Begegnung mit den Komitees des Weltjugendtages
Apostolische Nuntiatur Madrid, Samstag, 20. August 2011
Apostolische Reise nach Madrid, 26. Weltjugendtag (18.-21. August 2011)
Ansprache von Papst Benedikt XVI.
Liebe Freunde!
Es freut mich, Sie in dieser Nuntiatur zu empfangen, um Ihnen herzlich für alles zu danken, was Sie für die Organisation dieses Weltjugendtags getan haben.
Ich weiss sehr wohl, dass von dem Moment an, als die Nachricht von der Wahl der Erzdiözese Madrid als Sitz dieser Initiative veröffentlicht wurde, Kardinal Antonio Maria Rouco Varela die Arbeiten des Örtlichen Organisationskomitees in Gang gebracht hat.
Kreuzweg mit den Jugendlichen
Ansprache von Papst Benedikt XVI.
Plaza de Cibeles, Madrid, Freitag, 19. August 2011
Liebe junge Freunde!
Mit Andacht und innerer Beteiligung sind wir diesen Kreuzweg gegangen und haben Christus in seinem Leiden und Sterben begleitet. Die Kommentare der Kreuzschwestern, die den Ärmsten und Bedürftigsten dienen, haben uns geholfen, uns in das Geheimnis des glorreichen Kreuzes Christi zu vertiefen, das die wahre Weisheit Gottes enthält, jene Weisheit, die über die Welt und über diejenigen urteilt, die sich für weise halten (vgl. 1 Kor 1,17-19). Auf diesem Weg zum Kalvarienberg hat uns auch die Betrachtung dieser aussergewöhnlichen Bilder aus dem religiösen Erbe der spanischen Diözesen geholfen. Es sind Bilder, in denen der Glaube und die Kunst eine Harmonie bilden, um das Herz des Menschen zu erreichen und ihn zur Umkehr zu bewegen. Wenn der Blick des Glaubens rein und ehrlich ist, tritt die Schönheit in seinen Dienst und vermag die Geheimnisse unseres Heils so darzustellen, dass sie uns zutiefst erschüttern und unser Herz verwandeln, wie es der heiligen Teresa von Jesus bei der Betrachtung eines Bildes des über und über verwundeten Christus erging (vgl. Das Buch meines Lebens, 9,1).
Mit Benedikt im Himmel
Matusseks Papst-Reise
Spiegel.online, 19.08.2011, Matthias Matussek
Früh aufstehen, früh anstellen, lange warten. Am zweiten Tag seiner Pilgerreise nach Madrid trifft Papst-Verehrer Matthias Matussek endlich mit Benedikt XVI. zusammen – auf ein paar Minuten im Flugzeug.
Man hat es diesem Tag nicht angesehen, morgens, dass er im Freudentaumel enden sollte. Nein, er sah so aus: Wer zu früh kommt den bestraft das Leben. Die Bilder vom Vorabend noch im Kopf, verheerend,1500 Demonstranten und prügelnde Idioten in Uniform und ich um 5 Uhr auf den Beinen. Weil ich der erste sein will, sein muss, denn es gibt in der Papst-Maschine keine Platzkarten.
Begegnung mit jungen Ordensfrauen
Grussadresse von Papst Benedikt XVI.
Kloster San Lorenzo de El Escorial, Freitag, 19. August 2011
Liebe junge Ordensfrauen!
Am Weltjugendtag, den wir in Madrid feiern, ist es mir eine grosse Freude, euch begegnen zu können, die ihr eure Jugend dem Herrn geweiht habt, und ich danke für den liebenswürdigen Gruss, den ihr an mich gerichtet habt. Ich weiss es sehr zu schätzen, dass der Herr Kardinal, der Erzbischof von Madrid, diese Begegnung an einem so bedeutungsvollen Ort vorgesehen hat wie dem Kloster San Lorenzo de El Escorial. Wie in dessen berühmter Bibliothek wichtige Ausgaben der Heiligen Schrift und der monastischen Regeln verschiedener Ordensfamilien aufbewahrt werden, so ist auch euer Leben der Treue gegenüber der empfangenen Berufung eine wertvolle Weise, das Wort des Herrn zu bewahren, das in den euch eigenen Formen der Spiritualität widerhallt.
„Plaza de Cibeles“, Madrid
Willkommensfeier mit den Jugendlichen, Ansprache Papst Benedikt XVI.
Liebe Freunde!
Ich danke für die liebevollen Worte, die die jungen Vertreter der fünf Kontinente an mich gerichtet haben. Von Herzen grüsse ich alle, die hier versammelt sind, Jugendliche aus Ozeanien, Afrika, Amerika, Asien und Europa; und auch jene, die nicht haben kommen können. Ich denke immer an euch und bete für euch. Nun hat Gott mir die Gnade gewährt, euch aus der Nähe zu sehen und zu hören und gemeinsam mit euch auf sein Wort zu hören.
In der Lesung, die vorgetragen wurde, haben wir einen Abschnitt aus dem Evangelium gehört, in dem davon die Rede ist, die Worte Jesu aufzunehmen und sie in die Tat umzusetzen. Es gibt Worte, die nur zur Unterhaltung dienen und wie der Wind vergehen; andere schulen den Geist in mancher Hinsicht; die Worte Jesu hingegen müssen bis ins Herz dringen, darin Wurzeln schlagen und das ganze Leben prägen.
Willkommensfeier mit den Jugendlichen
Grusswort von Papst Benedikt XVI., „Plaza de Cibeles“, Madrid
Liebe junge Freunde!
Es ist mir eine sehr grosse Freude, mich hier mit euch zu treffen, im Zentrum dieser schönen Stadt Madrid, deren Schlüssel der Herr Bürgermeister mir freundlicherweise übergeben hat. Heute ist sie auch die Hauptstadt der Jugendlichen aus aller Welt, und die Augen der ganzen Kirche sind auf sie gerichtet. Der Herr hat uns versammelt, um in diesen Tagen die schöne Erfahrung des Weltjugendtags zu machen. Durch eure Anwesenheit und die Teilnahme an den Feiern wird der Name Christi in jedem Winkel dieser berühmten Stadt ertönen. Beten wir, dass seine Botschaft der Hoffnung und der Liebe auch in den Herzen jener widerhalle, die nicht glauben oder die sich von der Kirche entfernt haben. Vielen Dank für den glänzenden Empfang, den ihr mir beim Einzug in die Stadt bereitet habt; er ist ein Zeichen eurer Liebe und eurer Nähe zum Nachfolger des heiligen Petrus.
Madrid: Schlangestehen – und keiner regt sich auf
Priester aus über hundert Ländern erteilen den Weltjugendtagspilgern in mehr als 50 Sprachen die Absolution
Tausende von Jugendlichen warten geduldig, bis sie in das Anbetungszelt vorgelassen werden. Schlangen auch vor den Beichtstühlen. Vollmacht zur Absolution bei Fällen von Abtreibung
Rom, kath.net/as, 18.08.2011
Eine Stunde: so lange dauert es, bis man in das Anbetungszelt hineinkommt, das im Parque del Retiro im Herzen von Madrid aufgeschlagen worden ist. Die Warteschlange ist mehr als 100 Meter lang und wächst: immer mehr Jugendliche aus aller Welt reihen sich ein. Alle wollen einen Platz vor dem Heiland finden, der wirklich in diesem Zelt da ist und für den sie alle möglichen Strapazen auf sich genommen haben, um ihn gemeinsam als Licht der Welt und Hoffnung für jede Zukunft zu verkünden.




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