„Geniestreich mit Schönheitsfehlern“
Bis heute verbindet man mit G. K. Chesterton die Father-Brown-Krimis
G.K. Chesterton: Weitere Beiträge
Der Mann der Donnerstag war
Doch auch sein Roman „Der Mann, der Donnerstag war“ macht ihn trotz einiger Schwächen zum grossen Schriftsteller. Eine literarische Entdeckungsreise lohnt sich sehr.
Von Michael Hanke
Die Tagespost, 28. Januar 2015
Gilbert Keith Chestertons (1874–1936) Ruhm ist unlöslich mit dem seines berühmtesten Helden verbunden. Denn wer denkt bei der Nennung des Namens Chesterton – in seiner englischen Heimat schlicht G.K.C. – nicht sogleich an Father Brown, jenen kleinen katholischen Geistlichen, der uns mit seiner „komischen Mischung aus Plattheit und heiliger Einfalt“, bereits in der ersten der ihm gewidmeten fünfzig Geschichten, „Das blaue Kreuz“, zunächst zum Lachen, dann aber zum Nachdenken bringt?
Zeit der Neuevangelisierung UPDATE
„Neue Evangelisierung“. Die Bedeutung einer Definition (Ausschnitt)
„Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie hören, wenn niemand verkündigt?“ (Röm 10, 14)
Auch wenn die Rede von der „neuen Evangelisierung“ sicherlich verbreitet und auch angenommen ist, bleibt dieser Begriff doch einer, der erst vor kurzem im Gesamt des kirchlichen und pastoralen Nachdenkens aufgetaucht ist, und dessen Bedeutung daher nicht immer klar und fest umrissen ist. Der Begriff wurde erstmals von Papst Johannes Paul II. während seiner ersten Polenreise benutzt, und zwar zunächst ohne eine besondere Gewichtung und auf eine Art und Weise, die zunächst nicht erkennen liess, welche Rolle der Begriff in der Folge bekommen sollte.
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Betrachtungen und Skizzen UPDATE
Gilbert Keith Chesterton
Kurzbeschreibung
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936) war nicht nur Erzähler, Biograph und streitbarer Publizist; zeitlebens pflegte er auch die Form, mit der er sich schon als junger Autor rasch einen Namen gemacht hatte: den Zeitungsessay, dem er eine ganz eigentümliche Prägung verliehen hat. In diesen Betrachtungen und Skizzen widmet Chesterton sich scheinbar den ganz kleinen Dingen: Reiseerlebnissen, Alltagsbeobachtungen und bizarren Begebenheiten, denen er ungewöhnliche und oft überraschende Deutungen abgewinnt, verblüffende Assoziationen oder Paradoxien. Das vermeintliche Spiel wird freilich nie zum Selbstzweck, denn Chesterton findet
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