Konklave 2013

Sedisvakanz: Riten und Historie

Die eigentlichen Verwalter der Kirche sind in der Sedisvakanz die Kardinäle

Die Sedisvakanz – die Zeit, in der der Stuhl Petri unbesetzt ist – ist eine Zeit, um viel über die Zukunft der Kirche nachzudenken. Wir haben hier auch den gegenteiligen Weg eingeschlagen und uns mit dem Historiker, Theologen und Journalisten Ulrich Nersinger über die Vergangenheit und die alten und neueren Riten der Sedisvakanz unterhalten.

Die eigentlichen Verwalter der Kirche sind in der Sedisvakanz die Kardinäle. Das ist im Prinzip der Ältestenrat des Papstes. Was können die Kardinäle in der Zeit der Sedisvakanz, und was können sie nicht? Die Kardinäle dürfen eigentlich recht wenig machen. Sie sind laut der Papstwahlverordnung daran gehalten, nichts an den geltenden Gesetzen zu ändern. Sie müssen sich voll und ganz an die bis zu diesem Zeitpunkt gültige Gesetzordnung halten. Sie dürfen auch die bestehenden Gesetze nicht grosszügig interpretieren. Das ist auch sinnvoll, weil wir sonst in eine chaotische Lage kämen.

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Letzter Kardinal vereidigt

Im Vatikan ist am Donnerstagnachmittag der letzte der erwarteten 115 Papstwähler eingetroffen

Wie Vatikansprecher Federico Lombardi mitteilte, wurde der vietnamesische Kardinal Jean-Baptiste Pham Minh Man zu Beginn der sechsten Generalkongregation vereidigt. Über den Termin des Konklavebeginns sei bislang noch nicht abgestimmt worden, so Lombardi. Bei der Nachmittagskonferenz hätten 16 Kardinäle das Wort ergriffen.

kna/rv 08.03.2013 pr

Asien/Vietnam: Fides-Dienst

Kardinal André Vingt-Trois, Erzbischof von Paris

Präsident der französischen Bischofskonferenz

Rom, 7. März 2013, zenit.org, Anne Kurian

Kardinal André Vingt-Trois, 70 Jahre alt, ist einer der vier französischen wahlberechtigten Kardinäle, die am Konklave teilnehmen und als „papabile“ gehandelt werden.

Am 24. November 2007 durch Benedikt XVI. in den Kardinalsstand erhoben und seit 2005 Erzbischof von Paris, ist Vingt-Trois zurzeit Präsident der französischen Bischofskonferenz.

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Welcher Kardinal ist papabile?

Angelo Kardinal Scola

Ein italienischer „Papabile“
Vatikanstadt,   , zenit.org

Angelo Kardinal Scola, Verfechter eines „demütigen“ und niemals „halbherzigen“ Christentums, verbindet mit Papst em. Benedikt XVI. eine 40-jährige tiefe Freundschaft. Die Zusammenarbeit der beiden hervorragenden Theologen verbindet man mit der Herausgabe der internationalen theologischen Zeitschrift „Communio“, aber auch mit Scolas Beratertätigkeit der Glaubenskongregation, als Kardinal Ratzinger noch deren Präfekt war. Kardinal Scola, verhältnismässig spät berufen, ist nie ein bequemer Glaubenszeuge gewesen.

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‚Wir sind total überwältigt und sehen die Grösse Gottes‘

Eine Gebetsinitiative verbreitet sich in atemberaubendem Tempo

UPDATE: Es sind bereits 344952 Adoptionen durchgeführt worden

„Adopt a cardinal“ lädt ein, sich für das kommende Konklave einen Kardinal zur Gebetsbegleitung zuteilen zu lassen. Julia Kleinheinz berichtet im kath.net-Interview. Von Petra Lorleberg

Pfaffenhofen, kath.net/pl, 4. März 2013

„Inzwischen gibt es um den kompletten Globus Beter. Das bedeutet, es ist sozusagen ein 24- Stunden-Gebet, in dem wir uns ohne Unterbrechung in der Fürbitte für die Kardinäle und in der Anbetung nach dem Himmel ausstrecken für ein geistgeleitetes Konklave.“

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Anwälte der Menschheit

Es sind die Politiker, die sich mehr den Menschen zuwenden müssen, nicht Papst und Bischöfe

Die Tagespost, 6. März 2013, von Stefan Rehder.

Man kann ihn kaum noch ertragen. Den anschwellenden Bocksgesang von Politikern, die mit Blick auf das bevorstehende Konklave eine den Menschen zugewandtere Kirche fordern. In Wirklichkeit ist niemand heute den Menschen – dem Einzelnen genauso wie der Masse – mehr zugewandt als die Kirche und ihre Hirten. Was auch nicht anders sein kann. Denn erst wer in jedem Menschen ein Kind Gottes zu erblicken vermag, für dessen Erlösung Gott Mensch wurde und sich am Kreuz hingab, dem verbietet es sich, sie nach Massstäben der Welt in Arme und Reiche, Junge und Alte, Gesunde und Kranke, Produktive und Unproduktive zu kategorisieren.

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US-Kardinal Timothy Dolan

Herzensveränderung ist wichtiger als Strukturveränderung

UPDATE

US-Kardinal Timothy Dolan: „Jesus hat uns zuallererst nicht dazu aufgerufen, Strukturen zu verändern, sondern uns von Gott innerlich verändern zu lassen.“

Vatikan, kath.net/CNA/EWTN/pl, 4. März 2013

„Jesus hat uns zuallererst nicht dazu aufgerufen, Strukturen zu verändern, sondern uns von Gott innerlich verändern zu lassen.“ Dies sagte Timothy Kardinal Dolan bei einer Predigt im Rahmen einer Messe für US-amerikanische Journalisten in den Katakomben des Petersdoms. Auch er selbst brauche die Veränderung durch „Bekehrung, Busse und geistliche Erneuerung“, um das „Herz des Evangeliums“ besser widerspiegeln zu können, erläuterte der 63-jährige Erzbischof von New York, der von vielen zu den „Papabiles“ gezählt wird.

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