Konklave 2013

Die Kardinäle – Kleriker der Ewigen Stadt

Gottesdienste in römischen Diakonien und Titelkirchen

In diesen Tagen feiern viele Kardinäle in ihren römischen Diakonien und Titelkirchen Gottesdienste. Von Ulrich Nersinger

Rom, kath.net, 11. März 2013

Da die Kirche in Rom in den ersten Jahrhunderten ihres Bestehens immer wieder Verfolgungen ausgesetzt war, mussten sich die Christen zu ihren Gottesdiensten in Privathäusern einfinden. Manche dieser Häuser wurden schon im dritten Jahrhundert den Gemeinden von reichen Christen ausschliesslich zum Gottesdienst zur Verfügung gestellt.

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Kardinäle feiern Gottesdienste in Titelkirchen

In Dutzenden der Titelkirchen haben Kardinäle an dem letzten Sonntag vor Konklave-Beginn Gottesdienste gefeiert

Neben Pfarreiangehörigen konnten sich auch Journalisten und Kamerateams aus aller Welt ein Bild von den möglichen Papstkandidaten machen. Im Tagesevangelium ging es an diesem Sonntag um den verlorenen Sohn und den barmherzigen Vater. Hier ein paar Eindrücke, zusammengestellt mit Material der italienischen Nachrichtenagentur Ansa und der Katholischen Nachrichten-Agentur.

Den Reigen eröffnete morgens um neun der bei Medien und Buchmachern als Favorit gehandelte Mailänder Kardinal Angelo Scola. In der Kirche “Santi Apostoli” betete er zunächst lange vor dem Madonnenbildnis im linken Seitenschiff, bevor er in die Sakristei ging.

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Luis Tagle – der Kardinal, der nicht Papst werden will

Er ist eines der erfrischendsten Gesichter der katholischen Weltkirche

Luis Kardinal Tagle von den Philippinen ist charismatisch, mutig und intelligent. Doch er betet dafür, nicht Papst zu werden. Von Paul Badde (Die Welt)

Vatikan, kath.net/Die Welt, 8. März 2013

Als Benedikt XVI. bei seinem Abschied am letzten Donnerstag auch manchem Freund und Brutus unter seinen Kardinälen freundlich die Hand schüttelte, fiel aus der langen Reihe des vornehmen Kollegiums besonders ein kleinerer Mann aus Asien auf, der dem scheidenden Oberhirten ein paar Worte ins Ohr flüsterte und dann so schallend in der Sala Clementina auflachte, dass sich viele nach ihm umdrehten.

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Timothy Michael Kardinal Dolan

Welcher Kardinal ist papabile?

Weitere Beiträge zu Kardinal Dolan
Apostolische Reise nach Amerika 2008

Vatikanstadt,  6. März 2013, zenit.org.,  Jan Bentz

“Wer mich für papabile hält, muss Marihuana geraucht haben.” So zitiert Paul Badde Timothy Michael Kardinal Dolan, den Erzbischof von New York und seit 2010 Präsident der Bischofskonferenz der USA, der sich seit längerem in Rom zum bevorstehenden Konklave aufhält, stets belagert von Fernsehleuten und Journalisten. Er ist der bekannteste der amerikanischen Kardinäle; im Jahr 2012 verzeichnete das “Time Magazine” ihn als einen der “100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt”.

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Welcher Kardinal ist papabile?

Marc Kardinal Ouellet

Vatikanstadt, 8. März 2013, zenit.org, Jan Bentz

In der Weltkirche zu Hause, siebensprachig, ständig auf Reisen, hochgebildeter Theologe, Ratzingerianer, mutiger Mahner und Verkünder: der Franko-Kanadier Marc Kardinal Ouellet (68) wird selbst in Rom aufgrund seiner Arbeitsleistung bewundert. Oft traf er mit Papst em. Benedikt XVI. zusammen, dessen Aufgaben er in einem Interview als “Albtraum mit einer riesigen Verantwortung” bezeichnete, für die sich keiner im Ernst bewerben könnte. Er ist einer der drei Kanadier, die am Konklave teilnehmen werden.

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Kardinal Ouellet

Konklave wird neue Zukunft für die Kirche öffnen

Andere sind wahrscheinlich geeigneter als ich

Ein Papst aus Asien, Afrika oder Amerika wäre keine Überraschung. Spekulationen über aussichtsreiche Kandidaten erteilte Ouellet eine klare Absage.

Vatikan, kath.net/CNS/jg, 8. März 2013

Das neue Konklave werde “eine neue Zukunft für die Kirche” eröffnen, sagte Kurienkardinal Marc Ouellet. Die Kardinäle stünden immer noch unter dem Eindruck des Amtsverzichts von Benedikt XVI. Sie würden die Bedeutung dieser aussergewöhnlichen Entscheidung und deren Auswirkung auf die Kirche nach wie vor erwägen, sagte der Präfekt der Kongregation für die Bischöfe.

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Kardinal Odilo Pedro Scherer

Persönlichkeiten des Konklaves

Apostolische Reise nach Brasilien 2007

Erzbischof von Sao Paulo, der grössten katholischen Stadt der Welt: Trotz ihrer Verdienste ist die Zeit der Befreiungstheologe vorbei, gefährliche Tendenz, den Glauben auf politische Ideologie zu verkürzen – prangert mit Benedikt XVI Relativismus an

Rom, kath.net/KAP. 9. März 2013

Der Kardinal der grössten katholischen Stadt der Welt wird nicht nur in lateinamerikanischen Medien, sondern längst auch in der italienischen “Repubblica” als “Papabile” gehandelt: Der Name Odilo Pedro Scherer (63), seit 2007 Erzbischof von Sao Paulo, grösster Ballungsraum in ganz Lateinamerika, findet sich in allen Favoritenlisten und Aufzählungen möglicher Top-Kandidaten des Konklaves an den vordersten Stellen.

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