Ukraine: Kirchen verurteilen Angriff auf UNESCO-Weltkulturerbe in Lviv
Am Dienstag hat ein Angriff russischer Drohnen das historische Zentrum der westukrainischen Stadt Lemberg getroffen. Nach offiziellen Angaben wurden dabei 27 Menschen verletzt. Die UNESCO drückte am darauffolgenden Mittwoch ihre „tiefe Besorgnis“ über die Schäden an der Infrastruktur und die Gefährdung der Bewohner aus. Besonders betroffen ist die St.-Andreas-Kirche, ein Barockbau des 17. Jahrhunderts, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt
Quelle
St.-Andreas-Kirche (Lwiw) – Wikipedia
Apostolische Exarchie für katholische Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland und Skandinavien
„Vergesst uns nicht“: Ukrainischer Erzbischof Mokrzycki sendet Hilferuf in den Westen
Mario Galgano – Vatikanstadt
Bohdan Dzyurakh, Exarch der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche in Deutschland, bezeichnete die jüngsten Angriffe im Interview mit Radio Vatikan als Beleg dafür, dass für das „Kremlregime keine Grenzen mehr“ bestünden. Weder das menschliche Leben noch das kulturelle Erbe stellten ein Hindernis für die Fortsetzung der „barbarischen Angriffe“ dar.
Dzyurakh sieht in der Eskalation eine gezielte Strategie: „Terrorismus ist leider zu staatlicher Politik Russlands geworden.“ Er beobachte eine Vermehrung der Angriffe auf zivile Einrichtungen, Schulen und Kirchen insbesondere dann, wenn die russische Armee an der Front keine Erfolge erziele. Ziel sei es, die Zivilbevölkerung zu „demoralisieren und die Widerstandskraft zu brechen“. Diese Entwicklung sei eine Fortsetzung nicht aufgearbeiteter kommunistischer Herrschaftsstrukturen der vergangenen Jahrzehnte.
Warnung vor Angriffen auf religiöse Stätten
Vertreter des Heiligen Stuhls bei UN in Genf warnt vor Angriffen auf religiöse Stätten
Der Sieg der Bolschewiki
Mit der Oktoberrevolution 1917 beendeten die Bolschewiki das demokratische Experiment, um im nachfolgenden Bürgerkrieg ihre Macht zu behaupten…
Papst empfängt Litauens Premierministerin Ruginienė
In einer Phase anhaltender globaler Instabilität hat Papst Leo XIV. an diesem Samstag die litauische Premierministerin Inga Ruginienė zu einer Privataudienz im Apostolischen Palast empfangen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die verheerenden Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten sowie die dringende Suche nach diplomatischen Lösungen zur Beendigung des Blutvergießen
Nach dem persönlichen Austausch mit dem Papst traf die Regierungschefin Litauens mit Erzbischof Paul Richard Gallagher zusammen, dem Sekretär für die Beziehungen mit den Staaten und Internationalen Organisationen.
Würdigung des kirchlichen Engagements
In einer offiziellen Pressemitteilung des Heiligen Stuhls wurden die „guten bilateralen Beziehungen“ zwischen dem Vatikan und Litauen hervorgehoben. Das Treffen im Staatssekretariat verlief laut Bericht in einer herzlichen Atmosphäre. Dabei wurde insbesondere der „positive Beitrag der katholischen Kirche für die Würde des Menschen und das Gemeinwohl der Gesellschaft“ gewürdigt.
Moskaus Generalvikar: „Gerechter und dauerhafter Frieden“ nötig
„Die Gewalt muss zu einem Ende kommen, es braucht einen gerechten und dauerhaften Frieden“: Das hat, vier Jahre nach Beginn des russischen Großangriffs auf die Ukraine, der römisch-katholische Generalvikar von Moskau im Interview mit Radio Vatikan gesagt
Angesichts „unzähliger verlorener Menschenleben“ sei die einzig denkbare Perspektive „ein gerechter und dauerhafter Frieden“, sagte Pater Kirill Gorbunov im Gespräch mit Vatican News am Freitag.
Unterschiedliche Reaktionen
Gefragt nach der Stimmungslage in der russischen Gesellschaft schilderte der Generalvikar der Erzdiözese der Mutter Gottes unterschiedliche Reaktionen. Manche Menschen verdrängten die Realität des Krieges. „Viele ziehen es vor zu sagen: Wir können nichts beeinflussen, also tun wir so, als ob nichts geschieht“, sagte Gorbunov. Die Hoffnung auf eine Rückkehr zur früheren Normalität sei jedoch „unmöglich“.


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