Mehr von den Familien lernen
Verunsicherungen nach der Bischofssynode: Ein Vorschlag zur Orientierung
Die Tagespost, 03. November 2014
Von Monika Metternich
Angesichts der Nachrichtenschwemme und Berichterstattung zur jüngst zuende gegangenen Familiensynode fühlt manch ein Katholik Beklemmungen. War (oder ist) das denn alles nicht so wichtig, was wir in Ehe und Familie leben und gelebt haben? Ist das alles überholt? Ändert die Kirche im fliegenden Wechsel ihre Lehre, so dass heute falsch ist, was gestern richtig war? Watscht tatsächlich sogar der Papst all diejenigen als „skrupulöse Traditionalisten“ ab, die manch spannenden „Überraschungen“ entsagt und oft genug das nicht immer butterweiche Brot der Treue geknabbert haben, sei es zum Ehepartner, sei es zu den Kindern, die zuweilen ganz anders taten oder sich entwickelten, als ihre Eltern es sich gewünscht hätten, sei es gegenüber den Verlockungen eines besseren und zuweilen gar glücklicheren Lebens?
Der Bischof als Esel des Bileam
„Schweigende Bischöfe sündigen, sagt Papst Gregor der Grosse!“
– Was bedeutet dies angesichts der Gender-Ideologie, die mit unvorstellbar viel Geld und von Gesetzen in vielen Staaten gestützt wird?
kath.net-Klartext von Bischof Andreas Laun
Salzburg, kath.net, 28. Oktober 2014
Lieber Leser! Wenn Sie mich einen Esel nennen, wäre ich nicht erfreut. Wenn Sie aber hinzufügen, Herr Bischof, ich sehe in Ihnen den „Esel des Bileam“, würde ich mich geradezu geehrt fühlen. Wie das? Gegenfrage: Kennen Sie die Geschichte dieses Esels des Bileam (Num 22,21ff)? Das war nämlich so:
‚Spiegel‘-Kolumne kritisiert ‚Sexualkunde‘
‚Spiegel‘-Kolumne kritisiert ‚Sexualkunde: Oralsex für Siebtklässler‘
Quelle: Text der vollständigen Kolumne
Jan Fleischhauer: „In ihrem Bemühen, das traditionelle Familienbild zu ersetzen, greift die Sexualpädagogik zu ungewöhnlichen Methoden: Die Fachleute empfehlen für den Unterricht die Beschäftigung mit Vibrator, Handschellen und Lederpeitsche.“
Hamburg, kath.net, 28. Oktober 2014
„In ihrem Bemühen, das traditionelle Familienbild zu ersetzen, greift die Sexualpädagogik zu ungewöhnlichen Methoden: Die Fachleute empfehlen für den Unterricht die Beschäftigung mit Vibrator, Handschellen und Lederpeitsche.“ Darauf weist „Spiegel“-Redakteur Jan Fleischhauer in einer Kolumne im Hamburger Nachrichtenmagazin hin. Er gesteht: „Für mich war neu, wie früh man in Deutschland mit der Einführung in das weite Reich der Sexualität beginnt, muss ich gestehen. Ich ging bislang davon aus, dass Kinder im Aufklärungsunterricht vor allem etwas über Verhütungsmittel lernen, um ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden.
Der Protest wird immer lauter
„Demo für alle“ in Stuttgart: Scharfe Kritik an rot-grünem Bildungsplan
Die Tagespost, 22. Oktober 2014
Von Peter Winnemöller
Mit 3 000 Teilnehmern stellte die „Demo für alle“ am Sonntag in Stuttgart einen neuen Rekord auf. Für die Familie, sowie für den Schutz der Kinder vor Sexualisierung und Ideologisierung in der Schule gingen Menschen aller Altersgruppen auf die Strasse. Sie waren trotz Bahnstreik und Ausfall aller S-Bahnverbindungen im Grossraum Stuttgart so zahlreich, dass kurz vor Beginn der Kundgebung der Schillerplatz gut gefüllt war. Bereits ab 12 Uhr hatte die Polizei den Platz gesperrt, um Demonstranten und Gegendemonstranten zu trennen. Auch während der Kundgebung und der Demonstration wurde diese Trennung aufrecht erhalten. Die wenigen, aber aggressiv und laut auftretenden linken Gegendemonstranten waren für die Teilnehmer hörbar, aber meist unsichtbar. Zum Schutz der Demonstration war ein Aufgebot von 500 Einsatzkräften der Polizei erforderlich.
Der ausgeschlossene heilige Johannes Paul II.
Der 22. Oktober ist der Gedenktag des heiligen Johannes Paul II.

Die Tagespost, 22. Oktober 2014
Von Joachim Kardinal Meisner
Das lange Pontifikat von Johannes Paul II. war theologisch und pastoral wesentlich akzentuiert von seiner Theologie von Ehe und Familie. Seine berühmten Mittwoch-Katechesen darüber bleiben unvergesslich. Das postsynodale Schreiben „Familiaris consortio“ ist unvergesslich und vieles mehr.
Bei einem Gespräch mit dem Heiligen Vater, kurz nach der Jahrtausendwende, sagte ich dem Heiligen Vater, er werde in die Geschichte eingehen als der Papst, der die politische Wende in Osteuropa wesentlich mitbestimmt hat. Der heilige Papst Johannes Paul II. protestierte dagegen und meinte, dass er in die Geschichte eingehen möchte, namentlich in die Kirchengeschichte, als der Papst, der für die Heiligung von Ehe und Familie eingetreten ist. Diesem Anliegen hat sein ganzes theologisches und pastorales Interesse gegolten und gilt es immer noch.
Familien beten mit dem Papst
Familien beten mit dem Papst: Tiefe Wurzeln machen stark für andere
Sie ist „Schule der Menschlichkeit ohnegleichen“ und „unerlässlicher Beitrag für eine gerechte und solidarische Gesellschaft“ – die Familie. Dies war die Botschaft des Papstes bei der Gebetsvigil mit Familien auf dem Petersplatz am Samstagabend.
„Und je tiefer ihre Wurzeln sind, umso mehr ist es im Leben möglich, hinauszugehen und weit zu gehen, ohne sich aufzureiben oder irgendwo als Fremder zu fühlen“, hielt der Papst vor Pilgern und Familien auf dem Petersplatz fest.
Papst an Europas Bischöfe
Papst an Europas Bischöfe: „Familie ist die Zukunft eures Kontinents“
Jedem Elternpaar muss das Recht gewährt werden, selbst für die Bildung der eigenen Kinder verantwortlich zu sein und darüber entscheiden zu können. Das hielt Papst Franziskus in einer Rede an die Vorsitzenden der europäischen Bischofskonferenzen im Vatikan fest. Franziskus empfing die Mitglieder des Rates der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) am Freitag. Diese tagten in Rom anlässlich ihrer jährlichen Vollversammlung. Der Papst bat Europas Bischöfe darum, sich um die Bedürfnisse und Lebenswirklichkeiten der Menschen von heute zu bemühen.





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