Begrüssungszeremonie
Ansprache von Papst Benedikt XVI.
Internationaler Flughafen Madrid-Barajas, Donnerstag, 18. August 2011
Eure Majestäten!
Verehrter Herr Kardinalerzbischof von Madrid!
Meine Herren Kardinäle!
Verehrte Brüder im Bischofs- und Priesteramt!
Sehr geehrte Repräsentanten des Staates, der Region und der Stadt Madrid!
Liebe Brüder und Schwestern von Madrid und ganz Spanien!
Majestät, ich danke Ihnen, dass Sie gemeinsam mit der Königin hier zugegen sind und mich mit Ihren so ehrerbietigen und freundlichen Worten willkommen geheissen haben.
Botschaft von Papst Benedikt XVI.
Zum 26. Weltjugendtag 2011 in Madrid
„In Christus verwurzelt und auf ihn gegründet, fest im Glauben“
Liebe Freunde!
Oft denke ich an den Weltjugendtag 2008 in Sydney zurück. Dort haben wir ein grosses Fest des Glaubens erlebt, bei dem der Geist Gottes kraftvoll gewirkt und unter den Teilnehmern, die aus aller Welt gekommen waren, tiefe Gemeinschaft erzeugt hat. Jenes Treffen hat, ebenso wie die vorherigen, im Leben zahlreicher Jugendlicher und der ganzen Kirche reiche Frucht getragen. Jetzt richtet sich unser Blick auf den nächsten Weltjugendtag, der im August 2011 in Madrid stattfinden wird. Schon 1989, einige Monate vor dem historischen Fall der Berliner Mauer, hat die Wallfahrt der Jugendlichen in Spanien in Santiago de Compostela Station gemacht. Jetzt, in einem Augenblick, in dem Europa dringend seine christlichen Wurzeln wiederentdecken muss, haben wir uns in Madrid verabredet unter dem Thema: „In Christus verwurzelt und auf ihn gegründet, fest im Glauben“ (vgl. Kol 2,7). Weiterlesen
Weltjugendtag bringt Botschaft der Hoffnung in die Welt
Vertrauen auf Überwindung der Wertekrise in Spanien
Madrid, 18. August 2011, zenit.org
– Er sei als Nachfolger Petri gekommen, um die Jugendlichen aus aller Welt im Glauben an Christus, den Weg, die Wahrheit und das Leben zu stärken, um Anstösse zum Aufbau des Reiches Gottes in der Welt zu geben und um die Jugendlichen zur Freundschaft mit Christus zu ermutigen. So Papst Benedikt heute Mittag bei seiner ersten Ansprache nach der Landung in Madrid bei der Begrüssungszeremonie.
Bei der Begrüssung des spanischen Königspaares, der kirchlichen Würdenträger und der politischen Repräsentanten Spaniens erinnerte der Heilige Vater an seine früheren Apostolischen Reisen nach Santiago de Compostela und nach Barcelona. Er dankte für die herzliche Aufnahme der Jugendlichen in den spanischen Gastfamilien, Pfarreien und anderen Einrichtungen.
Der Weltjugendtag und die Welt der Medien: ein Versagen
Nur die Kirche vermag Hunderttausende von Jugendlichen in Frieden zu versammeln
Kein anderer geistlicher „Leader“, keine politische Partei, keine andere Person geniesst so viel Achtung wie der Papst. Und dennoch: grosses Schweigen. Von Armin Schwibach
Rom, kath.net/as, 18.08.2011
Hunderttausende von Jugendlichen feiern gemeinsam mit dem Kardinalerzbischof von Madrid Antonio María Rouco Varela die heilige Messe. Lange Schlangen stehen vor Anbetungszelten, Anbetungskirchen und Anbetungskapellen. Wieder beeindruckt die grosse Zahl von Menschen, die das oft so vergessene Sakrament der Versöhnung suchen. Wie ein grosser Segelschiffhafen mutet der Parque del Retiro mit seinen 100 weissen Beichtstühlen an, und das Wort „Hafen “ trifft wohl das Bedürfnis vieler, die einen Ort brauchen, um nach langen Mühen wieder anlegen zu können.
Mit Pinsel und Spachtel dem Herrn dienen
Kölner Schülerinnen und Studentinnen im Sozialeinsatz in Nordspanien
Obanos (DT), 17.08.2011, von Katharina Wolf
„Verwurzelt in Christus und gegründet auf ihn. Fest im Glauben.“ Unter diesem Motto hat der Heilige Vater die Jugend der Welt nach Madrid eingeladen. Verwurzelt und gegründet auf Christus bedeutet auch, Werkzeug Gottes zu sein, den Nächsten zu sehen und zu helfen, wo Hilfe nötig ist. Der Einladung gingen auch wir nach und machten uns auf den Weg von Köln nach Madrid. Organisiert wurde diese Fahrt vom International College Müngersdorf, dessen geistliche Bildungsarbeit der Personalprälatur Opus Dei anvertraut ist.
Schweizer beim WJT: „Es ist genial hier“
Mindestens 1.200 Schweizer nehmen am Weltjugendtag teil
Darunter sind auch vier Schweizer Bischöfe
Rom, Radio Vatican, 16.08.2011
Im Gegensatz zu anderen Ländern ist die Schweizer Delegation in mehreren Sprachgruppen unterteilt. Deshalb hat die Schweizer Botschaft in Madrid zu einem „Schweizertag“ eingeladen.
Die Schweiz ist ein buntes Land. Das merkt man auch hier in Madrid beim Weltjugendtag. Es gibt Französischsprachige, Tessiner und Deutschschweizer. Und unter den Deutschschweizern wiederum gibt es diejenigen, die mit der Arbeitsgemeinschaft für den Weltjugendtag mitgefahren sind, und andere, die mit ihrer Bewegung hierher gekommen sind. Linus kommt aus der Zentralschweiz und ist von der Schönstatt-Bewegung. Weiterlesen
Die Kirche als Hoffnungsträger
In den sechziger Jahren verliessen zwei Millionen Spanier ihre Heimat in Richtung Frankreich und Deutschland
Madrid, die Tagespost, 16.08.2011, von Regina Einig
Der XXVI. Weltjugendtag verspricht, als geistliches und zugleich hochpolitisches Ereignis in die Geschichte der Papstreisen einzugehen. Auf Benedikt XVI. wartet eine Generation, die zunehmend als verloren gilt. Der Blues der jungen Spanier ist paradigmatisch für das Lebensgefühl der Gleichaltrigen in Europa und in den Vereinigten Staaten. Den Wohlstand ihrer Eltern werden sie weder halten noch selbst erarbeiten können. Die Europabegeisterung der Generation, über der sich 1989 der Eiserne Vorhang öffnete, wirkt auf Jugendliche heute eher befremdlich.
Die Ursache für die allgemeine negative Stimmung allein in der düsteren Wirtschaftslage zu verorten griffe aber zu kurz. Wirtschaftskrisen sind nichts Neues auf der iberischen Halbinsel. In den sechziger Jahren verliessen zwei Millionen Spanier ihre Heimat in Richtung Frankreich und Deutschland. Die meisten waren weitaus ärmer und schlechter ausgebildet als die Jungen heute. Das Bewusstsein, das Leben im Glauben auch durch Durststrecken hindurch meistern zu können, war jedoch noch eher präsent.


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