Religiöses Oberhaupt der Jesiden zu Gast in Köln

Bruder Jürgen begrüsst Baba Sheich

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Jesiden
Der heilige Franz und die Muslime
Muslime und Christen – Ein franziskanischer Blick auf den Islam (Franziskanische Akzente, Band 13)

Baba Sheich, das religiöse Oberhaupt der Jesiden, kam am 23. Januar in die Sankt Theodorkirche in Köln-Vingst, um den in Köln lebenden Jesiden zu begegnen.

Etwa 350 Jesiden waren zum Treffen mit ihrem religiösen Oberhaupt gekommen, das der Verein „Jesidische Kultur Köln e.V.“ veranstaltete. Der Gastgeber, Franziskanerbruder Jürgen Neitzert, der seit Jahren mit jesidischen Flüchtlingen zusammenarbeitet, begrüsste ihn herzlich, auch im Namen von Weihbischof Ansgar Puff und Pfarrer Franz Meurer.

Sheich Khato, so der Name des Baba Sheich, sagte: “Deutschland ist zu unserer zweiten Heimat geworden, dafür danken wir Deutschland“. Im letzten Jahr hatten Pfarrer Meurer und Bruder Jürgen organisiert, dass die Jesiden von der Stadt Köln ein Friedhofsfeld am Friedhof Lehmbacher Weg bekamen, wo als erstes eine 14-jährige Jesidin begraben wurde, die früh an Krankheit gestorben war.

In Deutschland leben 100.000 der insgesamt nur etwa 800.000 Anhänger dieser vor Eintreffen des Islam im gesamten Kurdengebiet und Westen des Iran verbreiteten alten monotheistischen Religion. In Köln gibt es etwa 3.000 Jesiden.

Baba Sheich lebt in Lalisch bei Mossul im Irak, dem religiösen Zentrum der Jesiden, am Grab von Scheich ‚Adi. Die Jesiden werden seit Jahrhunderten verfolgt. In den letzten Jahren litten die Jesiden im Irak an Verfolgung und Massakern von al-Qaida und dem sogenannten Islamischen Staat.

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