Traditionalistische Piusbruderschaft gibt Namen von vier neuen Weihbischöfen bekannt
Die traditionalistische Priesterbruderschaft St. Pius X. hat die Namen von vier Priestern bekanntgegeben, die am 1. Juli – auch ohne päpstliches Mandat – zu Bischöfen geweiht werden sollen

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Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion
Redaktion – Dienstag, 26. Mai 2026
Die traditionalistische Priesterbruderschaft St. Pius X. hat die Namen von vier Priestern bekanntgegeben, die am 1. Juli – auch ohne päpstliches Mandat – zu Bischöfen geweiht werden sollen. Mitte Mai hatte der Vatikan derweil vor einem Schisma, also einem Bruch mit der Kirche, und Exkommunikationen gewarnt.
Hintergrund für die derzeitige Situationen sind – aus Sicht der Piusbruderschaft – in den Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils verwurzelte Irrtümer, etwa mit Blick auf das Verständnis von Religionsfreiheit und Ökumenismus. Ein weiterer Kernpunkt ist das Festhalten der Piusbruderschaft an der überlieferten Liturgie, wie sie bis nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil in aller Welt gefeiert wurde. Die offizielle vatikanische Position ist seit Papst Franziskus, dass Anhänger der überlieferten Liturgie im Lauf der Zeit nur noch an der nachkonziliaren Liturgie teilnehmen sollen, obwohl Papst Benedikt XVI. die sogenannte alte Messe der ganzen Kirche zugänglich machen wollte.
Trotz wiederholter Bitte hat Papst Leo bisher keine Vertreter der Piusbruderschaft in Audienz empfangen, um möglicherweise eine Lösung zu finden. Nichtsdestotrotz erklärte das Generalhaus der Piusbruderschaft, unter der Leitung von Pater Davide Pagliarani FSSPX, am Dienstag: “Aus Achtung vor der höchsten Autorität der Weltkirche sind die Unterlagen dieser Priester [also der zukünftigen Bischöfe] dem Heiligen Vater vorgelegt worden, zusammen mit einigen Erläuterungen, die zum besten Verständnis dieses Vorgehens im ganz besonderen und außergewöhnlichen Kontext dieser Bischofsweihen erforderlich sind.”
Bei den vier designierten Bischöfen handelt es sich um den Schweizer Pater Pascal Schreiber, der gegenwärtig Regens am deutschsprachigen Priesterseminar der Piusbruderschaft in Zaitzkofen unweit von Regensburg ist, den US-Amerikaner Pater Michael Goldade sowie die beiden Franzosen Pater Michel Poinsinet de Sivry und Pater Marc Hanappier.
Mit 53 Jahren ist Schreiber der älteste der neuen Bischöfe. Er war nach der Priesterweihe 1998 in der Seelsorge tätig, danach im Bereich der Leitung von Schulen und schließlich im Bereich der Verwaltung auf Ebene des Schweizer Distrikts. Seit 2020 ist er in Zaitzkofen, wo er selbst zum Priester ausgebildet worden war. Er spricht Deutsch, Französisch und Englisch.
Der 45-jährige Goldade ist Regens des Priesterseminars der Piusbruderschaft in den USA und spricht Englisch, Französisch und ein wenig Spanisch. Poinsinet de Sivry ist 42 Jahre alt und ist Distriktsoberer der sogenannten Benelux-Länder. Er spricht Französisch und Englisch und lernt nach Angabe der Piusbruderschaft Deutsch und Niederländisch. Hanappier schließlich ist der jünste neue Bischof – er wurde 1990 geboren. Er unterrichtet am Priesterseminar in den USA die Fächer Metaphysik und Dogmatik. Neben Französisch und Englisch spricht er Deutsch und hat Kenntnisse des Spanischen.
Die Piusbruderschaft betonte am Dienstag: “Der Generalobere bekräftigt erneut, dass die Wahl und Weihe dieser Auserwählten keineswegs aus dem Bestreben erfolgt, eine Jurisdiktionsgewalt zu beanspruchen, noch eine Parallelautorität in der Kirche zu errichten. Sie stellt in keiner Weise eine Leugnung, eine Ablehnung oder eine Herausforderung der höchsten, uneingeschränkten und unmittelbaren Jurisdiktionsgewalt des Stellvertreters Christi über die Weltkirche dar.”
“Die Zeremonie vom 1. Juli hat kein anderes Ziel, als die Spendung der Sakramente der Priesterweihe und der Firmung sowie der den Bischöfen vorbehaltenen Sakramentale gemäß dem traditionellen Ritus der Heiligen Römischen Kirche, als auch den Glauben aller Zeiten zu bewahren”, hieß es weiter. “Das Bischofsamt, welches diese Priester empfangen werden, wird daher inmitten dieser beispiellosen Glaubenskrise lediglich als Dienst an den Seelen und an der Kirche wahrgenommen.”
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