Ukraine

Frieden durch Stärke

Neue Weltordnung – Fällt das friedensverwöhnte Europa jetzt in seinen tragischen alten Bellizismus zurück? Nur auf den ersten Blick scheint es so

Quelle
Hl. Messe Do. 11.7.2024 um 7.15 Uhr Hl. Benedikt von Nursia, Patron Europas
Benedikt von Nursia kurz erklärt. Heiligenportraits. – YouTube
EP-Vizepräsident Karas zu „Richard Coudenhove-Kalergi – Wegbereiter für Europa“
Paneuropäisches Manifest – Wikipedia

13.03.2025

Stephan Baier

Die Einigung Europas war stets eine Friedensidee: geboren aus den Tragödien des Ersten wie des Zweiten Weltkriegs, gereift in der Erfahrung, dass es zum Vorteil aller sein kann, das Gemeinsame über das Trennende zu stellen, Versöhnung zu wagen und Freundschaften aufzubauen. Und dies erfolgreich, denn zwischen den Mitgliedstaaten des vereinten Europas gab es seither allerlei Konflikte, aber nie einen Krieg. Während jenseits ihrer eigenen Grenzen blutige Kriege tobten – und zwar, oft vergessen, auch in Europa – , wurden innerhalb der Europäischen Union Konflikte um Sichtweisen und Standpunkte, Ideologien und Interessen durch Verhandlungen ausgetragen. Am Konferenztisch zu streiten, gerne auch nächtelang, ist gegenüber der auch in Europa jahrhundertelang geübten Tradition massenmörderischer Kriege zweifellos ein gewaltiger zivilisatorischer Fortschritt.

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Ein Europa, das uns schützt

Die Europäische Union entwickelt sich – schockiert von Putin und Trump – zur Sicherheitsunion. Das ist traurig, aber notwendig und dringlich

Quelle
US-Präsident Donald Trump und die „Macht des Schicksals“ – Roberto de Mattei

07.03.2025

Stephan Baier

Zwei Schockerlebnisse haben die politische Klasse in der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten elektrisiert: Der blutige Überfall Wladimir Putins auf die Ukraine ab 24. Februar 2022 und die offensichtliche Abwendung Donald Trumps von der Unterstützung der Ukraine wie von der Partnerschaft mit Europa, für die am 28. Februar 2025 die ultimativen Bilder geliefert wurden. Beide Ereignisse hätten niemanden überraschen dürfen, denn Putin überfiel bereits 2008 und 2014 Nachbarländer, brach Verträge und Vereinbarungen, log der Weltöffentlichkeit ins Gesicht. Und Donald Trump erklärte bereits in seiner ersten Amtszeit als US-Präsident die NATO für obsolet und setzt seit langem auf US-amerikanischen Egoismus anstelle der bewährten transatlantischen Allianz.

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Der „Schwarze Peter“ ist nun in Moskau

Der ukrainische Präsident hat seinen Crash-Kurs in Krisen-Diplomatie bestanden: Das Vertrauen ist weg, aber um das Überleben der Ukraine wird weiter gerungen

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12.03.2025

Stephan Baier

Nicht einmal zwei Wochen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gebraucht, um einen diplomatischen Crash-Kurs mit Bravour zu absolvieren: Zum Eklat im Oval Office war es ja auch deshalb gekommen, weil Selenskyj damals noch in der Illusion lebte, die USA seien auf der Seite der Ukraine und damit des Völkerrechts, während Donald Trump sich – wohlwollend interpretiert – als Schiedsrichter und Mediator zwischen den „Kriegsparteien“ versteht, ohne sich um Details wie die Schuldfrage oder das Völkerrecht zu scheren. Deshalb redeten Selenskyj und das Duo Trump-Vance aneinander vorbei: Der Ukrainer flehte um Sicherheitsgarantien, die Amerikaner jedoch wollten einen schnellen und für Amerika ertragreichen Deal.

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Ein Priester erzählt von seinen Erfahrungen im Ukraine-Krieg

Aktuell nehmen die Kämpfe wieder zu, berichtet Pfarrer Nowak. Und ob die Zukunft einen Waffenstillstand oder gar Frieden bringt, kann niemand absehen

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Wundertätige Medaille

Von Kirche in Not

München – Sonntag, 9. März 2025

„Ohne tägliche Heilige Messe und Rosenkranz könnte ich es hier nicht aushalten“, betont der Priester Witalij Nowak im Gespräch mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN). Nowak ist Militärpfarrer für eine Brigade von etwa 3000 Frontkämpfern in der Ostukraine, die genaue Position kann er aus Sicherheitsgründen nicht nennen. Er ist ein Seelsorger in der Hölle des Krieges – die auch nach drei Jahren noch nicht zu Ende ist.

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Lech Wałęsa kritisert Trump und Vance scharf

Oval-Office-Eklat – Der Umgang des US-Präsidenten mit Wolodymyr Selenskyi erfülle ihn mit „Abscheu“, schreibt der Friedensnobelpreisträger in einem offenen Brief – und erinnert die Amerikaner an 1994

Quelle
Solidarność – die wichtigsten Daten
Lech Walesa: Papst hatte ‘riesige Rolle’ bei Wende in Polen
Budapester Memorandum

04.03.2025

Meldung

Der ehemalige polnische Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa hat zusammen mit weiteren ehemals unter der kommunistischen Herrschaft verfolgten Polen einen offenen Brief an Donald Trump verfasst, in dem er dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyi den Rücken stärkt. In dem auf Facebook veröffentlichten Brief in polnischer Sprache schreiben der legendäre Solidarnosc-Gewerkschafter und seine Coautoren, sie hätten die Berichterstattung über das Treffen des US-Präsidenten mit Selenskyi mit „Bestürzung und Abscheu“ verfolgt. Die Erwartung, Dankbarkeit zu zeigen, sei beleidigend, denn die gebühre den „heldenhaften ukrainischen Soldaten, die ihr Blut zur Verteidigung der Werte der freien Welt vergossen haben“. Materielle Hilfe sei schließlich kein Äquivalent für Menschenleben, die unbezahlbar seien.

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Schewtschuk: „Kalter Verstand, heißes Herz, eiserner Wille“

Nach dem diplomatischen Eklat zwischen US-Präsident Trump und dem ukrainischen Staatschef Selenskyj hat der Kyiver Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk zu Entschlossenheit und geistlicher Standhaftigkeit aufgerufen

Quelle

Mario Galgano – Vatikanstadt

Der Kyiver Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk hat eindringlich zur Entschlossenheit und inneren Stärke der Ukrainer aufgerufen. „In diesen Tagen, insbesondere an diesem schrecklichen Freitag, haben viele Menschen einen großen Schock und große Verwirrung erlebt“, erklärte er bei einer Predigt am Wochenende in Winnipeg. Seine Worte stehen vor dem Hintergrund des diplomatischen Eklats zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, bei dem Trump Selenskyj vorwarf, einen Dritten Weltkrieg zu riskieren, und Vizepräsident James David Vance mangelnde Dankbarkeit kritisierte.

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Donald Trump demütigt Wolodymyr Selenskyj öffentlich

Donald Trump demütigt Wolodymyr Selenskyj öffentlich: So verliert die Ukraine die Verhandlungen, bevor diese überhaupt begonnen haben  *UPDATE

Quelle
Theologe Hoff kritisiert Trumps KI-Videoclip – Vatican News
„Diplomatie ist keine Talkshow“ – Vatican News

01.03.2025

Stephan Baier

Wladimir Putin dürfte am Freitagabend richtig viel Spaß gehabt haben. Vermutlich hat er sich im Kreml die Szenen aus dem Oval Office in Dauerschleife angesehen, denn Donald Trump hat ihm gerade die Ukraine auf dem Silbertablett serviert. Der amerikanische Präsident putzte seinen ukrainischen Amtskollegen vor laufenden Kameras herunter, weil dieser im Fall von Verhandlungen mit Russland Sicherheitsgarantien für sein Land erbat. Fazit: Aus Trumps Sicht gibt es weder Sicherheit noch Garantien für die Ukraine. Mehr kann Putin gar nicht wollen.

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