Die Plage “Vaticanleaks” dürfte noch ein wenig weiterwüten
Zielscheibe ist Kardinal Bertone
Bei der Dokumentenflucht aus dem Vatikan geht es nicht um den Glauben oder die Moral, sondern um Ränkespiele
Rom, Die Tagespost, 02.03.2012, von Guido Horst
Es geht nicht um den Kurs der Kirche, es geht nicht um den Papst. Es geht auch nicht um besondere Initiativen, wie das anstehende “Jahr des Glaubens”, oder um kirchenpolitische Projekte wie die Aussöhnung mit der schismatischen Pius-Bruderschaft. Erst recht haben “katholische Knackfragen” wie die traditionsgerechte Auslegung des Zweiten Vatikanums, die zum nahenden fünfzigsten Jahrestag der Eröffnung des Konzils immer spürbarer auf die Agenda des kirchlichen Lehramts rückt, nichts mit dem zu tun, was derzeit die italienischen Medien beschäftigt, wenn es um die römische Kurie und die Machtspielchen hinter den Leoninischen Mauern geht.
Wenn die Hl. Katharina für Kirchenideologie missbraucht wird
Das ZdK stellt wieder einmal Forderungen auf, die sich gegen Rom richten
Zerstörungswut? (Anm. Redaktion)
Am Gedenktag der Hl. Katharina von Siena soll der “Tag der Diakonin” begangen werden. Kleines Detail: Der Tag entfällt dieses Jahr in der Liturgie
Bonn-München-Stuttgart, kath.net, 15.02.2012
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken möchte am kommenden 29. April einen “Tag der Diakonin” begehen und möchte dazu den Gedenktag der Heiligen Katharina von Siena verzwecken. “An diesem Tag sollten wir die Frage des Diakonats der Frau mit eigenen Veranstaltungen lebendig halten”, erklärt dazu Alois Glück, Präsident des ZdK. Im Herbst des vergangenen Jahres die ZdK-Vollversammlung dafür bereits das Ok gegeben. Die Idee stammt vom “Katholische Deutsche Frauenbund”. Die Kirchenleitung in Deutschland ist über das Anliegen wenig begeistert.
Der aggressive Säkularismus ist kein Mythos
Aggressiver Säkularimus kein Mythos sondern Realität
David Quinn, einer der führenden katholischen Journalisten Irland: Aggressiver Säkularismus beginne nicht erst dort, wo die Religionsausübung wie unter Stalin und Mao direkt behindert werde.
Dublin, kath.net/CWN/jg, 1.März 2012
Der aggressive Säkularismus, der die Religion aus dem öffentlichen Leben verbannen will, ist kein Mythos, sondern Realität. Das schreibt David Quinn, Vorsitzender des katholischen Iona Institutes in einem Gastkommentar im “Irish Catholic”.
Impulse in der Fastenzeit
Was ist uns noch heilig?
‘Ecce homo’ – Noch eine ‘Kunst’-Aufregung in der Diözese Innsbruck
Im Innsbrucker Stift Wilten sorgt eine umstrittene Skulptur für Aufregung bei Gläubigen – Begleitet wird dies mit einem Glaubenskurs von Roman Siebenrock, Unterzeichner des antirömischen Theologen-Memorandums.
Innsbruck, kath.net, 1. März 2012
Nach der Aufregung rund um einen Fotoinstallation im Innsbrucker Dom berichten Gläubige aus der Diözese Innsbruck jetzt auch von einer merkwürdigen Skulptur vor der Stiftskirche Wilten, die bei einigen Gläubigen für Unmut sorgt.
“Trost an die Hellenen”
Wie die Griechenland-Hilfe damals funktionierte
Die Tagespost, 27.02.2012, von Theo Schwarzmüller
Ein Gespenst geht um in Europa: Kehrt der vertrieben geglaubte Ungeist des Nationalismus zurück? Die gemeinsame Währung sollte den Kontinent nach den Vorstellungen ihrer Väter zusammenschweissen, aber in der Schuldenkrise brechen alte Vorurteile unter den Völkern wieder auf. Eine bittere Ironie der Geschichte, deren bessere Kenntnis aber auch Hoffnung liefern kann. Während sich gerade zwischen Athen und Berlin die Feindseligkeit aus der Zeit der Weltkriege erneut breit macht, zeigt ein Blick ins 19. Jahrhundert, wie die Griechenland-Hilfe damals funktionierte.
Die “Theologie” der “Pfarrer-Initiative”
Die heutige sooft beklagte Glaubenskrise ist im Grunde eine Krise der Glaubwürdigkeit der Kirche
“Wie diese Herren sich im Hochgebet der hl. Messe zur Einheit mit dem Papst ehrlich bekennen können, ist kaum begreiflich.” – Ein Gastkommentar von Dariusz J. Olewinski, Priester der Erzdiözese Wien
Wien, kath.net, 24.02.2012
Neuerdings hat sich der Verein mit der Bezeichnung “Pfarrer-Initiative” mit einem “Protest für eine glaubwürdige Kirche” (datiert mit Januar 2012) wieder einmal zu Wort gemeldet. Darin werden grossteils bekannte Forderungen und Anliegen wiederholt, wenngleich mit einer gewissen Akzentverschiebung. Das fünffache “Nein” richtet sich direkt gegen die Pläne der Erzdiözese Wien und vieler anderen Diözesen, pfarrliche Strukturen infolge des Gläubigen- und Priestermangels neu zu ordnen.
Die Sterbehilfe boomt
Dignitas und Exit begleiten immer mehr Menschen in den Tod
SonntagsZeitung, 19.02.2012, von Petra Wessalowski
Letztes Jahr haben wiederum mehr Menschen mithilfe von Sterbehilfe-Organisationen ihrem Leben ein Ende gesetzt. Dignitas begleitete 2011 35 Prozent mehr Menschen in den Tod als im Vorjahr. Laut Auskunft der Zürcher Kantonspolizei haben sich 144 Menschen in den Dignitas-Räumlichkeiten in Pfäffikon ZH umgebracht. Lediglich fünf Personen waren Schweizer.
Die Zahl der Dignitas-Sterbebegleitungen liegt damit noch höher als 2005. Damals sorgte der stetige Anstieg ausländischer Sterbetouristen, die in einem Stadtzürcher Wohnquartier das tödliche Medikament Natrium-Pentobarbital einnahmen, für Schlagzeilen.


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