Kirchliche Stimmen zu Nahost: Warnung vor Gewaltspirale
Der Weltkirchenrat hat ein rasches Ende des Schlagabtauschs von Israel und der USA mit dem Iran gefordert. Bischöfe in Österreich riefen zu Gebet auf
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Arabien: Apostolische Vikare rufen angesichts der Eskalation zu Umsicht auf – Vatican News
Christen in Jerusalem: Erschüttert und besorgt – Vatican News
Angriffe auf und durch Iran: Weitere Reaktionen – Vatican News
Der Ökumenische Kirchenrat verurteilte die Militärangriffe Israels und der USA gegen den Iran und dessen Vergeltungsschläge. Diese Spirale der Gewalt gefährde Millionen von Zivilisten, untergrabe die regionale und internationale Sicherheit und belaste die ohnehin fragile wirtschaftliche und soziale Stabilität im Nahen Osten, erklärte Generalsekretär Jerry Pillay am Samstag in Genf.
Militärische Konfrontation und Vergeltung könnten weder beständige Sicherheit noch Frieden bringen. Stattdessen brächten sie mehr Leid und erhöhten die Gefahr eines regionalen Flächenbrands mit unvorhersehbaren globalen Folgen, so der Vertreter des Verbands von 356 Kirchen, die zusammen mehr als 580 Millionen Christen repräsentieren. Die römisch-katholische Kirche gehört dem Rat nicht an.
Angriff auf Iran: Ein Blick auf die Christen im Land
Die USA und Israel haben an diesem Samstag mit Militärschlägen im Iran begonnen. Für uns ein Anlass, an die Christen im Land zu denken
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Iran: Die Sorge der Kirchen
Vank-Kathedrale – Wikipedia
Von den 90 Millionen Iranern bekennen sich nur wenige Hunderttausend zum christlichen Glauben. Die armenische Gemeinschaft ist die älteste und zahlenmäßig stärkste; ihr Zentrum liegt in der Stadt Isfahan, mit der Erlöserkathedrale von Vank, die mit wertvollen Fresken geschmückt ist. Die Armenier sind seit Jahrtausenden im heutigen Iran präsent und standen zunächst mit dem alten Persischen Reich und später mit den schiitischen Herrschern in Kontakt. Sie druckten Bücher und trieben Handel. Heute liegt ihre Zahl bei nur noch 150.000 Gläubigen: Apostolische, Katholiken und Evangelikale.
Papst als “Apostel des Friedens”
Der Besuch des Papstes in Algerien stärke die Christen in dem Land mit überwiegend muslimischer Bevölkerung. Das betonen die katholischen Bischöfe Algeriens in einer Reaktion auf die Ankündigung der Afrika-Reise von Papst Leo XIV.
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Quelle
Algerien – Agenzia Fides
An die Bischöfe der Regionalen Bischofskonferenz für Nordafrika (C.E.R.N.A) zu ihrem Besuch ad Limina Apostolorum (2. März 2015)
Christliche Märtyrer Algeriens seliggesprochen
Das spirituelle Erbe der Mönche von Tibhirine
Er komme als “Apostel des Friedens” nach Algerien. Über alle “Reibungen und Missverständnisse” hinweg solle der aufrichtige Wunsch stehen, “in Frieden zusammenzuleben”, so die Bischöfe.
Augustinus – gemeinsamer Bruder
Das nordafrikanische Land ist die erste Station der Reise – auf den Spuren des heiligen Augustinus. Er wurde im Jahr 354 in Tagaste im heutigen Algerien geboren; seine Bischofsstadt Hippo, heute Annaba, liegt im Norden des Landes am Mittelmeer nahe der Grenze zu Tunesien. Der Papst erinnere Algeriens Bevölkerung mit seinem Besuch “an den Segen, einen großen gemeinsamen Bruder zu haben, dessen Gestalt unseren gemeinsamen Weg begleiten kann”, so die Bischöfe in ihrer gemeinsamen Erklärung weiter.
Kustos des Heiligen Landes bittet um Solidarität am Karfreitag
Angesichts der verheerenden Auswirkungen von Krieg und wirtschaftlicher Not hat Pater Francesco Ielpo, der Kustos des Heiligen Landes, einen dringenden Appell zur Karfreitags-Kollekte (3. April) veröffentlicht *UPDATE
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Colletta pro Terra Sancta – Obhut des Heiligen Landes/Übersetzung
*UNO besorgt über ethnische Säuberung in Gaza und im Westjordanland – Vatican News
Mario Galgano – Vatikanstadt
Die “Colletta Pro Terra Sancta” sei in diesem Jahr weit mehr als ein Akt der Wohltätigkeit – sie sei ein “konkretes Zeichen der Gemeinschaft” mit einer Kirche, deren Fortbestand in der Region bedroht ist.
In seiner am Mittwoch in Jerusalem veröffentlichten Botschaft beschreibt Pater Ielpo eine düstere Lage in der gesamten Region. “Wir können nicht verbergen, dass die Zeit, in der wir leben, schwierig ist”, so der Kustos. Krieg, Gewalt und Unsicherheit hätten den Gazastreifen, Palästina, Israel, den Libanon und Syrien “hart getroffen”.
Papst-Stiftung für die Sahelzone ordnet sich in Dakar neu
Die “Stiftung Johannes Paul II. für die Sahelzone” macht sich bereit für die Zukunft. Nach der offiziellen Genehmigung eines neuen Statuts durch Papst Leo XIV. traf sich der Verwaltungsrat der Organisation vom 11. bis 16. Februar in der senegalesischen Hauptstadt Dakar, um personelle und strukturelle Weichenstellungen vorzunehmen
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Quelle
Staatsbesuch im Apostolischen Palast: Fokus auf Sicherheit in Westafrika – Vatican News
Stiftung Johannes Paul II. für die Sahelzone
Schreiben anläßlich des 25. Gründungsjubiläums der “Stiftung Johannes Paul II. für die Sahelzone”
Vatikan: Organisation – Stiftung Johannes Paul II. für die Sahelzone
Päpstliche Stiftung für Sahelzone berät über Hilfsprojekte – Vatican News
Mali – Bischof von San ernannt – Agenzia Fides
Mario Galgano – Vatikanstadt
Schwester Alessandra Smerilli, Sekretärin des vatikanischen Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, sprach von einem “ermutigenden Signal” für die gesamte Region.
Die 44. Sitzung des Verwaltungsrats markierte den Abschluss eines Reformprozesses, den der Papst Ende Januar per Reskript besiegelt hatte. Ziel ist es, der 1984 von Johannes Paul II. gegründeten Stiftung neuen Schwung zu verleihen, um das Leid in einer der krisenanfälligsten Regionen der Welt effektiver zu lindern.


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