Aus der gebrochenen Welt in „andere Sphären“: Mel Gibson über neuen Auferstehungsfilm
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Aus der gebrochenen Welt in „andere Sphären“: Mel Gibson über neuen Auferstehungsfilm – EWTN
Mel Gibson: Drehstart für „Die Passion Christi 2“ vermutlich 2026
Von Alexander Folz

Redaktion – Dienstag, 15. September 2026
In einem Interview mit Raymond Arroyo von EWTN hat Regisseur Mel Gibson seinen kommenden Film über die Auferstehung Christi als weitere metaphysische Reise beschrieben, die aus der eigenen gebrochenen Welt in andere Sphären führe. Die Auferstehung sei, so Gibson, ein „unmöglich zu begreifendes“ Ereignis.
„Ich glaube, dass man sich angesichts der Komplexität eines Ereignisses wie der Auferstehung, das sich unserem Verständnis entzieht, wirklich mit weiteren Quellen auseinandersetzen muss“, sagte Gibson in dem Gespräch, das der katholische Sender EWTN am vergangenen Donnerstag in der Sendung „The World Over“ auf YouTube ausstrahlte. „Und ich fand es einfach albern, Menschen Untertitel in einer fremden Sprache lesen zu lassen, wenn sie es mit so anspruchsvollen Gedanken zu tun haben.“
Arroyo hatte den Filmemacher in Toronto getroffen, wo dieser derzeit am Schnitt arbeitet. Anlass war die Wiederaufführung von „Die Passion Christi“, die vom 10. bis zum 17. September in den amerikanischen Kinos läuft.
Anders als der Film von 2004 ist „The Resurrection of the Christ“ auf Englisch gedreht. „Nun, du hattest einen Schwerpunkt, und dabei ging es um menschliches Leid, und es ging um weit mehr als das“, sagte Gibson über das Original. „Aber das war eine ziemlich einfache Botschaft, die zu vermitteln war.“ Der neue Film verlange dem Zuschauer mehr ab: „Er fordert mehr von dir, aber wir helfen ihnen mit ihrer eigenen Sprache dabei.“
„Metaphysisch gesprochen“ unternehme der Film „eine ziemlich weite Reise“, sagte der Regisseur, und zwar „aus unserer eigenen gebrochenen Welt“ in „andere Sphären“ mit anderer Beschaffenheit. Diese verbinde der Film miteinander, „weil wir alle verbunden sind“.
Gegenüber der amerikanischen Nachrichtenseite The Christian Post hatte Gibson diese Sphären bereits näher beschrieben. „Man kommt natürlich in verschiedene Reiche. Ich meine, man wird im Firmament vor der Schöpfung sein. Man wird in der Vorhölle der Gerechten sein, und dann wird man in der Hölle der Verdammten sein“, sagte er dort. „Und so springt man ein bisschen hin und her. Man bleibt nicht einfach hier auf dem Planeten. Man kommt herum.“
Im Gespräch mit Arroyo sagte Gibson über den Kreuzestod: „Das ist nicht der Höhepunkt. Es ist ein Teil davon. Und es ist ganz sicher ein großes Ereignis. Aber der wirklich verblüffende Teil daran ist, dass jemand aus eigener Stärke und Kraft von einem öffentlichen Tod ins Leben zurückkehren und danach wieder öffentlich auftreten kann.“
Am Drehbuch arbeitete Gibson rund zehn Jahre. Auftreten werden auch Abraham und weitere Gestalten: Zuschauer müssten verstehen, wie sich die Heilsgeschichte „in einer Person erfüllt“.
Der Film wurde an 134 Drehtagen in Italien gedreht. Jaakko Ohtonen spielt Jesus und Mariela Garriga Maria Magdalena. Der erste Teil startet am 6. Mai 2027, der zweite Teil am 25. Mai 2028 – jeweils an Christi Himmelfahrt.
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