1. Amtsjahr: Lateinamerikas Kirche würdigt Friedenskurs von Papst Leo
Anlässlich des ersten Jahrestages der Wahl von Papst Leo XIV. haben kirchliche Würdenträger aus Peru und Argentinien die Ausrichtung seines Pontifikats analysiert. Kardinal Carlos Castillo, Erzbischof von Lima und Primas von Peru, bezeichnete die Wahl des ehemaligen Missionars Robert Prevost als Ergebnis einer Suche nach einer Persönlichkeit, die den aktuellen globalen Herausforderungen begegnen könne. Castillo sieht in dem Amtsinhaber eine Kontinuität zum Wirken seines Vorgängers Franziskus
Quelle
Ein Jahr Papst Leo: Würdigungen und Bilanzen – Vatican News
Mario Galgano – Vatikanstadt
In seinen Ausführungen verwies der Kardinal auf die Zeit des Papstes als Missionar in der peruanischen Diözese Chiclayo. Diese Erfahrung mit benachteiligten Bevölkerungsgruppen bilde die Grundlage für das gegenwärtige petrinische Amt. Laut Castillo zielt das Handeln von Leo XIV. darauf ab, eine Form des Friedens zu praktizieren, die auf Dialog und gegenseitigem Zuhören basiert. Der Papst leite dazu an, Egoismus zu überwinden und Solidarität sowie Gerechtigkeit in der Gesellschaft zu fördern. „Möge der Herr uns immer mit dem friedensstiftenden und missionarischen Zeugnis von Papst Leo XIV. segnen, damit wir gemeinsam im Dienst der Gesellschaft gehen, um die Welt zu verbessern und zu befrieden“, erklärte der Erzbischof von Lima.
Ein Jahr mit Leo: Zeugen des Evangeliums durch Einheit
Der rote Faden des Lehramtes von Leo XIV. über die Mission und die Worte Jesu: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.“
Quelle
Ein Jahr mit Papst Leo XIV.: Vatikan-Journalist Rudolf Gehrig blickt zurück
Andrea Tornielli – Vatikanstadt
Die beiden stets wiederkehrenden Hauptthemen im ersten Pontifikatsjahr von Leo XVI., der weiterhin um das Gebet in eben diesen Anliegen bittet, waren: „Frieden“ und „Einheit der Kirche“. So wie sich das Thema des Friedens aufgrund der Zunahme sinnloser Kriege und der fortschreitenden Aushöhlung des Völkerrechts als dringliche Notwendigkeit herausgestellt hat, ist die Einheit der Kirche ein roter Faden, der sich durch das gesamte Lehramt des in Chicago geborenen Bischofs von Rom zieht, der in Peru als Missionar tätig war. Die Art und Weise, wie Leo seine Aufrufe zur Einheit derer, die an Christus glauben, wiederholt hat, ist besonders bedeutsam und hat nichts mit dem Bedürfnis nach „Normalität“ oder Beschaulichkeit zu tun, die Unterschiede besänftigt und Gegensätze verwässert.


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