Kikuchi: Papst Leo XIV. hält an Reiseplänen fest

Papst Leo XIV. will trotz seiner bevorstehenden Lungenoperation an den geplanten Auslandsreisen festhalten. Das berichtete der Erzbischof von Tokio und Weltcaritas-Präsident, Kardinal Isao Kikuchi, nach einer Privataudienz am Montag. Der Papst sei gelassen und in guter Verfassung gewesen. Den Eingriff habe er bewusst frühzeitig angesetzt, um seine Reisepläne nicht ändern zu müssen

Quelle
Papst Leo XIV. in Uruguay, Argentinien und Peru: Das Programm – Vatican News

Papst Leo XIV. geht es nach Angaben von Kardinal Isao Kikuchi „sehr gut“. Der Erzbischof von Tokio und Präsident von Caritas Internationalis hatte das Kirchenoberhaupt am Montagvormittag zu einer Privataudienz getroffen, einen Tag vor dessen geplanter Einlieferung ins Krankenhaus. Gegenüber der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ erklärte Kikuchi, der Papst habe bei der Begegnung einen ruhigen und gelassenen Eindruck gemacht.

Eingriff soll geplante Reisen nicht gefährden

„Es geht ihm sehr gut, so wie immer. Er war ganz ruhig“, berichtete der Kardinal. Leo XIV. habe ihm erklärt, dass er sich bewusst für eine sofortige Behandlung entschieden habe, um seine bevorstehenden Auslandsreisen nicht absagen zu müssen. Nach Darstellung Kikuchis handelt es sich um einen kleineren Eingriff. „Es ist nichts Schlimmes“, betonte er.

Der Weltcaritas-Präsident gehörte zu den letzten Personen, die der Papst vor seiner geplanten Lungenoperation zu einer Privataudienz empfing. Der Vatikan sagte anschließend alle weiteren Termine des Kirchenoberhauptes bis zum 20. Oktober ab.

Kardinal lobt offene Kommunikation des Papstes

Kikuchi begrüßt auch die Entscheidung von Leo XIV., die bevorstehende Operation bereits am Sonntag beim Angelusgebet öffentlich anzukündigen. Dies sei eine „sehr gute Entscheidung“ gewesen, erklärte der Kardinal. Ohne diese Offenheit hätten möglicherweise Spekulationen über den Gesundheitszustand des Papstes und sogar über dessen Nachfolge begonnen.

„Andernfalls hätten die Leute angefangen, zu spekulieren und sich zu fragen, wer wohl der nächste Papst wird und solche Dinge“, sagte Kikuchi. Als er diese Überlegung am Montag gegenüber Leo XIV. geäußert habe, habe der Papst gelacht.

Gebet für den Papst

Kikuchi hatte zunächst ein privates Gespräch mit dem Papst, bevor er gemeinsam mit dem Generalsekretär von Caritas Internationalis, Alistair Dutton, einen Arbeitstermin bei Leo wahrnahm. In einem Post auf Facebook hatte der Kardinal noch am Montag direkt nach der Audienz geschrieben: „Wie wir wissen, wird er (der Papst, Anm.) am Dienstag ins Krankenhaus eingeliefert und sich einer kleinen Operation an der Lunge unterziehen. Er wird eine Woche lang im Krankenhaus bleiben. Obwohl er mir versicherte, dass es sich um einen kleinen Eingriff handelt und er sich körperlich wohlfühlt, und obwohl er sagte, er habe sich entschieden, die Operation so bald wie möglich durchführen zu lassen, um seine Pläne für die Lateinamerika-Reise nicht ändern zu müssen, müssen wir den Heiligen Vater in unseren Gebeten begleiten.“

vatican news/kap – vo, 13. Oktober 2026

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