Der Priester-Zölibat
Der Priester-Zölibat: Die christliche Ehelosigkeit von den Aposteln bis Papst Gregor VII.
Von Hans Jakob Bürger, 24. März 2019
In Zeiten, in denen viele die Ehe nicht mehr katholisch verstehen – als auf den Himmel weisendes Sakrament – ist auch die Ehelosigkeit um des Himmels willen vielen unverständlich, sei es nun die von Nonnen und Mönchen, oder etwa von Priestern und Bischöfen.
Vor allem für den Zölibat der Priester gibt es wenig Verständnis – und das nicht erst im Jahr 2019.
“Der Klerikal-Zölibat ist zu allen Zeiten von den Feinden der Kirche als ein arger Stein des Anstosses betrachtet worden, doch noch nie wurde er mit einer solchen Wut angefochten, als dies gerade in unseren Tagen geschieht.”
‘Reizthema Zölibat’
Kardinal Brandmüller: “Zölibat der Priester, verbindliche Überlieferung”
Armin Schwibach (ed.), “Reizthema Zölibat – Pressestimmen”, mit einer Einführung von Walter Kardinal Brandmüller, Fe-Medienverlags, Kisslegg, 2011
von Walter Kardinal Brandmüller
In der nun schon seit etwa zweihundert Jahren immer wieder aufflackernden Diskussion um den Zölibat der Priester wurden bisher fast ausschliesslich Argumente angeführt, die Zweckmässigkeit oder “Machbarkeit” zölibatärer Lebensweise zum Gegenstand haben. Dazu gehört etwa der häufig dramatisch beschworene Priestermangel, der – so meint man – durch eine “mutige” Entscheidung für die Möglichkeit der Priesterehe behoben werden könne.
Auf solche Argumente wurde immer wieder mit ebenso vielen Gegengründen geantwortet. Eine Wiederholung erübrigt sich. Es kommt auf all das gar nicht an.
‘Ablasshandel bis Zölibat’
Von Ablasshandel bis Zölibat: Das “Sündenregister” der Katholischen Kirche
Mit Klischees über die Kirche müssen sich viele Menschen in Diskussionen auseinandersetzen. Bei Gesprächen am Arbeitsplatz, in der Mensa oder bei Familienfeiern, aber auch in den sozialen Kommunitäten im Internet begegnen einem die immer gleichen Angriffsformationen. Das »Sündenregister« der Katholischen Kirche ist in den Augen des modernen, »aufgeklärten«, religionsfernen Menschen ellenlang. Die Kirche wird von aussen mit Kritik und Forderungen konfrontiert und muss auch innerhalb ihrer Mauern manche Zerreissprobe bestehen.
»Seit der Aufklärung ist die Vernunft an die Stelle der Religion getreten!« heisst es dann etwa. Oder: »Die Kirche hat im Dritten Reich total versagt!« Oder: »Die Kirche ist durch zahllose Missbrauchsfälle völlig diskreditiert! «. Oder – besonders im Reformationsgedenkjahr: »Die kirchliche Einheit scheitert am Unwillen Roms!«
‘Warum der Zölibat so wichtig ist.’
Streit in katholischer Kirche – Kommentar: Warum der Zölibat so wichtig ist..
Der Streit in der katholischen Kirche spitzt sich zu. Dass sie regelrechte Auflösungserscheinungen zeigt, sieht man in der Debatte um den Zölibat.
Von Markus Günther
Dass die katholische Kirche in Deutschland regelrechte Auflösungserscheinungen zeigt, sieht man in der Debatte um den Zölibat. Denn es sind ja nicht nur Aussenstehende, die geradezu wütend gegen den Zölibat wettern. Nein, auch etwa 80 Prozent der Katholiken sind für eine Abschaffung, und sogar unter Kirchgängern dürfte es, wenn Kirche so etwas wie ein Parteitag wäre, für eine Mehrheit reichen.
Der Zölibat? Bedeutend mehr als ‚Disziplin’
Klarstellungen. Der Zölibat? Bedeutend mehr als ‚Disziplin’

Quelle
Walter Kardinal Brandmüller – Diverse Beiträge
Alle Jahre wieder gibt es in Deutschland Diskussionen um den Zölibat. Meist aus pragmatischen Gründen, wenn auch oft theologisch bemäntelt. Aber: keine Krisenlösung, sondern bloss das Symptom eines Krisenzustands.
Von Walter Kardinal Brandmüller
Rom, kath.net/as, 26. September 2016
In der nun schon seit etwa zweihundert Jahren immer wieder aufflackernden Diskussion um den Zölibat der Priester wurden bisher fast ausschliesslich Argumente angeführt, die Zweckmässigkeit oder „Machbarkeit“ zölibatärer Lebensweise zum Gegenstand haben. Dazu gehört etwa der häufig dramatisch beschworene Priestermangel, der – so meint man – durch eine „mutige“ Entscheidung für die Möglichkeit der Priesterehe behoben werden könne.
‘Leidenschaftlicher Verfechter des Zölibats!’
Oster: ‘Ich bin leidenschaftlicher Verfechter des Zölibats!’
Passauer Bischof: Der Zölibat ist “ein Charisma, das der Kirche geschenkt ist als provokatives Zeichen für diese Welt”.
Passau, kath.net/pl, 12. Dezember 2014
“Ich bin leidenschaftlicher Verfechter des Zölibats!” Dies sagte der Passauer Bischof Stefan Oster am Donnerstagabend im Regensburger Presseclub, wie der “Bayrische Rundfunk” berichtete.
Zölibatäre sollen keine Einsiedler sein
Theologe Lütz: Zölibatäre sollen keine Einsiedler sein
Wohngemeinschaften von Priestern wie auch die aktive Integration in die Gemeinde seien zuträglich für eine “gute Zölibatskultur”, sagte der katholische Theologe und Psychiater Manfred Lütz.
Düsseldorf, kath.net/KNA, 14. August 2014
Der Zölibat lässt sich nach Worten des katholischen Theologen und Psychiaters Manfred Lütz in Gemeinschaft besser leben. Wohngemeinschaften von Priestern wie auch die aktive Integration in die Gemeinde seien zuträglich für eine “gute Zölibatskultur”, sagte Lütz der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post” (Montag). “Zölibatäre sollen keine Einsiedler sein”, so der Autor. “Wenn wir Priester wieder mehr ins tägliche Leben einbeziehen, wenn wir sie als Seelsorger fordern, dann kann das uns bereichern, aber auch diese Priester. Der Zölibat nur für den Schreibtisch ist unplausibel”, sagte der Mediziner.







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