Indien

Indien: “Mutter Teresa war die beste Missionarin des Jahrtausends”

Quelle
Kirche in Not: Indien

Königstein im Taunus 14.06.2016

–Als „beste Missionarin des Jahrtausends“ beschrieb Bischof Salvadore Lobo von Baruipur die selige Mutter Teresa von Kalkutta, die Papst Franziskus am 4. September heiligsprechen wird. Lobo, der die Seligsprechungskommission leitete, berichtete, in einer Vision habe Christus zu Mutter Teresa gesagt: „Geh in die Häuser, ich kann nicht alleine gehen, sei du mein Antlitz.“ In der Tat sei sie „für die Welt von heute zum Antlitz Christi“ geworden. “Auf den Spuren von Mutter Teresa” – Pilger- und Projektreise nach Albanien-Kosovo-Mazedonien vom 20.-29. Oktober 2016 – 10 Tage

Auch Hindus hätten keinen Zweifel daran, dass sie eine Heilige gewesen sei. Der Bischof sagte: „Manche Hindus wundern sich, dass die Kirche einen Heiligsprechungsprozess führen muss. Sie sagen: ‘Mutter Teresa war sowieso eine Heilige. Aber wenn die Kirche diese Formalität braucht, dann ist es eben so.‘“ Auch die Hindus verstünden „den Dienst an den Armen als Dienst an Gott“. Im Seligsprechungsprozess seien auch zahlreiche Zeugen aufgetreten, die Hindus, Moslems oder Parsen gewesen seien. Für ganz Indien sei die Heiligsprechung „eine grosse Freude“.

Bischof Lobo, der Mutter Teresa bereits als junger Seminarist begegnet war und sich daraufhin dazu entschloss, als Freiwilliger in ihrem Sterbehaus „Kaligat“ in Kalkutta die Sterbenden zu waschen, beschrieb seinen ersten Eindruck von ihr als den einer „wandelnden Heiligen“, die die „Person Christi ausgestrahlt“ habe. „Sie lehrte die Welt eine Lektion: Jesus lebt im Herzen der Armen. In ihnen finden wir Sein Antlitz.“

Mutter Teresa wurde am 26. August 1910 unter dem bürgerlichen Namen Anjezë (Agnes) Gonxha Bojaxhiu in Skopje (damals Osmanisches Reich, heute Mazedonien) geboren. Sie stammte aus einer albanischen Familie. Im Alter von 18 Jahren trat sie in den Orden der Loretoschwestern ein. Bald darauf wurde sie nach Indien entsandt, wo sie als Lehrerin tätig war, bis sie 1946 die Berufung verspürte, sich in den Dienst der Armen zu stellen. Sie ging zunächst allein in die Slums von Kalkutta, bis sich ihr einige ehemalige Schülerinnen anschlossen. Sie gründete den Orden der „Missionarinnen der Nächstenliebe“, der sich heute überall in der Welt um die Ärmsten der Armen kümmert.

Bereits zu ihren Lebzeiten galt Mutter Teresa als Heilige und wurde als „Engel der Armen“ weltberühmt.  1979 erhielt sie den Friedensnobelpreis.  Sie starb am 5. September 1997 in Kalkutta (Indien). Papst Johannes Paul II. sprach sie am 19. Oktober 2003, nur sechs Jahre nach ihrem Tod, selig. Am 4. September 2016 wird sie in Rom heiliggesprochen. Ihr liturgischer Gedenktag ist der 5. September.

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