Sozialkompetenz

„Weltgemeinschaft muss ihr Gewissen prüfen“

Nach vorne schauen und sich neue Ziele setzen

Angesichts der ernüchternden Bilanz bei den Millenniumsentwicklungszielen empfiehlt der honduranische Kardinal Oscar Andres Rodriguez Maradiaga der Weltgemeinschaft eine genaue Gewissensprüfung. Die internationalen Staaten und die Vereinten Nationen müssten bis zum Kern vordringen und erkennen, was sie getan haben und was nicht, sagte der Präsident von Caritas Internationalis am Samstag vor Journalisten in Bonn. 2015 müsse man dann nach vorne schauen und sich neue Ziele setzen.

Im Jahr 2000 habe grosser Optimismus geherrscht, so der Kardinal. Im „Triumphalismus des neuen Jahrtausends“ habe man dann von „Millenniumszielen“ gesprochen, um bis 2015 die Armut weltweit zu halbieren und auch andere Phänomene von Elend und Unterentwicklung zu beseitigen. Tatsächlich sei nicht sehr viel geschehen; aus verschiedensten Gründen habe die Armut sogar zugenommen.

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Kerry sondiert im Vatikan

Päpstliche Friedensbemühungen für Syrien

Die päpstlichen Friedensbemühungen für Syrien gehen den internationalen „Genf 2“-Verhandlungen voraus.

Rom, Die Tagespost, 15. Januar 2014, von Guido Horst

Der Vatikan steigert seine Bemühungen um den Frieden in den Krisenregionen des Mittleren Ostens und Afrikas. Am Montag hat Papst Franziskus vor dem am Vatikan akkreditierten Diplomatischen Corps zu einem „Jahr des Friedens“ aufgerufen. Ebenfalls am Montag hielt die Päpstliche Akademie der Wissenschaften einen Studientag zur Lage in Syrien ab. Und am Dienstag traf der amerikanische Aussenminister John Kerry zu einem Gespräch mit dem vatikanischen Staatssekretär Pietro Parolin zusammen, das mit einer Dauer von einer Stunde und vierzig Minuten aussergewöhnlich lang war.

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„Die richtigen Leute mit der richtigen Einstellung“

Treffen von US-Aussenminister John Kerry mit Staatssekretär Pietro Parolin

US BotschafterQuelle

Syrien war eines der Themen beim Treffen von US-Aussenminister John Kerry mit Staatssekretär Pietro Parolin an diesem Dienstag. Der Vatikan betonte die Wichtigkeit von humanitärer Hilfe, das Treffen insgesamt wurde als „aussergewöhnlich lang und bedeutend“ bezeichnet. Nach der Begegnung bestätigte der US-Botschafter beim Vatikan, Kenneth Hackett, dass seine Regierung das genauso bewertet: Das Treffen sei ein „Erfolg“ gewesen.

„Der [US] Staatssekretär hat wiederholt beim Treffen darauf hingewiesen, diese Situation nicht durch noch mehr Gewalt und Konflikt beendet werden kann, das kann nicht die Antwort sein, Krieg kann nicht die Antwort sein. Es muss einen Weg darum herum geben. Es gab keine Meinungsverschiedenheit über das Thema und darüber, wie weiter vorgegangen werden soll.“

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‚Wo wir aufpassen müssen‘

Zum Bekenntnis des ehemaligen Fussballnationalspielers Thomas Hitzlsperger

GrossfamilieQuelle
Heulen mit den Wölfen

Stuttgart, kath.net/idea, 14. Januar 2014, von Ron Kubsch

Der ehemalige deutsche Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat nach seinem Bekenntnis zur homosexuellen Lebensweise sehr viel Lob erhalten. Als ich vergangene Woche bei dem Portal eines grossen Nachrichtenmagazins vorbeischaute, zelebrierten gleich fünf Meldungen das „Outing“. Es sei „mutig, überfällig, wunderbar“. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hält es für „ein starkes Signal“, sie selbst stehe „für eine Öffnung der Gesellschaft, insbesondere was die volle Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften“ betreffe.

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Grosse Polit-Rede des Papstes

Hoffnung auf Syrien-Frieden

Quelle
Quelle: Vatikan Neujahrsempfang: Ansprache von Papst Franziskus
Vatikan zu Syrien: „Als erstes Stopp der Gewalt“
Papst ernennt Visitator für Syrer in Europa

„Ich höre nicht auf zu hoffen, dass der Konflikt in Syrien endlich ein Ende finde.“

Das sagte Papst Franziskus am Montagvormittag im Vatikan vor Diplomaten. In seiner grossen Neujahrs-Ansprache nannte er es „unannehmbar, dass die wehrlose Zivilbevölkerung“ in Syrien vom Krieg „heimgesucht wird, vor allem die Kinder“. Jetzt brauche es einen „erneuten gemeinsamen politischen Willen, um dem Konflikt ein Ende zu setzen.“

Zu 180 Staaten unterhält der Heilige Stuhl derzeit volle diplomatische Beziehungen, eine Rekordzahl. Der jüngste Neuzugang war, im Februar letzten Jahres, der neugebildete Staat Südsudan.

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Lob für Papstkritik

Kardinal Marx lobt Papstkritik am globalen Kapitalismus

Quelle

Kardinal Reinhard Marx hat die die Papstkritik am globalen Kapitalismus gelobt.

In einem Gastbeitrag für die Vatikanzeitung „L´Osservatore Romano“ erklärt er in der Freitagsausgabe, dass Papst Franziskus keineswegs zu einem „Krieg gegen die Marktwirtschaft“ aufgerufen habe. Vielmehr sei der Appell in Franziskus‘ Lehrschreiben „Evangelii gaudium“ eine „Einladung“, die Prioritäten neu zu ordnen.

Für die Zukunft wünscht sich der Kardinal eine Weltgemeinschaft, die immer auch Raum für ein Modell einer verantwortungsvollen Freiheit lasse und nicht akzeptiere, dass Menschengruppen oder Völker ausgeschlossen würden.

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Philippinen

Kardinal von Manila ruft zum Gebet für Opfer von Naturkatastrophen auf

Kardinal Tagle
Mehrere Millionen Katholiken feiern „Schwarzen Nazarener“ in Manila 

Der Erzbischof von Manila hat zum Gebet für die Opfer von Naturkatastrophen aufgerufen.

In einem Gottesdienst legte Kardinal Luis Antonio Tagle fast einer halben Million Gläubigen nahe, für die Opfer des Taifuns „Haiyan“ im vergangenen Jahr zu beten. Er forderte die Gläubigen auch auf, Opfer anderer Naturkatastrophen in ihre Gebete einzuschliessen. Kardinal Tagle sprach bei der Prozession des sogenannten „Schwarzen Nazareners“. Diese Prozession gehört zu den bedeutendsten religiösen Festen auf den Philippinen. Jedes Jahr ziehen Millionen Gläubige mit einer lebensgrossen Christus-Figur durch die Strassen Manilas.

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