Kinderkatechese – Himmlische Post
Jesus hat für dich im Himmel eine Wohnung vorbereitet. Lies hier die Briefe von ein paar Personen, die schon oben im Himmel sind. Sie erzählen dir, wie man dort hinkommt
Quelle
Laurentius von Rom – Ökumenisches Heiligenlexikon
Elisabeth von Thüringen
Hl. Franz Xaver
22.05.2025
Raphael Ballestrem und Bernadette Ballestrem
Die Jünger schauen ihm nach und können kaum fassen, was gerade geschehen ist. Langsam dämmert es ihnen: Er hatte ja öfters gesagt, dass er zu seinem Vater gehen werde. Und dass es im Hause seines Vaters viele Wohnungen gebe. Er geht, um für jeden von uns eine Wohnung vorzubereiten. Jesus freut sich, dass auch du eines Tages im Himmel sein darfst, wo er für dich einen Platz bereitet. Ein paar Himmel-Experten, von denen du vielleicht schon mal gehört hast, haben sich ihr ganzes Leben auf den Himmel gefreut. So richtig! In kurzen Briefen haben sie für dich zu Papier gebracht, was unser Leben mit dem Himmel zu tun hat.
Es wird ein Fest!
Hallo zusammen! Ich heiße Laurentius. Uff, es sind schon einige Jahrzehnte und Jahrhunderte vergangen, seit ich auf der Erde lebte. Zu meiner Zeit gab es weder Handys noch Autos. Es sind auch keine Raketen auf den Mond geflogen. Dafür gab es wilde Spiele im römischen Kolosseum. Und Christen wurden ständig verfolgt und grausam umgebracht. Ich war damals Diakon und kümmerte mich um das Geld der Kirche. Ich hatte außerdem viel Zeit, um den Kranken beizustehen. Wer getauft und mit Jesus befreundet war, hatte es nicht leicht. Aber uns beseelte eine große Hoffnung: der Himmel! Wir wussten, dass es dort kein Leid geben würde. Mehr noch: Dort würden wir ganz nah bei Jesus sein. Etwas Besseres konnten wir uns nicht vorstellen. Deshalb war es uns so wichtig, schon jetzt ganz fest zu Jesus zu halten, auch wenn es schwer sein würde.
Eines Tages ging es mir an den Kragen: Der Bischof war umgebracht worden. Der Kaiser wollte sich bei dieser günstigen Gelegenheit das Geld der Kirche unter den Nagel reißen. Ich war schneller, bin zu den Armen gegangen und habe das ganze Geld an sie verteilt. Das fand der Kaiser nicht witzig. Ich wurde lebendig auf einen großen Grill gelegt, unter mir knisterte das Feuer. Ich habe nur gebetet: “Jesus, hilf mir, stark zu sein. Ich möchte dein Freund sein!”. Ich habe versucht, an den Himmel zu denken. Das hat mir Kraft gegeben. Ich bekam sogar Mut, mir einen kleinen Scherz zu erlauben. Ich rief den Soldaten zu: “Hey, dreht mich um! Auf der einen Seite bin ich schon gar!”. Liebe Freunde, der Himmel ist das Beste, was uns erwartet. Dafür würde ich wieder jede Schwierigkeit in Kauf nehmen. Seid stark! Und freut euch auf den Himmel! Euer Laurentius
Auf dein Herz kommt es an
Liebe Freunde! Ich hoffe, es geht euch gut. Seid ihr in den letzten Tagen satt geworden? Habt ihr ein Dach über dem Kopf? Bei mir zumindest war das immer der Fall. Was sollte mir als Tochter eines Königs schon fehlen! Ich habe in prunkvollen Gebäuden gewohnt. Es gab überall Diener. “Ein gebratenes Hühnchen bitte! Und ein Stück Sahnetorte!” – und wenige Minuten später wurde es mir frisch serviert. Auf meinen Spaziergängen bemerkte ich, dass andere in ganz erbärmlichen Häusern wohnten. Manche Menschen sahen richtig abgemagert aus. Ihre Kleider waren lumpig. Als ich das gesehen habe, war ich schockiert. Da musste ich an einen Satz denken, den ich in der Kirche aufgeschnappt hatte: “Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist – Amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.”
Mir wurde klar: Je größer mein Herz hier auf der Erde ist, umso mehr kann Gott es im Himmel mit Freude füllen. Je großzügiger ich mit den Mitmenschen bin, umso größer ist meine Freude im Himmel. Ich begann, den Armen Brot und Saft zu bringen. Manchmal schenkte ich ihnen neue Kleider. Ich war jedes Mal froh, wenn ich ihnen in die Augen schauen und ein paar Lebensmittel übergeben konnte. Jedes Geschenk, jede Aufmerksamkeit, jedes Lächeln war eine gute Entscheidung. Ich freue mich, wenn wir uns im Himmel sehen. Bring ein großes Herz mit! Deine Elisabeth
Mit dem Himmel feiern
Hey! Wie geht es euch? Liebt ihr auch große Feste und Partys? Es ist einfach schön, wenn man mit vielen Freunden zusammen feiert und tanzt. Die Zeit verfliegt dabei so schnell. Aber hast du dir schon mal überlegt, was eigentlich die beste Party der Welt ist? Klar, das ist der Himmel. Denn dort haben alle ein riesengroßes Herz. Ehrlich gesagt war ich manchmal ein wenig bedrückt, weil ich gedacht habe, dass es noch lange dauert, bis ich bei dem großen Himmelsfest dabei sein kann. Gott sei Dank ging mir eines Tages ein Licht auf. Es gibt Momente auf der Erde, wo wir ganz besonders mit dem Himmel verbunden sind und mit ihm feiern. Weißt du wann? Zum Beispiel bei jeder heiligen Messe. Da steht der Himmel offen. Wenn wir das “Heilig, heilig, heilig” singen, singen die Engel und Heiligen mit. Wenn wir vor der Eucharistie knien, betet der Himmel mit uns an. Ist das nicht genial? Wenn du das nächste Mal zur heiligen Messe gehst, freue dich darauf, mit so vielen Engeln und Heiligen Gott zu loben. Dein Carlo Acutis
Sag’s weiter!
Namasté! So begrüßt man sich in Indien, wo ich lange gelebt habe! In diesem wunderbaren Land durfte ich viele Jahre wirken. Aber fangen wir von vorne an: eigentlich komme ich aus Spanien. Schon als Kind hatte ich den Traum vom Reisen. Ich wollte die großen Städte Europas kennenlernen, Paris und Rom. Und nicht nur diese Städte habe ich kennengelernt, sondern vor allem Jesus! Und den Glauben. Und weil unser Glaube so eine unglaublich wertvolle Botschaft hat, bin ich Priester geworden. Denn diese gute Nachricht, ja diese lebendige Beziehung zu Jesus, wollte ich vielen Menschen bringen. Als junger Priester habe ich jeden Tag gebetet und dann die Erfahrung gemacht, dass Jesus einen manchmal schnell beim Wort nimmt: “Herr! Siehe, hier bin ich. Was willst Du, dass ich tun soll? Sende mich, wohin Du willst, und wenn es gut ist, selbst bis nach Indien!”
Das mit Indien war eigentlich nicht so ernst gemeint, aber es ist ernst geworden. Im Jahr 1541 habe ich mich auf eine lange Reise nach Indien begeben. Hätte ich gewusst, wie anstrengend so eine Reise ist, wäre ich wohl nie losgezogen. Ein Jahr und einen Monat waren wir unterwegs. An den langen Tagen auf dem Schiff habe ich ganz oft an den Himmel gedacht – unser Zuhause, wo wir ganz erfüllt und glücklich bei Jesus sein werden. Ich habe an die vielen Menschen in anderen Ländern gedacht, die nie etwas von Jesus gehört haben. Ihnen wollte ich die frohe Botschaft und damit den Himmel bringen. Vielleicht verschlägt es dich nicht nach Indien, aber um dich herum gibt es sicher auch Menschen, denen du vom Himmel und von Jesus erzählen kannst. Wir sehen uns im Himmel! Dein Franz Xaver
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