Zeitschriften/Magazine

Willkommenszentren für afrikanische Priester

Kurienerzbischof Nwachukwu will afrikanische und asiatische Geistliche besser auf den Dienst im Westen vorbereiten und erinnert an das Opfer früherer Missionare

Quelle
Papst beruft Afrikaner auf Schlüsselposten – Vatican News

26.08.2025

Meldung

Erzbischof Fortunatus Nwachukwu, Sekretär der Sektion für die erste Evangelisierung und die neuen Teilkirchen des Dikasteriums für die Evangelisierung, hat die Errichtung von Willkommenszentren in westlichen Diözesen für Priester aus Afrika und anderen jungen Kirchen vorgeschlagen. Dort sollen diese vor ihrem Einsatz Sprache, Kultur sowie pastorale Erwartungen kennenlernen. „Es reicht nicht, dass jemand sein Studium in Rom beendet hat und man ihn sofort in eine Pfarrei schickt. Er kennt die kulturellen Besonderheiten der Menschen nicht, jede hiesige Kultur hat ihre eigenen Tabus“, betonte Nwachukwu in einem Interview mit dem katholischen Portal „The Pillar“. Der Aufenthalt in solchen Zentren solle mindestens ein halbes Jahr dauern.

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Priester und Nonnen wollen trotz Offensive in Gaza bleiben

Heiliges Land – Flucht wäre ein „Todesurteil“, heißt es aus dem lateinischen und griechisch-orthodoxen Patriarchat. Auch Kardinalstaatssekretär Parolin und die Caritas melden sich zu Wort

Quelle
Gaza

26.08.2025

Meldung

Trotz israelischer Evakuierungsaufrufe anlässlich der anstehenden Offensive der israelischen Armee in Gaza wollen die Geistlichen der katholischen und griechisch-orthodoxen Pfarreien sowie die Ordensschwestern der Missionarinnen der Nächstenliebe, die sich noch in Gaza-Stadt aufhalten, vor Ort bleiben. Dies geht aus einer gemeinsamen Mitteilung des griechisch-orthodoxen und des lateinischen Patriarchats von Jerusalem vom heutigen Dienstag hervor. Zur Begründung heißt es, seit Ausbruch des Krieges seien die beiden Pfarreien Sankt Porphyrius (orthodox) und Heilige Familie (katholisch) zur Zufluchtsstätte Hunderter Zivilisten geworden, darunter Alte, Frauen, Kinder und Behinderte, von denen viele geschwächt und unterernährt seien. „Gaza-Stadt zu verlassen und nach Süden zu fliehen, wäre nichts Geringeres als ein Todesurteil“, heißt es in dem Statement.

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125. Todestag – Nietzsche in Weimar

Eine Besichtigung der Villa Silberblick in Weimar, in welcher der Philosoph Friedrich Nietzsche vor 125 Jahren starb

Quelle
Nietzsche-Archiv – Wikipedia

25.08.2025

Paul Baldauf

Vom historischen Zentrum Weimars aus führt ein längerer Spaziergang zum in der Humboldtstraße 36 gelegenen „Nietzsche-Archiv“. Der Weg steigt zusehends an und führt schließlich zu einem ungewöhnlichen, auf einer Anhöhe gelegenen Haus.

Weimar – eine „standesgemäße“ Wahl

Ursprünglich von Elisabeth Förster-Nietzsche (1846-1935) in Naumburg gegründet, verlegte diese das Nietzsche-Archiv 1896 nach Weimar. 
1897 wählte sie schließlich das „Villa Silberblick“ genannte Gebäude als Domizil, um ihren schwer erkrankten Bruder darin aufnehmen und betreuen zu können. Auf Nietzsches Werdegang, seine Zeit als Professor für klassische Philologie an der Universität Basel (1869-1879), sein krankheitsbedingtes Ausscheiden und seine weitere Entwicklung als freischaffender und sprachmusikalischer Philosoph, wie auch auf die Ursache seiner Krankheit kann hier nicht näher eingegangen werden. Vielleicht wird aber (durch Lektüre weiterführendes) Interesse an der Auseinandersetzung mit einer Persönlichkeit von enormem Einfluss geweckt, deren Ruhm gegen Ende des 19. Jahrhunderts einsetzte.

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Im Existenzkampf

Gazakrieg – Die israelische Kriegsführung in Gaza wird im Westen zunehmend als irrational betrachtet. Ein Podcast gibt Einblicke in die Weltsicht der Regierung Netanjahu

Quelle
Israel

24.08.2025

Jakob Ranke

Handelt Israel bei seiner Kriegsführung in Gaza noch rational? Als der Bundeskanzler Friedrich Merz Anfang August das teilweise Waffenembargo für Israel rechtfertigte, war auch der Zweifel genau daran Teil der Erklärung. Was aber motiviert dann das Vorgehen der Regierung Netanjahu? Das Interview, das die Podcaster Konstantin Kisin und Francis Foster mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu führten und am 20. August veröffentlichten, ist weniger deswegen beachtenswert, weil es neue Informationen oder nie gehörte Argumente ans Licht bringen würde (tut es nicht wirklich), sondern weil es Zuhörern auf 40 Minuten Länge erlaubt, sich noch einmal in die Perspektive Netanjahus und wohl nicht weniger Israeli einzufühlen.

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Wider die Instrumentalisierung des Bundesverfassungsgerichts

Zuletzt entstand der Eindruck, eine politische Auseinandersetzung über die Menschenwürde sei mangels parlamentarischer Mehrheiten in eine Richterwahl ausgelagert worden

Quelle
Über Abtreibung streiten – aber bitte ehrlich! | Die Tagespost
Abtreibung ist keine medizinische Heilbehandlung | Die Tagespost
Söding: „weder ethisch noch juristisch ein Dilemma“ | Die Tagespost

22.08.2025

Alexandra Linder

1975 erging ein Urteil zur Abtreibung seitens des Bundesverfassungsgerichts. Eine Fristenregelung sei verfassungswidrig, denn sie werde der Pflicht, Leben zu schützen, nicht gerecht. Wo Menschenleben existiere, komme ihm Menschenwürde zu, und zwar von Anfang an. Bei diesem Satz kommt die Aussage der ehemaligen SPD-Kandidatin für ein Richteramt am Bundesverfassungsgericht, Frauke Brosius-Gersdorf, in den Sinn: „Die Annahme, dass die Menschenwürde überall gelte, wo menschliches Leben existiert, ist ein biologistisch-naturalistischer Fehlschluss.“ Und die alte römische Weisheit, dass man auf hoher See und vor Gericht in Gottes Hand sei. Für Nichtjuristen ist es schwer nachvollziehbar, grundlegende Begriffe unserer Verfassung derart unterschiedlich auszulegen: Menschenwürde, Unantastbarkeit, Recht auf Leben.

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Mit geistlichen Waffen gegen die Waffen dieser Welt

Die Aufforderung des Papstes, heute für den Frieden zu fasten und zu beten, ist auch ein Glaubenstest

Quelle
Leo XIV. ruft zu weltweitem Gebets- und Fastentag auf | Die Tagespost
Friedensgebet: „Auch im Heiligen Land können sich Herzen ändern“ – Vatican News

22.08.2025

Guido Horst

„Maria, Königin des Friedens, bitte für die Völker, dass sie den Weg des Friedens finden.“ Mit diesen Worten hat Papst Leo am Mittwoch für den heutigen Freitag zu einem Tag des Fastens und Betens aufgerufen. „Unsere Erde wird weiterhin von Kriegen verwundet – im Heiligen Land, in der Ukraine und in vielen anderen Regionen der Welt“, sagte der Papst am vergangenen Mittwoch gegen Ende der Generalaudienz. „Ich lade alle ein, den Tag des 22. August“ – an dem die Kirche das Fest Maria Königin des Friedens feiert – „in Fasten und Gebet zu begehen, indem wir den Herrn anflehen, uns Frieden und Gerechtigkeit zu schenken und die Tränen derer zu trocknen, die unter den andauernden bewaffneten Konflikten leiden.“

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Christen, weltweit die meistverfolgte Religionsgemeinschaft

Gedenktag zur Religionsfreiheit – Menschenrechtsorganisationen schlagen angesichts der Gewalt gegen Christen Alarm. Drastisch verschlechtert hat sich die Lage in Nigeria

Quelle
Bischof Meier: Angesichts zunehmender religiös motivierter Gewalt „nicht resignieren“
15.640 Christen innerhalb von zwei Jahren in Nigeria getötet – Daily Post Nigeria/Übersetzung
Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer von Gewalthandlungen aufgrund der Religion oder der Weltanschauung (international)
Kirche in Not stellt im Oktober neuen Bericht zur Religionsfreiheit vor
Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer von Gewalthandlungen aufgrund der Religion oder der Weltanschauung (22. August 2023): Erklärung des Hohen Vertreters im Namen der EU – Consilium

21.08.2025

Meldung

Von Afrika bis Lateinamerika nehmen Übergriffe auf Christen zu: zu diesem Ergebnis kommen zahlreiche Menschenrechtsorganisationen. Zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer von Gewalthandlungen aufgrund der Religion oder der Weltanschauung“ am 22. August erinnern sie an das Ausmaß der Verfolgung und fordern entschlossenes Handeln. „Zu lange hat die Welt das grausame Abschlachten von Christen ignoriert“, sagt Henrietta Blyth, Leiterin von Open Doors UK. Marta Petrosillo von „Kirche in Not“ unterscheidet drei Hauptformen der Verfolgung: staatliche Unterdrückung, Gewalt durch religiösen Extremismus und ethnisch-religiösen Nationalismus.

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