Bischof Meier: Ökumene und interreligiöser Dialog sind „Herzensanliegen“
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Bischof Meier Bertram (52)
Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion

Redaktion – Montag, 12. Oktober 2026
Bischof Bertram Meier hat die Ökumene und den interreligiösen Dialog als „Herzensanliegen“ beschrieben. Der Augsburger Bischof ist Vorsitzender der neuen Kommission „Ökumene und interreligiöser Dialog“ der Deutschen Bischofskonferenz (DBK).
Der Katholischen SonntagsZeitung und der Neuen Bildpost sagte Meier über seine neue Aufgabe: „Eine besondere Bedeutung in unseren Planungen wird das Jubiläum der Confessio Augustana im Jahr 2030 haben. Darin sehe ich eine große ökumenische Chance. Des Weiteren wird die Fortsetzung des Dialogs mit der Orthodoxie wichtig sein, die – aller interorthodoxer Spannungen zum Trotz – in Deutschland wächst. Spannend sind auch die Entwicklungen im breiten Spektrum der Freikirchen.“
„Über spezielle Themen hinaus halte ich zwei Fragen für entscheidend, auf die wir nicht nur theoretische, sondern auch praktische Antworten finden müssen“, fügte er hinzu. „Wie können die christlichen Kirchen angesichts fortschreitender Säkularisierung und begrenzter personeller wie finanzieller Ressourcen gemeinsam ihren Beitrag zur Zukunft unseres Landes gestalten? Und wie können sie in einer Gesellschaft, in der Polarisierungen spürbar zunehmen, glaubwürdig Zeugnis vom Wert des Dialogs und des gegenseitigen Respekts ablegen?“
Zur Ökumene selbst hielt Meier fest, es mache ihn traurig, „immer wieder festzustellen, wie wenig von dem verwirklicht wird, was heute bereits ohne Weiteres möglich wäre. Neben den klassischen ökumenischen Themen, etwa dem Eucharistie-, Amts- und Einheitsverständnis, die selbstverständlich weiterhin von großer Bedeutung sind, gibt es breite Felder gemeinsamen Handelns. Wie können die christlichen Kirchen das Potenzial ihres Miteinanders im Gebetsleben, in der Verkündigung, in Bildung und Seelsorge sowie im karitativen Einsatz stärker entfalten? Was Christen gemeinsam tun dürfen, sollten sie auch gemeinsam tun – auf allen möglichen Ebenen.“
Mit Blick auf den interreligiösen Dialog ergänzte der Bischof, er hoffe „auf eine Vertiefung eines ehrlichen, geschwisterlichen und solidarischen Miteinanders, aber auch einen ertragreichen Dialog der Gläubigen mit allen Menschen guten Willens. Die Päpste Franziskus und Leo XIV. haben hierzu wichtige Impulse gegeben.“
„Religionskriege hat die Menschheit in ihrer Geschichte mehr als genug erlebt“, betonte Meier. „Gerade deshalb darf die Gesellschaft von den Religionen erwarten, dass sie ihr Friedenspotenzial entfalten, gegenseitiges Verständnis fördern und konstruktive Beiträge zum gesellschaftlichen Zusammenleben leisten.“
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