Massengrab Mittelmeer
„Papstkritik wohl platziert“
IOM Deutschland
In den letzten 15 bis 20 Jahren sind 21.000 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer umgekommen. Diese erschreckende Zahl gab jetzt der Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration (OIM), William Lacy Swing, im Gespräch mit der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ bekannt. Allein Anfang Oktober kamen bei einem Schiffbruch vor Lampedusa über 360 Migranten ums Leben, am vergangenen Freitag riss das Meer vor Italiens Küste wieder 34 Menschen mit in den Tod. Angesichts der zahlreichen Boote, die sich in diesen Tagen Richtung Europa aufmachen, muss erste Priorität sein: Leben retten. Das unterstreicht William Lacy Swing im Gespräch mit Radio Vatikan.
Italien: Staatsbegräbnis für Lampedusa-Tote
Die Todesopfer von Lampedusa werden in Italien ein Staatsbegräbnis erhalten
Das hat Ministerpräsident Enrico Letta jetzt angekündigt. Der Vorschlag zu dieser Geste stammte von Andrea Riccardi, dem Gründer der katholischen Basisgemeinde Sant´Egidio. Die Opfer hätten ein Recht auf ein solches Begräbnis, sagte Letta bei einem Besuch auf der Mittelmeerinsel gemeinsam mit EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso und EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström. Wie Barroso während des Lampedusa-Besuches ankündigte, werde Italien für die Aufnahme der Flüchtlinge weitere 30 Millionen Euro aus Brüssel erhalten. Der Notstand von Lampedusa betreffe ganz Europa.
dw/pm 09.10.2013 gs
„Identitäten für, nicht gegen etwas schaffen“
Vatikan
Päpstlicher Rat für Seelsorge der Migranten und Menschen unterwegs
Der Päpstliche Rat für Migranten hat die Papstbotschaft zum Welttag der Migranten an diesem Dienstag der Presse vorgestellt. Einer der anwesenden Journalisten fragte bei dieser Gelegenheit Kardinal Antonio Maria Vegliò, den Präsidenten des Rates, was aus vatikanischer Sicht vom Tessiner Votum zur Burka zu halten sei. Das Stimmvolk des Kantons hatte am Sonntag mit fast zwei Drittel Ja-Stimmen dem Verbot der islamischen Ganzkörperverschleierung zugestimmt. Kardinal Vegliò:
„Das sind interne Fragen, Fragen der Sicherheit, die keinen religiösen Gehalt haben. Dass die Stimmbürger die Burka nicht wollen, heisst nicht, dass sie gegen den Islam sind.“
„Haltungswandel der westlichen Welt gegenüber Migranten“
Papst: „Migranten sind keine Figuren auf dem Schachbrett der Menschheit“
Papst Franziskus hat zu einem Haltungswandel der westlichen Welt gegenüber Migranten aufgerufen.
Verteidigung und Angst, Desinteresse und Ausgrenzung dürften nicht länger den Umgang mit Flüchtlingen bestimmen, so der Papst in seiner Botschaft zum Welttag der Migranten, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Allein eine „Kultur der Begegnung“, das Gegenstück zu einer „Wegwerf-Mentalität“ im Umgang mit Migranten, vermöge eine gerechtere und brüderlichere Welt aufzubauen, so der Papst. In einer Twitter-Botschaft fasste er seine Aussagen so zusammen: „Bitten wir den Herrn, ein Gespür dafür zu bekommen, das uns die Armen mit Verständnis und Liebe, ohne Berechnung und Furcht sehen lässt.“ Franziskus hatte seine erste Reise als Papst überhaupt auf die italienische Flüchtlings-Insel Lampedusa unternommen.
„Tourismus und Wasser“
„Unsere gemeinsame Zukunft schützen“
UNWTO
Regionales Informationszentrum
greentravel
Zum Welttag des Tourismus sind viele katholische Diözesanmuseen und Schatzkammern kostenfrei geöffnet
Bonn, 23. September 2013, zenit.org
Am 27. September 2013 ruft die Welttourismusorganisation der UNO zum Welttag des Tourismus auf, der in diesem Jahr unter dem Leitwort „Tourismus und Wasser: unsere gemeinsame Zukunft schützen“ stattfindet.
Das Geld ist der Kot des Satans
Franziskus-Perle des Tages
Quelle
Der Götzendienst am Geld macht das Denken krank und lässt vom Glauben abirren. Erst Reichtum, dann Eitelkeit, schliesslich Hochmut: die Sprache des Teufels. Von Armin Schwibach
Rom, kath.net/as, 20. September 2013
Das Geld macht das Denken und den Glauben krank. Es führt ab Abwege. Der Götzendienst am Geld verursacht Übel wie die Eitelkeit und den Stolz, die den Menschen gleichsam auf manische Weise diesen müssigen Dingen verfallen lassen. Dies betonte Papst Franziskus nach dem Bericht von „Radio Vaticana“ in seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“.
Schönborn und Küng beten für Opfer und Angehörige
Amoklauf
Rosenkranz
Rosenkranzbeten
Bischöfe tief erschüttert über Bluttat in Niederösterreich mit fünf Toten
Wien-St.Pölten, kath.net/KAP, 18. September 2013
Die Bischöfe Christoph Schönborn (Wien) und Klaus Küng (St. Pölten) haben sich tief erschüttert über den Amoklauf eines mutmasslichen Wilderers in Niederösterreich gezeigt, der letztlich fünf Menschen das Leben kostete.
Kardinal Schönborn hatte in seiner Stellungnahme am Dienstagnachmittag die getöteten Einsatzkräfte und ihre Angehörigen seines Gebets versichert.


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