Blockierte Gaza-Hilfe ist ein Bruch des Völkerrechts
UNO/Vatikan: Blockierte Gaza-Hilfe ist ein Bruch des Völkerrechts – Die Blockade von humanitären Hilfsgütern im Gazastreifen stellt eine schwere Verletzung des internationalen humanitären Völkerrechts dar. Diese deutlichen Worte fand die Ständige Beobachtermission des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in New York am 30. Juni während einer Sitzung des zuständigen Ausschusses der Generalversammlung
Daniele Piccini und Mario Galgano – Vatikanstadt
Die Behinderung der Lieferungen verschlimmere das Leid von Menschen, die ohnehin unter extrem prekären Bedingungen leben müssen. In seiner Erklärung betonte die vatikanische Delegation die fundamentale Bedeutung des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA). Seit über sieben Jahrzehnten leiste die Organisation eine unverzichtbare Unterstützung für Millionen von Menschen, indem sie Bildung, Gesundheitsversorgung sowie soziale Dienste sichere und den Betroffenen ein Leben in Würde ermögliche. Das Hilfswerk war 1949 nach dem arabisch-israelischen Krieg von der UN-Generalversammlung ins Leben gerufen worden.
Mit großer Besorgnis reagierte die vatikanische Vertretung auf die zunehmende Gewalt gegen die Helfer vor Ort. Sie verurteilte die Tötung von UNRWA-Mitarbeitern sowie die Angriffe auf die Infrastruktur der Organisation in den palästinensischen Gebieten scharf. Betroffen seien demnach auch Schulen und andere Einrichtungen, in denen Zivilisten Schutz gesucht haben.
Um die Handlungsfähigkeit der Organisation in dieser Krise zu sichern, hat der Vatikan sein finanzielles Engagement für das Hilfswerk offiziell erneuert. Dies sei ein konkreter Ausdruck der Solidarität mit den Geflüchteten und ein Zeichen des Vertrauens in die humanitäre Mission. Abschließend forderte die Delegation, dass die Arbeit des UN-Hilfswerks stets unter strikter Achtung der Neutralität, Menschlichkeit und Unabhängigkeit erfolgen müsse, um die Glaubwürdigkeit der Organisation als verlässliches Instrument für den Frieden zu bewahren.
vatican news, 1. Juli 2026
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