Konzil

Ein neuer Syllabus für das 21. Jahrhundert

Bischof Athanasius Schneider bei Tagung in Rom

Rom/Karaganda) Einen neuen Syllabus für das 21. Jahrhundert, dies forderte Weihbischof Athanasius Schneider von Karaganda. Er regte damit ein päpstliches Dokument an, mit dem die Irrtümer der Zeit durch die katholische Kirche verurteilt werden sollen.

Vom 16.-18. Dezember 2010 fand in Rom, nur wenige Schritte vom Petersdom entfernt, eine bedeutende Tagung über “die richtige Hermeneutik des Konzils im Licht der kirchlichen Tradition” statt. Veranstaltet wurde die Tagung vom Orden der Franziskaner der Immakulata, einem erst 1990 kanonisch errichteten franziskanischen Orden strenger Observanz, der die Liturgie in der ausserordentlichen Form des römischen Ritus zelebriert und zahlreiche Berufungen erlebt.

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Die Mitte des Zweiten Vatikanischen Konzils

Nicht Reformer, sondern Heilige

Der Humanist Erasmus von Rotterdam *1465 oder 1469 in Rotterdam, †  1536 in Basel) hat in seinem satirischen Werk “Das Lob der Torheit” (Laus stultitiae) die kirchlichen Zustände seiner Zeit aufs Korn genommen. Zur damals gelebten Frömmigkeit und zum Streben nach Vollkommenheit bemerkte er: “Ebenso wie die weltlichen Fürsten einige Herrscherpflichten ihren Stellvertretern übertragen und wie dieser Stellvertreter wieder seinen Stellvertreter damit beauftragt, so überlassen sie aus Bescheidenheit die Aufgaben der Andacht dem einfachen Volk. Das Volk reicht diese Pflicht an jene weiter, die ‹Kirchenmänner› genannt werden, gleichsam als hätte es selbst nicht das Geringste mit der Kirche zu schaffen und sei völlig vergeblich getauft worden. Die Priester wiederum, die sich ‹weltliche› nennen, als wären sie der Welt, nicht Christus geweiht, überlassen diese Last den Ordensgeistlichen, diese den Mönchen, die freieren Mönche den strengeren, alle zusammen schliesslich den Bettelmönchen. Die Bettelmönche aber reichen den Ball an die Karthäuser weiter, bei denen alle Frömmigkeit wie im Grabe verborgen ist, so gut verborgen, dass sie fast niemals sichtbar wird.”

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Die Wunden der Kirche: aufkratzen, oder küssen?

Ida Friederike Görres “hat mit seltener Leidenschaft und gleichzeitiger Klarsicht ihre Liebe zur Kirche gelebt, durchdacht, durchlitten”

– Ein kath.net-Exklusiv-Interview mit Professor Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz. Von Petra Lorleberg

Dresden, kath.net, 04. Juli 2011, von Petra Lorleberg

Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Professorin für Religionsphilosophie und vergleichende Religionswissenschaft an der Universität Dresden, gab kath.net ein exklusives Interview zu Ida Friederike Görres. Diese 1971 verstorbene katholische Autorin, erlebte das Vorfeld und die Umbruchszeit des Zweiten Vatikanischen Konzils sehr bewusst und wach mit. Die Görres-Forscherin Gerl-Falkovitz weist auf deren verblüffend aktuelle Diagnose der kirchlichen Situation in Deutschland hin. “Niemand kann verlangen, dass wir die Leute, die zum Totengräber-, zum Entrümpelungswerk bestellt sind, denen es vielleicht noch sichtlich Spass macht, auch noch sympathisch finden”, zitiert Gerl-Falkovitz diese profilierte katholische Laienstimme, welche gegenwärtig wiederentdeckt wird.

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Zuerst muss das Existenzielle kommen, dann das Institutionelle

Déja-vu der Krise

Die Tagespost, 01.08.2011

Wer die Vorträge vom Kongress “Glaube im Unglauben der Zeit” der Deutschen Bischofskonferenz von 1981 in Augsburg mit den Statements des Dialogprozesses zwischen den Bischöfen und katholischen Laien 2011 gegenliest, bekommt ein Déja-vu-Erlebnis: In dreissig Jahren hat sich nichts geändert. Allein die Fragen damals waren besser gestellt. Etwa die von Alfred Läpple oder Anton Rauscher nach dem richtigen Gottesbild, der Geschöpflichkeit und Erlösungsbedürftigkeit des Menschen. Von Johannes Seibel

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Rede von Papst Johannes XXIII.

Zur Eröffnung des 2. Vatikanischen Konzils am 11. Oktober 1962

[Quelle: Herderkorrespondenz 17 (1962/63), 85-88]

Ehrwürdige Brüder!

Es jubelt die Mutter Kirche, weil durch besondere Gnade der göttlichen Vorsehung dieser hochersehnte Tag angebrochen ist, an dem hier am Grabe des hl. Petrus unter dem Schutz der jungfräulichen Gottesmutter, deren Mutterwürde heute festlich begangen wird, das Zweite Vati­kanische Ökumenische Konzil seinen Anfang nimmt.

Die Ökumenischen Konzilien in der Kirche

Alle Konzilien – sowohl die zwanzig Ökumenischen wie die unzähligen Provinzial- und Regionalkonzilien von nicht geringer Bedeutung -, die im Laufe der Geschichte gefeiert wurden, bezeugen offensichtlich die Lebenskraft der katholischen Kirche und zählen in ihren Annalen zu den strahlenden Lichtern.

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Ad Gentes

Dekret über die Missionsstätigkeit der Kirche “Ad Gentes”  II. Vatikanisches Konzil

Einleitung

1. Zur Völkerwelt von Gott gesandt, soll die Kirche “das allumfassende Sakrament des Heils” sein. So müht sie sich gemäß dem innersten Anspruch ihrer eigenen Katholizität und im Gehorsam gegen den Auftrag ihres Stifters, das Evangelium allen Menschen zu verkünden. Denn auch die Apostel, auf die die Kirche gegründet worden ist, haben, den Spuren Christi folgend, “das Wort der Wahrheit verkündet und Kirchen gezeugt”. Pflicht ihrer Nachfolger ist es, diesem Werk Dauer zu verleihen, “damit das Wort

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