Papst Leo XIV. bei Vereidigung der Schweizergarde
Papst Leo XIV. bei Vereidigung der Schweizergarde – Ein historisches Zeichen – Zum ersten Mal seit 1968 war am Samstag, 4. Oktober 2025, wieder ein Papst persönlich bei der Vereidigungsfeier der neuen Schweizergardisten im Vatikan anwesend. Im Damasushof des Apostolischen Palastes schworen 27 junge Männer aus der ganzen Schweiz ihren Eid auf Papst Leo XIV. – und dieser dankte ihnen mit bewegenden Worten
Mario Galgano – Vatikanstadt
Die Zeremonie begann traditionell mit dem feierlichen Einmarsch der Gardisten in voller Uniform. Kommandant Christoph Graf erinnerte in seiner Ansprache an die historische Dimension: “Vor 57 Jahren, im Jahr 1968, nahm Papst Paul VI. zum letzten Mal persönlich an der Vereidigungszeremonie teil. Im Namen der Päpstlichen Schweizergarde, Ihrer Garde, danke ich Ihnen von Herzen für Ihr Vertrauen und für Ihre wertvolle und sehr willkommene Anwesenheit bei diesem denkwürdigen Anlass.”
Papst Leo XIV. über Migration: Versöhnung statt Ohnmacht
Papst Leo XIV. hat sich an diesem Donnerstag, 2. Oktober, in einer Audienz an die Teilnehmenden der internationalen Konferenz “Flüchtlinge und Migranten in unserem gemeinsamen Haus” gewandt. Er mahnte, den Herausforderungen von Migration mit Versöhnung und Hoffnung zu begegnen
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Quelle
Wortlaut: Papstbotschaft zum Thema Flüchtlinge – Vatican News
Welttag der Migranten
In Vorbereitung auf das Jubiläum der Migranten anlässlich des Heiligen Jahres, vom 4. bis 5. Oktober, findet derzeit die Konferenz “Flüchtlinge und Migranten in unserem gemeinsamen Haus” statt. Sie markiert den Beginn einer dreijährigen Initiative, zu der zwischen dem 1. und 3. Oktober mehr als 255 Vertreter aus über 40 Ländern zusammenkommen, „um den drängenden Realitäten von Migration und Vertreibung zu begegnen.“ Federführend unter der Villanova-Universität Pennsylvania, an der auch Papst Leo XIV. studierte, beteiligen sich Hochschulen, NGOs und Gemeindepartner an dem Projekt. Ziel ist es, gemeinsam mit Betroffenen sowie Vertretern aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft eine nachhaltige Lösung für Migranten und Flüchtlinge zu finden.
Papst Leo: “KI kann keinen Arzt ersetzen”
Papst Leo XIV. hat Ärzte daran erinnert, dass der direkte Kontakt zum Patienten durch schlechthin nichts zu ersetzen ist. Das sagte er am Donnerstag bei einer Audienz für einen lateinamerikanischen Ärzteverband
Quelle
An die Vertreter der “Confederación Médica Latinoiberoamericana y del Caribe” (CONFEMEL) – Aktivitäten-Kalender | Vatican.va
“Dialog, Kommunikation und physischer Kontakt müssen in der therapeutischen Beziehung immer präsent sein, über die technischen Hilfsmittel und Geräte hinaus”, so der Papst.
Auch an den biblischen Erzählungen über Wunder Jesu falle auf, dass es da nicht um “mechanische Gesten” gehe. Vielmehr stelle Jesus zu denen, die ihn um eine Heilung bäten, eine persönliche Beziehung her.
“Ich lade euch ein, die Bedeutung der Beziehung Arzt-Patient weiter vor Augen zu haben”
“Förderung ganzheitlicher Entwicklung”
Safeguarding bei Papst Leo “Förderung ganzheitlicher Entwicklung”

Quelle
Zollner: Leo XIV. ist für Safeguarding sensibilisiert – Vatican News
Der Safeguarding-Experte Hans Zollner sieht bei Papst Leo einen ganzheitlichen Ansatz im kirchlichen Umgang mit Missbrauch und Betroffenen. Das legte der deutsche Jesuit jetzt in einem Interview mit dem US-amerikanischen Online-Magazin Crux dar.
Sein Team am IADC-Safeguarding-Institut in Rom fühle sich durch Leo XIV. “positiv bestätigt”, so Zollner in dem Interview von Crux. In seinem jüngsten Gespräch mit der US-amerikanischen Vatikan-Korrespondentin Elise Ann Allen habe der Papst Schutzmaßnahmen als Teil der Förderung einer ganzheitlichen Entwicklung des Menschen begründet. Leo XIV. gehe es nicht “bloß” um den Kampf gegen Missbrauch, sondern einen breiten Ansatz, so Zollner sinngemäß. “Dazu gehört auch die Frage nach einem Umgang mit Tätern im Einklang mit der christlichen Morallehre, ohne Strafe, Sühne, Buße und Vergebung gegeneinander auszuspielen”, ergänzte der IADC-Direktor.
Radio-Akademie im Oktober: Wer war Leo XIII.?
Wer war Leo XIII.? Diese Frage stellen sich spätestens seit der Wahl seines Namensnachfolgers Leo XIV. viele Menschen. Ein einstmals „vergessener“ Papst ist somit wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt

Quelle
Leo XIV. erklärt Namenswahl: Sozialer Papst für eine neue Zeit – Vatican News
Leo XIII.: Papst und Staatsmann – Jörg Ernesti
Papst Leo XIII. (87)
Papst Leo XIV. (260)
Und an Facetten gibt es viele zu entdecken an diesem Papst, der 1878 in einer heiklen politischen Lage eigentlich für ein Übergangspontifikat angetreten war, das sich aber letztlich als drittlängstes der Kirchengeschichte entpuppte.
Wichtige Weichenstellungen
Leo XIII. starb 1903 mit 93 Jahren – bis heute ist er damit der älteste amtierende Papst geblieben.


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