um Deutungshoheit
Deckers dreht durch!
Wie ein FAZ-Redakteur seinen journalistischen Ruf aufs Spiel setzt. Ein Gastkommentar von Michael Schäfer
Stuttgart, kath.net/summa-summarum, 25. März 2013
Der Kampf um die Deutungshoheit des gerade erst begonnenen Pontifikats ist in vollem Gange. Das ist angesichts der vielen irritierenden innerkirchlichen Vorgänge der letzten Wochen und Monate (vom überraschenden Rücktritt Benedikts XVI. bis zur ebenso unerwarteten Wahl Papst Franziskus’) vielleicht nachvollziehbar: so mancher würde gerne wissen, wie es nun weiter geht. Die naheliegende Vermutung, dass es in den meisten Bereichen, in denen sich der Boulevard und so mancher “Kirchenexperte” in den deutschen Feuilletons Revolutionen erhofft, weitgehend so bleiben wird, wie es war – diese Vermutung mag man noch nicht wahrhaben, obwohl die Anzeichen sich verdichten: Papst Franziskus demonstriert Kontinuität zu seinem Vorgänger, auch mit Papst Franziskus glaubt die Kirche, was sie immer schon geglaubt hat und auch unter dem neuen Pontifikat werden auf dem Petersplatz lateinische Choralmessen gefeiert.
Kardinal Scherer
“Wir bieten kein Wunder an, sollten aber zuhören”
Eine grosse Herausforderung für die katholische Kirche in Lateinamerika sind die Freikirchen und auch die Sekten, die in den vergangenen Jahren zahlenmässig enorm zugenommen haben. Bei einem Pressegespräch im Jahr 2008 deutete der Erzbischof von Sao Paolo und Kardinal Odilo Pedro Scherer an, dass die katholische Kirche diese Entwicklung auch durch ein stärkeres Zugehen auf die Menschen aufhalten könne.
“Man weiss, dass es natürlich innerkirchliche Gründe gibt, wir müssen in der Kirche vielleicht ein bisschen anders handeln. Das heisst, wir müssen mehr auf die Leute zugehen und nicht warten, bis Leute zu uns kommen. Wir müssen viel mehr die Leute verstehen und nicht einfach Befehle erteilen. Verstehen bedeutet, ihre Nöte zu kennen.”
Aphorismus des Tages
Wer darüber lamentiert, dass die Religion in unseren Gesellschaften verdunste, hat übersehen, dass sie sich inzwischen im weltumspannenden Gesundheitskult neu kristallisiert hat.
– Manfred Lütz
Ohne Kommentar: Matthäus 18:1-4
“Wer ist in der neuen Welt Gottes der Grösste?
Spiegel.tv stalkt Gloria.TV und wird dabei handgreiflich
Um diese Zeit kamen die Jünger zu Jesus und fragten ihn: “Wer ist in der neuen Welt Gottes der Grösste?” Da rief Jesus ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: “Ich versichere euch: Wenn ihr euch nicht ändert und den Kindern gleich werdet, dann könnt ihr in Gottes neue Welt überhaupt nicht hineinkommen.
Der private Reformstau
Brauchen wir eine zeitgemässere Kirche
………mit der Fähigkeit, die kleinen, schnellen Gerichtsverfahren unserer mündigen Zeitgenossen besser zu überstehen? Ein Gastkommentar von Giuseppe Gracia
Chur, kath.net, 6. März 2013
Da der Stuhl Petri jetzt leer ist und der neue Papst noch fehlt, werden viele Erwartungen wach. Diese kreisen meist um die Frage, wie man die katholische Kirche zeitgemässer machen kann. Damit sie sich besser ins Konzert der restlichen Gesellschaft einfügt. Damit sie die Fähigkeit erlangt, die kleinen, schnellen Gerichtsverfahren unserer mündigen Zeitgenossen besser zu überstehen.
Ich habe keine solchen Erwartungen an den Papst und gehe davon aus, dass ich für ein gelungenes Christsein von der Kirche nichts fordern muss. Ich denke zum Beispiel an die Selige Mutter Teresa, die vor über 20 Jahren einem Journalisten auf die Frage, was sich in der Kirche ändern müsse, geantwortet hat: “Sie und ich.”


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