Schrei nach Entrümpelung
Priester und Laien in dem einen Auftrag der Kirche
Zum fünfzigsten Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanums. Von Professor Andreas Wollbold
Die Tagespost, 10. Oktober 2012
Mit einem Frühling hat man das letzte Konzil gerne verglichen. Doch der Frühling verlangt auch nach etwas Unliebsamem, dem Frühjahrsputz. Denn die Sonne bringt Staub, Gerümpel und Spinnweben ans Licht. So wird die Jahreszeit der Hoffnung nur durch Grossreinemachen schön. Auch “50 Jahre Zweites Vatikanum” schreit förmlich nach Entrümpelung von manchem, was sich in den letzten Jahrzehnten angesammelt hat. Nur dann können seine Dokumente glänzen wie am ersten Tag. “Reform der Reform”, das ist nicht nur für den Gottesdienst angesagt. Denn die Staubschichten dessen, was man über dieses Konzil gelegt hat, sind eher in Metern als in Zentimetern zu messen. Beispiele?
Glaube an die Menschwerdung Gottes ist kein Menue
“Die Kirche ist jung!”, rief Benedikt XVI. am 24. April 2005 auf dem Petersplatz
Die katholische Kirche wird sich nicht nur auf das Zweite Vatikanische Konzil besinnen müssen, sondern auf alle Konzilien. Denn nur in der Gesamtheit sind die Dogmen verständlich. Von Paul Badde
Die Welt, 10. Oktober 2012
“Die Kirche ist jung!”, rief Benedikt XVI. am 24. April 2005 auf dem Petersplatz. Gerade war er Papst geworden, mit 78 Jahren. Tausende waren nach Rom gepilgert zum Sterben Johannes Paul II. und zur Wahl seines Nachfolgers. Der Frühlingstag leuchtete. Menschen, so weit das Auge reichte.
“Die Kirche lebt. Und sie ist jung”, rief der neue Pontifex, “sie trägt die Zukunft der Welt in sich”. Es schien die Sprache des letzten Konzils zu sein, kein Kardinal auf dem Platz kannte das Konzil besser als er. Benedikt XVI. ist der letzte Papst, der das II. Vaticanum mitgeprägt hat, dessen Beginn Papst Johannes XXIII. am 11. Oktober 1962 in bewusster Erinnerung an das Konzil von Ephesus (431) beginnen liess.
Gott ist keine Hypothese, er ist Wirklichkeit
Generalaudienz über Aggiornamento und die Wirkung des Konzils nach 50 Jahren
Vatikanstadt, 10. Oktober 2012, ZENIT.org
In der Katechesenreihe während der Generalaudienz sprach Papst Benedikt XVI. heute über das 50jährige Jubiläum der Eröffnung des zweiten Vatikanischen Konzils, das am morgigen Tag begangen wird.
Wir dokumentieren die offizielle deutsche Zusammenfassung der Katechese:
Liebe Brüder und Schwestern!
Morgen sind es fünfzig Jahre, dass Papst Johannes XXIII. das Zweite Vatikanische Konzil eröffnet hat, und an diesem Tag beginnen wir auch ein Jahr des Glaubens, um uns wieder neu in das Wollen dieses Konzils und den Willen des Herrn selbst hineinzugeben, glauben zu lernen und aus dem Glauben zu leben.
68er-Ideologie erschwerte Rezeption des II. Vatikanums
Vergesst nicht euren Gott; vergesst nicht die andere Welt
Für die es sich lohnt, das ganze Leben aufs Spiel zu setzen
Pater Hermann Geissler, Abteilungleiter in der Glaubenskongregation: “So manche meinen, die Konzilstexte seien nicht wichtig, der Geist des Konzils müsse weitergehen, und dieser Geist hatte oft eine sehr subjektive Färbung.”
Salzburg, kath.net/KAP, 8. Oktober 2012
Das Festhalten von Papst Benedikt XVI am Zölibat stimmt mit den Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils und aller nachfolgenden Päpste überein und eine Aufhebung ist auch in Zukunft undenkbar. Das hat Pater Hermann Geissler, Leiter der Abteilung für Lehrfragen in der vatikanischen Glaubenskongregation, in einem Interview in den “Salzburger Nachrichten” (Montag) betont. Zur Rolle der Frau sagt der Theologe, ihre Bedeutung in der Kirche sei gross und könne teils noch wachsen, nicht jedoch in der Frage des Weiheamtes.
Ich, Küng
Höchste Zeit für einen Gang zu den Quellen – und eine Widerrede
Der Theologe und Autor Hans Küng instrumentalisiert das II. Vatikanische Konzil zu persönlichen Zwecken. Höchste Zeit für einen Gang zu den Quellen – und eine Widerrede.
Übermorgen beginnt die katholische Kirche ihr “Jahr des Glaubens”. Es soll der Neuevangelisierung der Gegenwart dienen und der Erinnerung an das Zweite Vatikanische Konzil, das vor 50 Jahren eröffnet wurde: ein geschicktes Doppel. Der Verlust von Glaubenswissen und der Kollaps der Glaubenspraxis in den westlichen Ländern ereigneten sich nämlich parallel zu den Konzilsnachwehen, wie sie andauern bis heute. Wurde das letzte Konzil falsch gedeutet oder wies es falsche Wege? Diese Frage ist offen.
1.Pressekonferenz zur Synode: Neuevangelisierung
Die Synode wird drei Aspekte der Neuevangelisierung zum Thema haben:
…..die geistliche, theologische und organisatorische Umsetzung.
Eterovic: Nicht um die Anzahl der Christen geht es, sondern um die Qualität ihres Glaubens
Rom, 5. Oktober 2012, zenit.org
Heute Vormittag fand im Pressesaal des Vatikans die Vorstellung wichtiger Daten zur Bischofssynode mit dem Thema: “Die Neuevangelisierung für die Weitergabe des Glaubens” statt. Die Synode beginnt am Montag, dem 7. Oktober und endet am 28. Oktober.
Pastoralbesuch in Loreto
50. Jahrestag der Pilgerreise von Johannes XXIII.(4. Oktober 2012)

Heilige Messe
Predigt von Papst Benedikt XVI. KATHTUBE
Piazza della Madonna di Loreto Donnerstag, 4. Oktober 2012
Meine Herren Kardinäle,
verehrte Mitbrüder im bischöflichen Amt,
liebe Brüder und Schwestern!
Am 4. Oktober 1962 unternahm der selige Johannes XXIII. eine Pilgerreise zu diesem Wallfahrtsort, um der Jungfrau Maria das Zweite Vatikanische Konzil anzuvertrauen, das eine Woche später eröffnet werden sollte.


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