Für Gott in die Einsamkeit
Kinderkatechese – Niklaus von der Flüe verließ Frau und Kinder, um ganz für Gott zu leben. Was kann sein Beispiel heute für uns bedeuten?
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Wer ist wer? | Die Tagespost
28.09.2025
Magdalena Rauter
Wenn du an den Heiligen Nikolaus denkst, kommen dir bestimmt lebkuchengefüllte Stiefel, Orangen und Nüsse und ein alter Mann mit Bischofsmütze und Stab in den Sinn. Doch hast du gewusst, dass die Kirche noch einen anderen heiligen Nikolaus kennt, dessen Fest wir am 25. September feiern?
Nikolaus von der Flüe – auch Niklaus oder Bruder Klaus genannt – lebte vor 600 Jahren in der Schweiz in einem kleinen Dorf in den Bergen. Er war Bergbauer und bewirtschaftete die Wiesen und Felder um seinen Hof, um seine große Familie zu ernähren – und das war keine kleine Aufgabe, denn er hatte zehn Kinder! Niklaus konnte weder lesen noch schreiben. Das war damals allerdings keine Seltenheit, denn im 15. Jahrhundert bekamen nur sehr wenige Menschen eine Schulausbildung. Trotzdem muss er ein intelligenter Mann gewesen sein, der als Offizier Soldaten anführte und später als Ratsherr, also als Politiker, wichtige Entscheidungen traf und Gesetze festlegte.
Papst nimmt Publikation über deutschsprachige Märtyrer entgegen
Papst Leo XIV. hat am Samstag eine neue Publikation über zeitgenössische christliche Märtyrer aus dem deutschsprachigen Raum entgegengenommen. Der Kirchenhistoriker Helmut Moll aus dem Erzbistum Köln, der als Märtyrer-Beauftragter für die Deutsche Bischofskonferenz tätig ist, überreichte das Werk dem katholischen Kirchenoberhaupt am Rande der Pilgeraudienz auf dem Petersplatz
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D: Prälat Moll dokumentiert die neuen Glaubenszeugen – Vatican News
Die Broschüre listet eine Reihe von Glaubenszeugen deutscher Sprache auf. Kurienkardinal Kurt Koch, Präfekt des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, unterstreicht in seinem Vorwort die globale Dimension der Christenverfolgung. Er konstatiert, dass 80 Prozent der Menschen, die wegen ihres Glaubens getötet würden, Christen seien. Der Kardinal kommt zu dem Schluss: “Der christliche Glaube ist in der heutigen Welt die am meisten verfolgte Religion.”
Christliche deutschsprachige Märtyrer (2000-2024)
“Am Ende des Zweiten und am Beginn des Dritten Jahrtausends [ist] die Christenheit erneut Märtyrerkirche geworden […], und zwar in einem unvergleichlichen Ausmaß”

Christliche deutschsprachige Märtyrer (2000-2024) – Dominus-Verlag
Beschreibung
“Am Ende des Zweiten und am Beginn des Dritten Jahrtausends [ist] die Christenheit erneut Märtyrerkirche geworden […], und zwar in einem unvergleichlichen Ausmaß.
Denn heute gibt es mehr christliche Märtyrer als bei den grausamen Christenverfolgungen in den ersten Jahrhunderten.
Achtzig Prozent aller Menschen, die heute wegen ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen.
Polen: Orthodoxe Kirche spricht Märtyrer von Katyn heilig
Der Hl. Synod der Polnischen Autokephalen Orthodoxen Kirche (PAOK) hat unter der Leitung von Metropolit Sawa (Hrycuniak) die Heiligsprechung der Märtyrer von Katyn beschlossen

Quelle
Denkmäler zur Erinnerung an das Verbrechen von Katyń | Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Vor 85 Jahren: Verbrechen von Katyń | Hintergrund aktuell | bpb.de
Polen: Orthodoxe Kirche spricht Märtyrer von Katyn heilig – religion.ORF.at
Simon Fedorońko und Gefährten – Ökumenisches Heiligenlexikon
Polen: Neue Hagia-Sophia-Kathedrale geweiht – religion.ORF.at
27. März 2025
Der Hl. Synod der Polnischen Autokephalen Orthodoxen Kirche (PAOK) hat unter der Leitung von Metropolit Sawa (Hrycuniak) die Heiligsprechung der Märtyrer von Katyn beschlossen. Im Entscheid des Hl. Synods werden drei orthodoxe Militärgeistliche namentlich genannt: Oberst Szymon Fedorońko, der oberster orthodoxer Seelsorger in der polnischen Armee war, Oberstleutnant Wiktor Romanowski und Major Włodzimierz Ochab. Zudem betrifft die Heiligsprechung auch “Geistliche und Laien, deren Namen wir kennen und deren Namen wir nicht kennen. Nur Gott, der Allmächtige, kennt sie.”
Leo XIV.: Möge Ukraine trotz Kriegstragödie im Glauben treu sein
Papst Leo hat um die Fürsprache eines neuen ukrainischen Seligen gebeten, “damit das geliebte ukrainische Volk trotz der Kriegstragödie mit Standhaftigkeit im Glauben und in der Hoffnung verharren kann”. Der Märtyrerpriester Peter Paul Oros, auf den sich der Papst bezog, wurde am selben Tag in Bilky in der Ukraine selig gesprochen
Quelle
Neuer Podcast: Spurensuche – Ukraine – Vatican News
Der aus der Eparchie Mukatschewo stammende Geistliche wurde 1953 aus Glaubenshass ermordet, führte der Papst aus. Er würdigte die Standhaftigkeit des griechisch-katholischen Priesters, der mit 38 Jahren starb: “Als die griechisch-katholische Kirche verboten wurde, blieb er dem Nachfolger Petri treu und übte seinen Dienst mutig im Verborgenen aus, obwohl er sich der Risiken bewusst war”, so Leo. Die Seligsprechungszeremonie in der 8.000 Einwohner zählenden westukrainischen Gemeinde Bilky leitet der polnische Kardinal Grzegorz Ryś, Erzbischof von Łódź.
Italien will Feiertag des hl. Franziskus wieder einführen
Das italienische Parlament stimmt demnächst über die Wiedereinführung des 4. Oktobers als landesweiten gesetzlichen Feiertag ab
Laut Medienberichten wurde die bereits für die abgelaufene Woche angesetzte Abstimmung auf die kommende Woche verschoben. Beantragt wurde die Wiedereinführung von der stärksten Regierungspartei, Fratelli d’Italia, sowie von kleineren Parteien. Gefeiert wird an diesem Datum der heilige Franz von Assisi, der als Nationalpatron Italiens verehrt wird.
Der 4. Oktober war 1977 zusammen mit weiteren kirchlichen Festen aus der Liste der gesetzlichen Feiertage gestrichen worden, um die nach der Ölkrise und infolge hoher Inflation notleidende italienische Wirtschaft anzukurbeln. Auch der Dreikönigstag, Fronleichnam und Christi Himmelfahrt wurden damals als nationale Feiertage abgeschafft.
Niklaus von Flüe: Mystiker und Schweizer Nationalheiliger
Eine Tafel aus der Amtlichen Luzerner Chronik von 1513 von Diebold Schilling dem Jüngeren, die die Ereignisse der Tagsatzung von Stans im Jahr 1481 illustriert. Oben: Ein Priester namens Heini am Grund besucht Niklaus von Flüe, um ihn um Rat zu bitten, wie die scheiternde Tagsatzung in Stans gerettet werden kann, wo sich die Delegierten der ländlichen und städtischen Kantone der Alten Eidgenossenschaft nicht einigen konnten und mit einem Bürgerkrieg drohten. Unten: Am Grund kehrt zur Tagsatzung zurück und berichtet von Niklaus’ Ratschlag, woraufhin die Delegierten einen Kompromiss schließen. Am Grund wird gezeigt, wie er einen Vogt zurückhält, der schon losziehen und die gute Nachricht verbreiten will: Niklaus’ Ratschlag bleibt bis heute geheim.
Quelle
heiligederschweiz.ch – Niklaus von Flüe
Gesellschaft & Religion – “Niklaus von Flüe zieht mich in die Tiefe” – Kultur – SRF
Von Alexander Folz
Redaktion – Donnerstag, 25. September 2025
Heute ehrt die katholische Kirche Niklaus von Flüe (1417–1487), den als “Bruder Klaus” bekannten Mystiker und Schweizer Nationalheiligen. Er durchlief eine radikale Lebenswende vom erfolgreichen Bergbauern, Politiker und zehnfachen Familienvater zum asketischen Einsiedler, der 19 Jahre lang ausschließlich von der Heiligen Kommunion und von Wasser lebte.


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