Generalaudienz: Das liturgische Jahr als Weg mit Christus leben
Das liturgische Jahr ist kein religiöser Kalender, der lediglich festlegt, wann Weihnachten, Ostern oder Pfingsten gefeiert werden. Es ist ein geistlicher Weg durch die Heilsgeschichte, der uns daran erinnert, dass unser Leben auf Christus hin ausgerichtet ist. Das betonte Papst Leo in seiner sechsten Katechese zum Katechesezyklus, der der Liturgiekonstitution „Sacramentum Concilium“, gewidmet ist

Silvia Kritzenberger – Vatikanstadt
„Das liturgische Jahr ist somit als die fortwährende Vergegenwärtigung des Heilswerkes zu verstehen, das Christus in der Geschichte vollbringt. Indem die Kirche diesen Kreislauf des Jahres durchläuft, bleibt sie mit dem Erlösungswerk des Herrn in Berührung, sodass alle Gläubigen mit seiner Gnade erfüllt werden. Die Begegnung mit Jesus Christus, der für uns gestorben und auferstanden ist, ist das Ziel, das die Kirche stets verfolgt, indem sie die Feier des Osterereignisses in jedem Moment in den Mittelpunkt stellt,“ begann der Papst seine Ausführungen zum 5. Kapitel der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils, deren Leitprinzip die aktive und bewusste Teilnahme aller Gläubigen war.
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‚Engel des Herrn‘ oder ‚Regina Coeli‘?
Warum wir in der Osterzeit nicht den „Engel des Herrn“ beten, sondern das „Regina Coeli“
Von AC Wimmer
Vatikanstadt, 28. April 2019 CNA Deutsch
Während der Osterzeit vereint sich die ganze Kirche im Gebet des „Regina Coeli“ oder „Freu dich, du Himmelskönigin“ zusammen mit Maria in der Freude über die Auferstehung ihres Sohnes Jesus Christus, dem Ereignis, welches das grösste Geheimnis des katholischen Glaubens darstellt.
Das Gebet der Antiphon Regina Coeli wurde von Papst Benedikt XIV im Jahr 1742 festgelegt und ersetzt in der Osterzeit, zwischen der Feier der Auferstehung und dem Pfingsttag, das Gebet „Der Engel des Herrn“, der Angelus Domini, in dem das Geheimnis der Menschwerdung betrachtet wird.
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