Polen: Kirche bietet Vermittlung im politischen Machtkampf an
Die katholische Kirche in Polen hat offiziell ihre Bereitschaft erklärt, im Streit um die Besetzung und Handlungsfähigkeit des nationalen Verfassungsgerichts als Vermittlerin aufzutreten. Angesichts einer anhaltenden politischen Krise im Land trat der Ständige Rat der Polnischen Bischofskonferenz zu einer außerordentlichen Sondersitzung zusammen

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Die Bischöfe erklärten, jede erforderliche Unterstützung zu leisten, um einen geordneten Dialogprozess zwischen den Konfliktparteien in Gang zu bringen und zur gesellschaftlichen Versöhnung beizutragen.
Der Aufruf der Kirchenleitung richtet sich an die maßgeblichen Akteure des politischen Machtkampfs, darunter die Mitte-Links-Regierung unter Ministerpräsident Donald Tusk und den rechtskonservativen Staatspräsidenten Karol Nawrocki. Die Bischöfe mahnten alle Beteiligten zu Besonnenheit, Demut und Verantwortungsbewusstsein. Sie sprachen sich gegen den Einsatz von Gewalt und Vorurteilen aus und riefen die Gläubigen des Landes zum Gebet für die politischen Entscheidungsträger sowie zu einem Gebetstag auf.
Reaktion der Politik
Auf Seiten der Regierung stieß der Vorstoß der Bischofskonferenz auf ein geteiltes Echo. Während der Außenminister die Bereitschaft zu einer einvernehmlichen Lösung grundsätzlich begrüßte, verwies eine andere Stimme aus der Regierung kritisch auf das Verhalten der Kirche in der Vergangenheit bei ähnlichen Konflikten. Das Vermittlungsangebot erfolgt in einer Phase, in der der gesellschaftliche Einfluss der katholischen Kirche in Polen spürbare Veränderungen erfährt.
vatican news – mg, 5. November 2026
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