Spanier baut allein eine majestätische Kirche – von Hand!

Eigentlich wollte Justo Gallego Martínez Trappist werden. Nun baut er seit über 50 Jahren eine Kirche

Quelle
KathTube: Unglaublich – Spanier baut majestätische Kirche von Hand!
Mönch baut seit 50 Jahren eine Kathedrale aus Müll
Apostolado Eucaristico

Eigentlich wollte Justo Gallego Martínez Trappist werden. Nun baut er seit über 50 Jahren eine Kirche. Von Hand, ohne Geld, ohne Unterstützung durch die Kirche, ohne Fachausbildung. Sein Werk ist gewaltig – Mit VIDEO

Madrid, kath.net/pl, 15. JUli 2016

Täglich arbeitet der 91-Jährige weiter. Sein Werk ist bereits überraschend weit gediehen, man kann es besuchen, wenn man von Madrid aus den kleinen Abstecher nach Mejorada del Campo macht.

„Don Justo“, geboren 1928, war bei den Trappisten eingetreten, doch als er vor der ewigen Profess an Tuberkulose erkrankte, musste er wieder austreten. Schwer erkrankt legte er das Gelübde ab, zu Ehren der Muttergottes ein Heiligtum zu bauen, falls er geheilt werden würde. Er wurde tatsächlich wieder gesund, seither baut er. Unter seinen Händen entstand ein gewaltiges, kraftvoll in die Höhe strebendes Gebäude: Kirche mit Kuppel, ein grosszügiger Kreuzgang, Gemeinderäume und sogar eine Krypta unter dem Kirchenschiff. Man möchte fast von einer „Kathedrale“ sprechen. Das zuständige Bistum Alcalá de Henares wehrt sich allerdings dagegen, die Kirche als Kathedrale zu bezeichnen. Nicht zu Unrecht, denn hier entsteht keine Bischofskirche.

Gallego Martínez hat keinerlei Fachausbildung. Bevor er in das Kloster ein- und dann wieder austrat, war er Bauer gewesen. Er benutzt recyceltes oder gespendetes Material, er baut auf Land, das seiner Familie gehört. Er begann mit dem Kirchenbau am 12. Oktober 1961 am Festtag der „Unsere lieben Frau auf dem Pfeiler“, die Spaniens Schutzheilige ist. Der „Nuestra Señora del Pilar“, so lautet ihr spanischer Name, ist die Kirche auch gewidmet. Im Innern der Kirche findet sich die Inschrift: „Haus Gottes, Pforte des Himmels“.

Die ersten beiden Jahrzehnte arbeitete Gallego völlig allein. Dann stellte sich ein Assistent ein, später auch Gelegenheitshelfer aus dem In- und Ausland. Fürs leibliche Wohl sorgt Don Justos Schwester.

Und so baut er unermüdlich weiter. Zwei Wünsche hat er noch: Er hofft, dass nach seinem Tod andere die Kirche vollenden, denn er weiss, dass er sie wohl nie fertig sehen wird. Und: Er möchte in dieser Kirche begraben werden.

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