Österreich
Global Forum endet mit Kooperationsvereinbarungen
Die „Global-Forum“-Konferenz des Wiener König-Abdullah-Dialogzentrums für interreligiösen und interkulturellen Dialog, kurz KAICIID, ist am Dienstagabend mit der Bekanntgabe von Kooperationsvereinbarungen zwischen dem KAICIID und internationalen Partnern beendet worden.
Bei der zweitätigen Versammlung von rund 500 Religionsvertretern, Politikern und friedenspolitisch erfahrenen Experten zum Thema „Das Bild des anderen“ diskutierten die Teilnehmer die Möglichkeiten und Schwierigkeiten von religiöser Zusammenarbeit und Dialog in Konfliktgebieten. So vereinbarte das KAICIID mit der islamischen Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturorganisation (ISESCO) künftig ein Dialogtraining für Imame, muslimische Gelehrte und religiöse Oberhäupter. Auch mit der „Weltpfadfinderstiftung“ wurde ein Dialogtraining vereinbart. „Wir sind sehr stolz, unsere Kooperationsvereinbarungen mit diesen internationalen Partnern bekannt geben zu können. Das zeigt, dass sich unsere Gespräche im vergangenen Jahr in konkretem Handeln niederschlagen haben“, erklärte der Generalsekretär des KAICIID, Faisal Bin Muaammar.
Zusammenarbeit beim Thema Familie
Engere Zusammenarbeit zum Schutz der Familie
Der Vatikan wünscht sich eine engere Zusammenarbeit mit dem russisch-orthodoxen Patriarchat zum Schutz der Familie.
Zum Abschluss eines Studientags zu diesem Thema mit Vertretern beider Seiten in Rom äusserte der Präsident des päpstlichen Familienrates am Donnerstag die Hoffnung, dass aus dem Treffen eine „gemeinsame Verantwortung“ für die Familie erwachse. Die beiden Kirchen müssten aus ihrem theologischen, spirituellen und kulturellen Reichtum schöpfen, um den Herausforderungen der Moderne wirksamer begegnen zu können, zitierte der Osservatore Romano Erzbischof Vincenzo Paglia.
Franziskus an Italiens Präsidenten
Schafft Arbeit, schützt Familien
Arbeit und Familie: diese beiden grossen politischen Anliegen hat Papst Franziskus dem italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano ans Herz gelegt. Franziskus besuchte den Staatschef am Donnerstag in dessen Amtssitz, dem Quirinalspalast. Es war sein erster Staatsbesuch in Italien. Bei vielen Themen, sagte Franziskus in seiner Ansprache, teilten katholische Kirche und italienischer Staat dieselben Sorgen und könnten ihre Antworten zusammenklingen lassen.
„Der aktuelle Moment ist von der Wirtschaftskrise gezeichnet, die Mühe hat, vorüberzugehen. Unter ihren schmerzhaftesten Folgen ist eine ungenügende Verfügbarkeit von Arbeit. Es ist nötig, die Anstrengungen zu vervielfachen, um die Folgen (der Arbeitslosigkeit) zu mildern und um jedes Zeichen der Erholung aufzugreifen und zu verstärken.“
Papst: „Seid grosszügig in der konkreten Hilfe!“
Aufruf zur tatkräftigen Hile für die Taifunopfer
Papst Franziskus hat am Dienstagmorgen in seiner täglichen Twitterbotschaft zur tatkräftigen Hilfe für die Taifunopfer auf den Philippinen aufgerufen.
Mit der Botschaft „Beten wir für die Philippinen, Vietnam und die ganze Region, die vom Taifun Haiyan betroffen ist. Seid grosszügig in der konkreten Hilfe“ richtete er sich an die über 10 Millionen Follower auf seinem Twitter-Kanal.
Die Hilfe der internationalen Caritas ist mittlerweile angelaufen, gestaltet sich jedoch aufgrund zerstörter Strassen und Brücken sehr schwierig. In der mit am schwersten betroffenen Provinz Leyte konnten Caritas-Mitarbeiter bereits Lebensmittel, Wasser, Wasserentkeimungstabletten und Zeltplanen an Bedürftige verteilen.
Vatikan/Philippinen
Papst spendet 150.000 Dollar Soforthilfe
Philippinen: Beten für die Opfer
Der Papst hat 150.000 Dollar an die Opfer des Taifun Haiyan auf den Philippinen gespendet. Das gab der Päpstliche Rat Cor Unum an diesem Montag bekannt. Der Betrag solle auf die Ortskirchen in den Regionen aufgeteilt werden, die am stärksten vom Unglück betroffen sind, und dort den Obdachlosen und den Opfern der Überschwemmung zugute kommen. Die päpstliche Spende sei ein Ausdruck der gedanklichen Nähe und des väterlichen Zuspruchs. Am vergangenen Wochenende hatte der Taifun Haiyan mit ungewöhnlicher Wucht die
„Brot und Verstand, Erziehung und Armut“
Vatikan: Internationale Konferenz zu Mangelernährung und fehlender Bildung
Rom, 6. November 2013, zenit.org, Maike Sternberg-Schmitz
Zurzeit findet im Vatikan eine internationale Konferenz mit dem Titel „Brot und Verstand, Erziehung und Armut“ statt, die von der Päpstlichen Akademie der Wissenschaft organisiert wurde. Experten aus verschiedenen Ländern arbeiten den Entwicklungsstand von Armut und fehlender Bildung heraus, wobei wissenschaftliche und technologische Neurungen berücksichtigt werden, die auf die Produktion von Lebensmitteln Einfluss nehmen können und den Kampf gegen die Armut beeinflussen.
Mangelernährung und kulturelle Defizite seien die Seiten der gleichen Medaille. Die Ausführungen der Teilnehmer gingen von den zentralen Themen der Sozialdoktrin der Kirche aus, wie das Recht auf die fundamentalen menschlichen Bedürfnisse, die menschliche Würde, auf Gerechtigkeit und Frieden und nicht zuletzt den Dialog.
Das Gebet von Papst Franziskus für Noemi
Eine Geste der Hoffnung für die Eltern
Rom, 7. November 2013, zenit.org, Maike Sternberg-Schmitz
Im Alter von 16 Monaten bekam Noemi eine seltene genetisch bedingte Krankheit, einer Spinale Muskelathropie. Dabei handelt es sich um eine Form des Muskelschwunds, bei dem motorische Nervenzellen kontinuierlich absterben. Der Vater des Mädchens hatte an Papst Franziskus einen verzweifelten Brief geschrieben, indem er schilderte, dass das Mädchen die begonnene Therapie nicht mehr fortsetzen kann, da diese in Italien nicht mehr erlaubt wird. Der Pontifex rief zunächst die Familie an, dann schickte er den Päpstlichen Almosenier Msgr. Konrad Krajewski, nach Guardiagrele, in der Provinz von Chieti, wo die Familie lebt. Vorgestern empfing Papst Franziskus die Familie in Santa Marta.


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