Ideologische NGOs stören ‘Vatikanverhöre’ bei UNO
Lombardi: Ideologische NGOs stören ‘Vatikanverhöre’ bei UNO
Quelle
Erste Sitzung der Kommission für Kinderschutz: Transparenz im Kampf gegen Missbrauch
Vatikansprecher: Bei UN-Anhörungen des Vatikans werden “nicht selten Fragen gestellt, die nicht direkt mit dem Text der Konvention zu tun haben”
Vatikanstadt, kath.net/KAP, 3. Mai 2014
Vatikansprecher P. Federico Lombardi (Bild) hat die Absichten “ideologisch ausgerichteter NGOs” vor der UNO in Genf kritisiert. Lombardi äusserte sich, da am kommenden Montag und Dienstag der Vatikan vor dem Anti-Folter-Komitee der UNO angehört wird.
Dem Papst dienen, sich nicht des Papstes bedienen“
Kardinal Müller
Der Papst darf nicht für eigene Ziele vereinnahmt werden, es ist unter anderem die Aufgabe der Glaubenskongregation, genau für einen solchen Schutz zu sorgen. Das sagt im Interview mit Radio Vatikan der Präfekt der Kongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller. Ganz aktuell wird das in der gegenwärtig von Papst Franziskus angestossenen Debatte zu Ehe und Familie, die in zwei Bischofssynoden münden wird. Die Kongregation stehe für die Wahrheit des Glaubens und dafür, dass es keine Engführung auf ein Thema oder eine einzige Antwort gebe, so Müller. In den Medien werde ganz bewusst ein Gegensatz zwischen ihm und dem Papst konstruiert, beklagte er, dabei sei es auch die Aufgabe seiner Kongregation, dafür zu sorgen, dass der Papst nicht vereinnahmt werde, “dass wir dem Papst und der Kirche dienen und nicht uns des Papstes bedienen.”
Benedikt, Familienkrise, Kirche
Papst-Interview im “Corriere della Sera”
Lob für seinen Vorgänger, “Humanae vitae” und die orthodoxe Theologie
Rom, Die Tagespost/aho/kath.net, 5. März 2014
Papst Franziskus hat erneut ein Interview gegeben. In der italienischen Tageszeitung “Corriere della Sera” äusserte er grosses Lob für Papst Benedikt XVI., Papst Paul VI. und die Enzyklika “Humanae vitae”. Ausserdem sprach er über seinen Führungsstil, die Krise der Familie und die Bedeutung Mariens für die Kirche.
Neuer Vatikan-Wirtschaftsminister
Neuer Vatikan-Wirtschaftsminister freut sich auf seine Aufgabe
Vatikansprecher Lombardi: Rolle des IOR weiterhin ungeklärt
Der australische Kardinal George Pell findet sein neues Amt als Leiter des neuen vatikanischen Wirtschaftsministeriums “eine enorme Aufgabe”.
Das sagte er am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenagentur afp. Er freue sich aber über das Vertrauen des Papstes, so der bisherige Erzbischof von Sydney. Das bisherige Finanzsystem des Vatikans habe “viele Probleme und Skandale” hervorgebracht, “weil es viele Unklarheiten bezüglich Kompetenzen” gegeben habe, so Pell. Dies sei in den bisherigen Untersuchungsberichten hervorgehoben worden. Pell will vor allem auf die Stimme von Wirtschafts- und Finanzexperten hören.
Päpstliche Kinderschutzkommission
Opferschutz im Mittelpunkt
Quelle
Vatikan: Missbrauch von Minderjährigen. Stellungnahme der Kirche
Jesuit Zollner: Kirche muss Missbrauchsfälle der Vergangenheit “noch klarer aufarbeiten und offener kommunizieren”.
Hamburg-Vatikanstadt, kath.net/KAP, 20. Februar 2014
Die neue vatikanische Kinderschutzkommission will mit ihrer in Kürze beginnenden Arbeit vor allem die Opferbetreuung verbessern. “Die Kommission soll dem Schutz von Kindern und Jugendlichen dienen und unter anderem Modelle pastoraler Hilfe für Missbrauchsopfer entwickeln”, sagte der Jesuit und Psychologieprofessor an der päpstlichen Universität Gregoriana, Hans Zollner, im Interview mit der Hamburger “Zeit”.
“Das ist ein Angriff gegen die katholische Kirche!”
Geis: UNO-Komitee will die katholische Kirche an den Pranger stellen
Norbert Geis (CSU) weist die Kritik der UNO an der katholischen Kirche scharf zurück: “Das ist ein Angriff gegen die katholische Kirche!”
Köln, kath.net/KNA/red, 7. Februar 2014
“Das ist ein Angriff gegen die katholische Kirche!” Der frühere CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis hat die Kritik der UNO an der katholischen Kirche scharf zurückgewiesen. Keine Institution weltweit habe sich so umfassend wie der Vatikan mit der Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs befasst und Abhilfe geleistet, sagte das Mitglied im Kuratorium des Forums Deutscher Katholiken am Donnerstag im Deutschlandfunk.
UN-Kritik sorgt für Empörung
Die Kritik des UN-Kinderrechtskomitees am Vatikan hat für Empörung in der Kirche gesorgt
“Das ist ein Angriff gegen die katholische Kirche”
Die Tagespost, 7. Februar 2014
Von Markus Reder
Die Kritik des UN-Kinderrechtskomitees am Vatikan hat für Empörung in der Kirche gesorgt. Das ist mehr als verständlich. Nicht nur die Einseitigkeit, mit der der UN-Bericht die Aufarbeitungsbemühungen der katholischen Kirche behandelt, verärgert, sondern auch die offensichtliche Ignoranz gegenüber bereits getroffenen Massnahmen. Da wird ein Zerrbild gezeichnet, das die Kirche einmal mehr als Sündenbock dastehen lässt. Als solcher wird sie mit dem Thema Missbrauch nun wieder durch die Medien getrieben. Es stimmt, in der Kirche sind entsetzliche Dinge geschehen. Täter wurden geschützt, man hat verharmlost, weggesehen, geschwiegen und vertuscht. Damit hat man sich ein zweites Mal an den Opfern versündigt. Richtig ist aber auch: Nach dem Entsetzen über den Blick in diesen Abgrund hat keine Institution so entschlossen und konsequent reagiert wie die katholische Kirche.



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