Bamberger Diözesanadministrator gratuliert Kardinal Brandmüller zu 70 Priesterjahren

Psalm 21,4-5 | Hoffnung für alle – Mit Glück und Segen hast du ihn überschüttet und ihm eine goldene Krone aufs Haupt gesetzt. Er bat dich um ein langes Leben, und du gewährtest ihm viele reiche Jahre

Quelle
Kardinal Brandmüller (24)

Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion

Bamberg – Donnerstag, 27. Juli 2023

Der Bamberger Diözesanadministrator, Weihbischof Herwig Gössl, hat dem aus seinem Erzbistum stammenden Kardinal Walter Brandmüller zu 70 Priesterjahren gratuliert. Brandmüller – inzwischen 94 Jahre alt – war am 26. Juli 1953 durch den Bamberger Erzbischof Joseph Otto Kolb zum Priester geweiht worden.

Das Erzbistum Bamberg meldete: “Auch als langjähriger Mitarbeiter der römischen Kurie habe Brandmüller seine fränkische Heimat nie aus dem Blick verloren, betonte Gössl. Zuletzt feierte Brandmüller 2018 im Bamberger Dom sein 65. Weihejubiläum. Bis ins hohe Alter melde sich der Kardinal immer wieder kritisch und mahnend zu Wort, wenn er die Tradition und die Lehre der katholischen Kirche in Gefahr sehe.”

“Seine ablehnende Haltung zu den Reformplänen des Synodalen Weges sei von ernsthafter Sorge um die Kirche in Deutschland geprägt, so Diözesanadministrator Gössl”, hieß es weiter. “Derartige kritische und ehrliche Stimmen seien in einem Reformprozess wichtig und dienten stets auch zur Überprüfung der eigenen Position. Kurz vor seinem Weihejubiläum hatte Brandmüller jene deutschen Bischöfe öffentlich als ‘Häretiker’ und ‘eindeutig irrgläubig’ bezeichnet, die sich zum Beispiel für die Priesterweihe von Frauen oder die Zulassung von Wiederverheirateten zur Eucharistie einsetzen.”

Gemeinsam mit drei anderen Kardinälen hatte sich Brandmüller gerade zur Frage der Zulassung von Wiederverheirateten zur Eucharistie mit mehreren kritischen Fragen an Papst Franziskus gewandt, nachdem dieser das Dokument “Amoris laetitia” veröffentlicht hatte. Der Papst hat nie auf die Fragen geantwortet.

Brandmüller kritisierte außerdem, dass die Kardinäle ihre Aufgabe als Berater des Papstes nicht wahrnehmen können. Bei den Treffen der Kardinäle unter Papst Franziskus handle es sich um ein “völlig sinnloses Verfahren”: “Bei den Konsistorien – die fast ausschließlich für die Anliegen der Heiligen einberufen wurden – wurden Formulare verteilt, um Redezeit zu beantragen, gefolgt von offensichtlich spontanen Äußerungen zu irgendeinem Thema, und fertig. Es gab nie eine Debatte, einen Austausch von Argumenten zu einem bestimmten Thema.”

„Kurzum, seit mindestens acht Jahren sind die Konsistorien ohne jede Form des Dialogs zu Ende gegangen“, erklärte Brandmüller im Sommer 2022.

Nach seiner Priesterweihe wirkte Brandmüller einige Jahre als Seelsorger im Erzbistum Bamberg, bevor er seine wissenschaftliche Laufbahn einschlug. Von 1970 bis 1997 lehrte er Neuere und Mittelalterliche Kirchengeschichte an der Universität Augsburg, von 1998 bis 2009 war er Präsident des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaft. Im Jahr 2010 macht Papst Benedikt XVI. ihn zum Kardinal.

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