Afrika/Naher Osten

Pizzaballa: Gazastreifen braucht politischen Neustart

Kardinal Pierbattista Pizzaballa, Lateinischer Patriarch von Jerusalem, hält ein Wiederaufflammen des Gaza-Kriegs für unwahrscheinlich

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Syrien/Nordirak: Kurden und Jesiden fürchten Angriffe – Vatican News
Pizzaballa Kardinal (22)

Die seit Oktober geltende Waffenruhe zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas werde halten. Das sagte er im Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur. Dies liege jedoch nicht an einer diplomatischen Annäherung – sondern daran, dass “alle erschöpft sind”.

“Ich glaube nicht, dass sich die Situation aus humanitärer und politischer Sicht verbessern wird”, so der oberste katholische Repräsentant in Nahost. Kämpfe und Gewaltausbrüche werde es weiterhin geben. “Dennoch bin ich recht zuversichtlich, dass wir einen Krieg, wie wir ihn in den vergangenen Jahren gesehen haben, zumindest in der nächsten Zeit nicht mehr sehen werden.”

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Jerusalemer Alt-Patriarch

Jerusalemer Alt-Patriarch: “Zwei-Staaten-Lösung oder keine Zukunft für Israel”

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Patriarch Emeritus Michel Sabbah van Jerusalem
Lateinisches Patriarchat von Jerusalem – VIII – Patriarch Michel Sabbah
Michel Sabbah – Wikipedia

Israel muss seine Haltung im israelisch-palästinensischen Konflikt nach Worten von Michel Sabbah ändern, wenn es als Land überleben will. “Entweder gibt es eine Zwei-Staaten-Lösung oder es gibt keine Zukunft für Israel hier”, sagte der emeritierte Lateinische Patriarch von Jerusalem vor einer internationalen Bischofsgruppe.

Er erwarte ein Eingreifen Gottes in den Konflikt, fügte er hinzu: “Gott wird eine Veränderung in diesem Land bewirken. Eine Möglichkeit ist ein Weltkrieg. Und dann würde dieses ganze Land zerstört werden. Oder es gibt einen anderen Weg, bei dem wir mehr Mitgefühl zeigen”, so Sabbah.

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UNHCR: Halbe Million Syrer vom Libanon in die Heimat zurückgekehrt

Rund eine halbe Million syrische Flüchtlinge sind 2025 aus Flüchtlingslagern im Libanon in ihre Heimat zurückgekehrt. Das hat das UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR am Donnerstag mitgeteilt

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UNHCR

Allein im Dezember hätten rund 123.000 Menschen libanesische Flüchtlingslager in Richtung Syrien verlassen. Der überwiegende Teil, rund 447.000 Menschen, seien spontan, ohne die Hilfe des UNHCR nach Syrien zurückgekehrt.

Ein entsprechendes Programm hatte das UNHCR nach eigenen Angaben im Juli begonnen. Bis zum Jahresende hätten daran rund 140.000 Geflüchtete Interesse bekundet. Nach fast 55.000 Interessierten im Juli sei diese Zahl jedoch kontinuierlich auf rund 8.000 im Dezember gesunken.

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Keine sicheren Gebiete mehr für Christen in Syrien

388 Millionen Christen leben weltweit unter hohem bis extremem Verfolgungsdruck – eine Zahl, die abstrakt wirkt, bis man fragt, was sie konkret bedeutet: Angst, Gewalt, Entrechtung, Flucht

Keine sicheren Gebiete mehr für Christen in Syrien: Leiter von Hilfswerk Open Doors
Open Doors

Von Alexander Folz

15. Januar 2026

388 Millionen Christen leben weltweit unter hohem bis extremem Verfolgungsdruck – eine Zahl, die abstrakt wirkt, bis man fragt, was sie konkret bedeutet: Angst, Gewalt, Entrechtung, Flucht. Der aktuelle Weltverfolgungsindex zeigt eine dramatische Verschärfung der Lage, von Syrien über Subsahara-Afrika bis nach China.

Im Gespräch mit CNA Deutsch macht Markus Rode, der Leiter des Hilfswerks Open Doors Deutschland, deutlich: Christenverfolgung ist kein Randphänomen ferner Länder, sondern ein globaler Notstand, der auch Europa unmittelbar herausfordert.

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Gedicht Jehuda Amichai

 

Internationales Bischofstreffen im Heiligen Land

Internationales Bischofstreffen beschäftigt sich mit Friedensperspektiven im Heiligen Land

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25. Internationales Bischofstreffen im Heiligen Land: Deutsche Bischofskonferenz

Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion

Redaktion – Dienstag, 13. Januar 2026

Ein internationales Bischofstreffen im Heiligen Land beschäftigt sich mit Friedensperspektiven in der Region, nachdem rund zwei Jahre Krieg zwischen Palästina und dem Staat Israel herrschte und die Lage nach dem Waffenstillstand weiter prekär ist.

Der Paderborner Erzbischof Udo Bentz nimmt vom 17. bis zum 21. Januar als Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) an der Veranstaltung teil. Im Vorfeld betonte er: “Terror und Krieg haben in den zurückliegenden beiden Jahren das Leben im Heiligen Land bestimmt. So ist es kein Wunder, dass Verlusterfahrungen, Resignation und Sorgen angesichts einer ungewissen Zukunft immer noch den Alltag vieler Menschen in Israel und Palästina prägen.”

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Bethlehem: Die Rückkehr der Pilger bringt neue Hoffnung

Nach den Jahren der Pandemie und den verheerenden Auswirkungen des Krieges in Gaza versucht Bethlehem, den religiösen Tourismus wiederzubeleben. Doch während die ersten Pilgergruppen zurückkehren, kämpft die christliche Gemeinschaft in der Westbank weiterhin mit Massenarbeitslosigkeit, Reisebeschränkungen und einer medizinischen Krise

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Christian Media Center | Eine einladende Kirche. Sommercamp in Beit Hanina

Michele Raviart – Bethlehem

“Bethlehem, das sind nicht nur wir. Auch ihr seid ein Teil davon.” Mit diesen Worten empfing ein lokaler Souvenirhändler eine Pilgergruppe der Opera Romana Pellegrinaggi (ORP) im Kloster neben der Geburtskirche. Es ist eine Botschaft, die die tiefe Verbundenheit der lokalen Christen mit den Gläubigen aus aller Welt unterstreicht. In seiner Werkstatt beschäftigt der Händler 25 Familien, die traditionelles Kunsthandwerk herstellen. Doch diese Existenzgrundlage steht auf dem Spiel: Der religiöse Tourismus, die Haupteinnahmequelle der Stadt, war durch die Pandemie und den Krieg in Gaza faktisch zum Erliegen gekommen. Für die christliche Gemeinschaft, die etwa ein Viertel der 30.000 Einwohner Bethlehems ausmacht, geht es um das reine Überleben.

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