Save the Children

Save the Children: 2.500 Kinder sterben auf hoher See

Quelle
Kreuzweg: Vatikan
Save the Children
Gottes tröstende Zusage in dieser schwierigen Zeit: Der Herr ist mein Hirte

Ohne massive Hilfe Europas werden in diesem Jahr etwa 2.500 Kinder im Mittelmeer ums Leben kommen, das sagt die Hilfsorganisation “Save the Children”. Sie stützt sich für diese Aussage auf die aktuellen Flüchtlingszahlen. “Save the Children” ruft den EU-Sondergipfel zum Thema “Flüchtlingspolitik” an diesem Donnerstag in Brüssel dazu auf, Such- und Rettungsoperationen für die Flüchtlinge auf dem Mittelmeer erneut zu starten.

“Jedes Kind, das auf hoher See stirbt, ist ein Kind zu viel. Und diese Toten können verhindert werden, sagt Sarah Tyler, Sprecherin von “Save the Children”, im Interview mit Radio Vatikan. Sie war vor ein paar Tagen bei der Ankunft von etwa 450 Migranten im Hafen von Augusta auf Sizilien dabei. Unter den Flüchtlingen waren 95 Frauen und fast sechzig Minderjährige, ausserdem drei schwangere Frauen und vier Menschen, die direkt ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

“Wir waren überrascht, wie viele Kinder an Bord waren. Ich habe mit einer Mutter gesprochen: Sie kam mit drei Kindern im Alter von neun, sechs und dreieinhalb Jahren nach Italien. Sie erzählte mir, dass sie durch den Sudan gereist sind und Gott danken, dass sie es bis nach Italien geschafft haben. Sie sagte: “Wir sind nach Italien geflohen, um die Leben unserer Kinder zu retten”.“ Insgesamt seien sie fünf Monate lang unterwegs gewesen.

“Save the Children” befürchtet, dass mindestens 2500 Minderjährige in diesem Jahr auf dem Mittelmeer sterben, wenn die EU die Such- und Rettungsmission nicht wieder aufnimmt. Tyler erinnert daran, dass die Mare-Nostrum-Mission im November des letzten Jahres endete und das aktuelle Grenzschutzprogramm Frontex nicht in erster Linie dazu bestimmt sei, Leben zu retten. “Jedes Kind, das auf hoher See stirbt, ist eines zu viel. Und das Tragische daran ist, dass diese vielen Toten verhindert werden können.”

Die ankommenden Flüchtlinge erzählen ihre Geschichten. Vor allem die Kinder und Jugendlichen sprechen davon, wie sie in Libyen gefangen gehalten wurden, bei Vergewaltigungen von Frauen und Kindern und Gewalt gegenüber anderen Gefangenen zusehen mussten, und wie sie Hunger und Durst litten. “Sie beschreiben Libyen als die Hölle,“ so Tyler. “Jeder Tag, jede Stunde, die verstreicht, ohne dass die Europäische Union eine Entscheidung fällt, ist verlorene Zeit, durch die mehr und mehr Kinder sterben. Dies gilt es zu verhindern!“

rv 23.04.2015 fs

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