US-Vizepräsident: “Hilfsorganisationen verbreiten Atheismus”

Auf einem internationalen Treffen rechtfertigt Vizepräsident Vance den Schritt, für 90 Tage keine Gelder mehr an ausländische Hilfsorganisationen zu zahlen. Diese “verbreiten Atheismus” auf der Welt

Quelle
Deutsche Entwicklungshilfe in Sorge wegen Trumps Hilfe-Stopp – Vatican News
NGO einfach erklärt: Das sind Nichtregierungsorganisation
Katholische Hilfsdienste
Medizinische Teams International | Glaubensbasierte internationale medizinische Hilfe

Der amerikanische Vizepräsident James David Vance hat am Mittwoch den Schritt der US-Regierung verteidigt, für 90 Tage keine staatlichen Gelder mehr an im Ausland wirkende Hilfsorganisationen zu zahlen. Die Vereinigten Staaten werden kein Geld mehr an Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) zahlen, die “Atheismus verbreiten”. Dies sagte er auf einem jährlichen Treffen zur Religionsfreiheit mit Vertretern verschiedener Religionen.

“Die US-Administration ist der Überzeugung, dass man Religionsfreiheit nicht nur als Prinzip verstehen muss, sondern sie leben sollte, sowohl im Inland als auch im Ausland”, so der gläubige Katholik Vance. Leider hätten sich US-Initiativen, die die Religionsfreiheit voranbringen sollten, auf besorgniserregende Weise verändert.

“Denken Sie mal darüber nach: Wie kam man in den USA an den Punkt, Tausende von Steuergeldern an ausländische NGOs zu zahlen, die zum Ziel haben, weltweit Atheismus zu verbreiten? Das ist nicht, was wir uns unter dem Schutz der Gläubigen vorstellen, dies wird die neue US-Regierung nicht tolerieren”, erklärte Vance.

90 Tage keine Gelder

Zuvor hatte US-Präsident Trump angeordnet, 90 Tage lang keine Gelder an die US-Entwicklungshilfe zu zahlen. Nur noch Nahrungsmittel-Nothilfen werden finanziert. Damit folgt er der Anweisung seines Beraters, Tech-Milliardär Elon Musk. Musk leitet ein inoffizielles Beratergremium, dass der US-Regierung Spar-Tipps gibt. In diesen 90 Tagen soll überprüft werden, welche Projekte weiter finanziert werden sollen.

Bisher hat die amerikanische Entwicklungsbehörde 40 Milliarden Dollar jährlich zur Verfügung gestellt – sie ist damit der größte Geldgeber für Hilfswerke weltweit. Viele Organisationen machen sich jetzt Sorgen um ihren Fortbestand.

Katholische Hilfsorganisationen

Mit über vier Milliarden Dollar fließen die meisten Gelder an die katholische humanitäre Hilfsorganisation “Catholic Relief Services”. Diese hilft armen und bedrohten Menschen, sichert ihr Überleben, unterstützt mit Bildung und schafft Zukunftsperspektiven. Damit reduziert sie Push-Faktoren, die Menschen zur Flucht zwingen, unter anderem in die USA. Besonders betroffen sind auch Nicht-Regierungs-Organisationen, die sich für religiöse Freiheit einsetzten.

Wie Vance betonte, sei Religionsfreiheit der “Grundstein für die Gesellschaft in den Vereinigten Staaten und weltweit.” Diese müsse man schützen. Er lobte die Maßnahmen der neuen Regierung, Ärzten zu erlauben, Abtreibungen aus Gewissensgründen nicht durchzuführen.

Christen engagieren sich weiter

Trotz der Einschränkungen wollen Hilfsorganisationen weiterarbeiten. Die Sprecherin von “Medical Teams International”, einer NGO, die armen Menschen medizinische Hilfe zukommen lässt, meint: “Als Christen sind wir in der Verantwortung, die Würde aller Menschen zu schützen.” Deshalb werde man erstmal auch unbezahlt weiterarbeiten.

Nach seiner Rede verließ Vance die Bühne zu dem Song “America First”.

osv news/vatican news – ms. 6. Februar 2025

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

Themen

Vereinigte Staaten
Solidarität
Hilfswerke
Liebe
#zurfluchtgezwungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Die drei Säulen der röm. kath. Kirche

monstranz maria papst-franziskus

Archiv

Empfehlung

Ausgewählte Artikel