Kardinal Koch und Kardinal Brandmüller im Widerspruch?
Welchen Verbindlichkeitsgrad haben die Texte des II. Vatikanischen Konzils?
Eine entscheidende Frage. Wie Medien Kardinäle gegeneinander ausspielen wollen: ‚Divide et impera’? Von Armin Schwibach
Rom, kath.net/as, 23. Mai 2012
Die Diskussion um die bevorstehende Einigung mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) treibt seltsame Blüten, dies gerade im Hinblick auf die Interpretation der Texte des II. Vatikanischen Konzil. So geschah es in den vergangenen Tagen, dass Medien zwei entscheidende Kurienkardinäle und Spezialisten in der Sache gegeneinander ausspielen wollten: eine völlig an den Haaren herbeigezogenen Situation einer veröffentlichten Meinung ohne Grundlage.
Wie katholisch sind Schweizer Pfarrblätter?
In der Schweiz ist eine Debatte um die Katholizität von Pfarrblättern entstanden
Churer Bistumssprecher: Wenn es Blätter gibt, die sich katholisch nennen und nicht mit der kirchlichen Lehre übereinstimmen, hat der Bischof die Pflicht, dem Kirchenvolk gegenüber klarzustellen, dass er dafür nicht verantwortlich ist
Chur, kath.net/PM, 23. Mai 2012
In der Schweiz ist eine Debatte um die Katholizität von Pfarrblättern entstanden. Giuseppe Gracia, Sprecher des Churer Bischofs Vitus Huonder, hatte in einem Communiqué vom 26. April klar gestellt, dass die von staatskirchenrechtlichen Institutionen herausgegebenen Pfarrblätter “nicht Bestandteil einer kirchlich approbierten Verkündigung” seien, und dies “ungeachtet der Tatsache, dass einige sich im Titel ‘katholisch’ nennen. Die meisten verstehen sich als freie Informations- und Dialogplattform.”
Damit sie eins seien
Medienkommission der Bischöfe liest Bischofssprecher die Leviten
Zürich, 22.5.12 (Kipa) “Nicht akzeptabel ist aus unserer Sicht, dass Sie den Pfarrblättern die Kirchlichkeit absprechen.” Dies schreibt die Kommission für Kommunikation und Medien der Schweizer Bischöfe in einem der Presseagentur Kipa vorliegenden Brief an Giuseppe Gracia, den Medienbeauftragten des Bistums Chur. Gracia hatte die Pfarrblätter in einer öffentlichen Stellungnahme für ihr journalistisches Selbstverständnis gerüffelt.
Anmerkung der Redaktion: Tatsache ist, um ein Beispiel zu nennen: Zitat kathpress 2000: Schweizer Bischöfe warnen vor Thesen des Theologen Herbert Haag.
Milieufragen
Wenn Umweltschutz auf Feminismus trifft:
Das Fünf-Punkte-Programm des keineswegs herrschaftsfreien 98. deutschen Katholikentags.
“Einen neuen Aufbruch wagen”
Der Katholikentag des Zentralkomitees der deutschen Katholiken hat einen Zweck: die Milieustabilisierung. Somit stellt sich die Frage nach dem Milieu, das in Mannheim von heute an seiner selbst sich vergewissern will. Ein Blick in den Programmkatalog gibt Auskunft. Es handelt sich um das Milieu eines politisch korrekten Humanismus, der auf seine christliche Nährlauge nicht ganz verzichten will. Der Katholikentag soll die innerkirchlichen Diskurse verwalten und ist insofern ein klassisches Herrschaftsinstrument. Weiterlesen
Katholikentag: Zusammenbruch im Aufbruch
Neuen Wein in neue Schläuche, sagt Jesus (vgl. Mt 9,17)
“Wenn die immer gleichen gealterten Politiker und die immer gleichen Mainstreamtheologen die immer gleichen Reizthemen zum Besten geben, wenn sogar Kirchenzerstörendes als Inhalt des Kirchentags gelten darf”
Ein Gastkommentar von Prof. Hubert Windisch
Mannheim, kath.net, 22. Mai 2012
Man darf sich von dem positiven Eindruck, den die Veranstalter des Mannheimer Katholikentags zu vermitteln versuchen, und von den orangefarbenen Schals am Hals der Teilnehmer nicht täuschen lassen. Ganz im Gegenteil. Bei vielen Äusserungen wird schöngeredet, was in der katholischen Kirche nicht mehr schönzureden ist. Kritische Kommentare in verschiedenen Medien sehen das ähnlich.
‘Offizielle’ Jugendarbeit des BDKJ
Heute spielen wir ‘Prophet’!
Beim Papstbesuch 2011 in Freiburg wurde durch Abstimmung suggeriert, die Jugendlichen stünden in Opposition zum Heiligen Vater. Zum Katholikentag 2012 legt der BDKJ nach. Ein Gastkommentar von Michael K. Hageböck
Freiburg, kath.net, 1. Mai 2012
Wir erinnern uns: Am 24.9.2011 warteten Jugendliche auf dem Freiburger Messegelände auf die Vigil mit dem Heiligen Vater. Von den Organisatoren hatten sie aufblasbare Sticks bekommen, die einer inszenierten Abstimmung gegen die Kirche dienten, kath.net Bericht. Später wiesen die Verantwortlichen jede Verantwortung von sich und wiegelten ab: Der Skandal habe nur im Rahmenprogramm stattgefunden, welches von Sprechern des Pop-Senders SWR3 moderiert wurde. Die Frage blieb: Kommt so etwas noch einmal in die Tüte?
Kardinal Koch: Kritische Papstworte waren “notwendig”
“Er glaube jedoch nicht, dass alle Unterzeichner mit der Entwicklung einverstanden sind”
Rom, Radio Vatikan, 27. April 2012
Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Kardinal Kurt Koch, hat die päpstliche Kritik an der österreichischen Pfarrer-Initiative als “notwendig” bezeichnet. Er sei zwar zunächst erstaunt gewesen, dass der Papst dem “Aufruf zum Ungehorsam” überhaupt “die Ehre einer Erwähnung” gegeben habe, sagte Koch in einem Interview, das die vatikanische Tageszeitung “Osservatore Romano” am Freitag in Auszügen veröffentlichte. Andererseits sei er der Auffassung, dass eine Stellungnahme des Papstes zu diesem Thema notwendig gewesen sei. Der


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