Papst schreibt an Selenskyj: Ich bete dafür, dass die Waffen schweigen
Papst Leo XIV. hat dem ukrainischen Präsidenten, Wolodymyr Selenskyj, anlässlich des Nationalfeiertags diesen Sonntag (24. August) einen Gruß geschickt. In dem Schreiben bekundet das katholische Kirchenoberhaupt seine Verbundenheit mit dem ukrainischen Volk und versichert seine Gebete, damit die Waffen schweigen und der Weg zu Dialog und Frieden frei werden möge
Quelle
Experte: Bei Sieg Russlands gäbe es kein ukrainisches Volk mehr – Vatican News
Schewtschuk: “Hoffnung, dass Krieg in der Ukraine endet” – Vatican News
Papst ruft zu Gebet für Frieden in der Ukraine und in Mosambik – Vatican News
Ukraine (867)
Stefanie Stahlhofen – Vatikanstadt
Die Ukraine begeht am 24. August ihren Unabhängigkeitstag – auch dieses Jahr mitten im Krieg. Papst Leo XIV. versichert in seiner Botschaft an Präsident Selenskyj sein “Gebet für das ukrainische Volk, das unter dem Krieg leidet, insbesondere für alle, die körperlich verletzt sind, für diejenigen, die einen geliebten Menschen verloren haben, und für diejenigen, die ihrer Häuser beraubt wurden”. Sein Herz sei “von der Gewalt, die Ihr Land verwüstet, verwundet”, schreibt Papst Leo XIV. auf Englisch in der Botschaft, die Präsident Selenskyj am Sonntagmorgen in einem Beitrag auf seinem X-Account veröffentlichte. Das katholische Kirchenoberhaupt fleht Gott darin an, diejenigen zu trösten, die unter den Folgen des Konflikts leiden, die Verwundeten zu stärken und “den Verstorbenen ewige Ruhe” zu gewähren. Der Papst versichert auch sein Gebet dafür, dass Gott, “die Herzen der Menschen guten Willens bewegt, der Lärm der Waffen verstummen möge, Dialog Einzug hält und zum Wohle aller der Weg des Friedens geöffnet wird”. Zudem vertraut der Papst die Ukraine der Gottesmutter Maria an – “der Königin des Friedens”.
Kalte Füsse
Doch erst als Anfang 2022 Bilder und Orte des Kriegs in der Ukraine omnipräsent sind, wird ihr klar: Es ist vor allem die Ukraine, in der der Vater gewesen ist
Literatur: Auf der falschen Seite | WOZ Die Wochenzeitung
Francesca Melandri – Francesca Melandri – 3 Bücher – Perlentaucher
Ein Militärlazarett in Venedig. Desinfektionsmittel, Fieberschweiß, der unerträgliche Gestank von Wundbrand. Der Sohn liegt im hintersten Bett, er schläft. Die Mutter hebt die Decke am unteren Ende an. Zwei Beine, zwei Füße. Eins, zwei, drei, sie zählt die Zehen – bis zum zehnten. Vorsichtig legt sie die Decke zurück: Endlich kann sie in Ohnmacht fallen. Im Winter 1942/43 flohen italienische Soldaten in Schuhen mit Pappsohlen vor der Roten Armee, Zehntausende erfroren. Der »Rückzug aus Russland« hat sich als Trauma im kollektiven Gedächtnis Italiens eingebrannt – auch in der Familie von Francesca Melandri. Ihr Vater hat ihn überlebt. Doch erst als Anfang 2022 Bilder und Orte des Kriegs in der Ukraine omnipräsent sind, wird ihr klar: Es ist vor allem die Ukraine, in der der Vater gewesen ist. Was hat er dort wirklich erlebt, warum war er überhaupt dort? Francesca Melandris »Kalte Füße« ist ein berührendes Zwiegespräch mit einem geliebten Menschen: ein unerschrockenes Buch über das, was der Krieg gestern wie heute in Körpern und Köpfen anrichtet, über das Erzählen als Überlebenskunst – und unsere historische Pflicht angesichts des Angriffs auf die Ukraine, die Stille zum Sprechen zu bringen.
Im Existenzkampf
Gazakrieg – Die israelische Kriegsführung in Gaza wird im Westen zunehmend als irrational betrachtet. Ein Podcast gibt Einblicke in die Weltsicht der Regierung Netanjahu
24.08.2025
Handelt Israel bei seiner Kriegsführung in Gaza noch rational? Als der Bundeskanzler Friedrich Merz Anfang August das teilweise Waffenembargo für Israel rechtfertigte, war auch der Zweifel genau daran Teil der Erklärung. Was aber motiviert dann das Vorgehen der Regierung Netanjahu? Das Interview, das die Podcaster Konstantin Kisin und Francis Foster mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu führten und am 20. August veröffentlichten, ist weniger deswegen beachtenswert, weil es neue Informationen oder nie gehörte Argumente ans Licht bringen würde (tut es nicht wirklich), sondern weil es Zuhörern auf 40 Minuten Länge erlaubt, sich noch einmal in die Perspektive Netanjahus und wohl nicht weniger Israeli einzufühlen.
Nizäa – Das erste Konzil
Nizäa – Das erste Konzil: Historische, theologische und ökumenische Perspektiven – Das Konzil von Nizäa gilt als epochales Ereignis. Es hat die Streitfrage, ob Jesus Christus Gottes Sohn ist, dogmatisch geklärt und die Position des Arius zurückgewiesen
Verlorene Stimmen des Glaubens: Arius, das Konzil von Nicäa und die Gestaltung des christlichen Glaubens
Das Konzil von Nicäa (325) und Konstantin der Große: Wie Jesus zum Gott wurde
Das Konzil von Nizäa gilt als epochales Ereignis. Es hat die Streitfrage, ob Jesus Christus Gottes Sohn ist, dogmatisch geklärt und die Position des Arius zurückgewiesen. Und doch wirft Nizäa bis heute Fragen auf – historische, theologische und ökumenische: Wie kam Arius dazu, zu bestreiten, dass Sohn und Vater gleichermaßen Gott sind?
Hat das Konzil den galiläischen Wanderprediger nicht zu einem göttlichen Wesen hochstilisiert und den Boden des biblischen Gottesglaubens verlassen?
Wie sieht der historische Kontext der arianischen Kontroverse aus?
Welche Interessen verfolgte Kaiser Konstantin, als er die Bischöfe in seine Residenz einlud?
Wider die Instrumentalisierung des Bundesverfassungsgerichts
Zuletzt entstand der Eindruck, eine politische Auseinandersetzung über die Menschenwürde sei mangels parlamentarischer Mehrheiten in eine Richterwahl ausgelagert worden
Quelle
Über Abtreibung streiten – aber bitte ehrlich! | Die Tagespost
Abtreibung ist keine medizinische Heilbehandlung | Die Tagespost
Söding: “weder ethisch noch juristisch ein Dilemma” | Die Tagespost
22.08.2025
Alexandra Linder
1975 erging ein Urteil zur Abtreibung seitens des Bundesverfassungsgerichts. Eine Fristenregelung sei verfassungswidrig, denn sie werde der Pflicht, Leben zu schützen, nicht gerecht. Wo Menschenleben existiere, komme ihm Menschenwürde zu, und zwar von Anfang an. Bei diesem Satz kommt die Aussage der ehemaligen SPD-Kandidatin für ein Richteramt am Bundesverfassungsgericht, Frauke Brosius-Gersdorf, in den Sinn: “Die Annahme, dass die Menschenwürde überall gelte, wo menschliches Leben existiert, ist ein biologistisch-naturalistischer Fehlschluss.” Und die alte römische Weisheit, dass man auf hoher See und vor Gericht in Gottes Hand sei. Für Nichtjuristen ist es schwer nachvollziehbar, grundlegende Begriffe unserer Verfassung derart unterschiedlich auszulegen: Menschenwürde, Unantastbarkeit, Recht auf Leben.
24. August 2025 Angelus
Vom Petersplatz: Das Angelusgebet mit Papst Leo XIV
Neueste Kommentare