Ethik im Algorithmus: Weltweite Kirche reflektiert neue Enzyklika
Internationale Kirchenvertreter nehmen die erste Enzyklika von Papst Leo XIV. zum Anlass, grundlegende Fragen zur Zukunft des menschlichen Zusammenlebens im Zeitalter Künstlicher Intelligenz (KI) zu erörtern. Führende Kirchenvertreter aus Lateinamerika und Australien bewerten das Schreiben als wegweisenden Impuls für eine ethische Gestaltung der digitalen Transformation. Auch Erzbischof Paul S. Coakley, Vorsitzender der US-amerikanischen Bischofskonferenz (USCCB), gab eine Erklärung ab
Mario Galgano und Stefanie Stahlhofen – Vatikanstadt
In der offiziellen Erklärung von Erzbischof Paul S. Coakley im Namen der US-Bischofskonferenz heißt es zur Veröffentlichung der ersten Enzyklika von Papst Leo XIV. mit dem Titel “Magnifica humanitas”: “Die Kirche in den Vereinigten Staaten begrüßt die Veröffentlichung der ersten Enzyklika von Papst Leo XIV. ‘Magnifica humanitas’ mit Dankbarkeit und Lob. Sie ist eine eindringliche Mahnung daran, dass keine Technologie ein Kind Gottes ersetzen kann und dass jede Technologie in den Dienst des Wohlergehens der Menschheit gestellt werden sollte.”
Vatikan und die Weltnachrichten 26. Mai 2026
Bischöfe Wilmer, Lackner und Morerod würdigen “Magnifica humanitas” – Vatican News
So blickt der DBK-Vorsitzende auf Papst Leos erste Enzyklika | DOMRADIO.DE
KI-Enzyklika: Bischof Wilmer “sehr dankbar für dieses wegweisende Dokument”
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Theologin Lushombo: Arbeit und Kolonialisierung im KI-Zeitalter – Vatican News
KI: Moralische Stimmen gefragt – Vatican News
Magnifica humanitas: Papst Leos KI-Enzyklika in voller Länge
“Magnifica humanitas. Über den Schutz des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz” ist am 25. Mai 2026 erschienen
Hier geht es zum Wortlaut des etwa 120 Seiten langen Dokuments auf der vatikanischen Archiv-Webseite vatican.va. Es handelt sich um die amtliche Übersetzung auf Deutsch.
vatican news, 26. Mai 2026
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Themen
“Asymmetrie zwischen technischer Macht und moralischer Weisheit”
Die fortschreitende Digitalisierung und die Entwicklung künstlicher Intelligenz erfordern nach Ansicht des vatikanischen Kardinalstaatssekretärs Pietro Parolin ein neues globales Verantwortungsbewusstsein. Bei der Vorstellung der neuen Enzyklika “Magnifica humanitas” betonte Parolin die Notwendigkeit, den technologischen Wandel an ethischen Kriterien auszurichten. Zusammen mit ihm sprachen auch die Kardinäle Víctor Manuel Fernández und Michael Czerny sowie drei Experten – darunter zwei Frauen
Quelle
Magnifica humanitas: Die Kernsätze – Vatican News
Enzyklika: “Betrachtung darüber, was es bedeutet, Mensch zu sein” – Vatican News
Mario Galgano, Anne Preckel und Stefanie Stahlhofen – Vatikanstadt
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin warnte vor den weitreichenden gesellschaftlichen Konsequenzen einer ungesteuerten technologischen Entwicklung. Die technische Leistungskraft wachse derzeit mit einer Geschwindigkeit, welche die Anpassungsfähigkeit gesellschaftlicher Institutionen und des individuellen Gewissens zu überfordern drohe. Zwischen der rasanten Zunahme technischer Macht und der Ausbildung moralischer Weisheit bestehe eine besorgniserregende Asymmetrie.
Menschlich bleiben im Zeitalter der Algorithmen
In der Enzyklika “Magnifica humanitas” fordert Papst Leo dazu auf, die Technik weiterzuentwickeln, ohne das Herz zu vernachlässigen. Ein Leitartikel des Chefredakteurs der vatikanischen Medien
Quelle
Bischöfe Wilmer, Lackner und Morerod würdigen “Magnifica humanitas” – Vatican News
”Sozialenzyklika ‘Rerum novarum’
Andrea Tornielli – Vatikanstadt
Im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz – in dem die Menschenwürde durch die enormen, jeglicher Kontrolle entzogenen Konzentrationen technologischer Macht und durch neue Formen der Entmenschlichung in den Hintergrund zu treten droht – erinnert uns Papst Leo an die “dringende Pflicht”, zutiefst menschlich zu bleiben. In einer von Polarisierung und Gewalt geprägten Zeit, in der sich eine “Kultur der Macht” ausbreitet und der Krieg als Instrument der internationalen Politik wieder salonfähig wird, fordert uns der Nachfolger Petri auf, die Technik weiterzuentwickeln, “ohne das Herz dabei verkümmern zu lassen”.
Quelle
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