Vandalismus in Soester Kirche: Statue, Seitenaltar und Gemäuer beschmiert
Quelle
Denkmale in Soest – Der Patrokli Dom – Stadtführung Soest
St.-Patrokli-Dom (Soest) – Wikipedia
Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion

Redaktion – Donnerstag, 13. August 2026
Im Soester St.-Patrokli-Dom ist es am Montagnachmittag zu einem Fall von Vandalismus gekommen. Die Polizei sprach von einer „massiven Sachbeschädigung an einem Seitenaltar“.
„Unbekannte Täter verschmutzten eine Statue, einen Altar und das angrenzende Gemäuer durch schwarze Farbe“, hieß es außerdem. „Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.“
Der Schaden entspricht Kosten von rund 15.000 Euro. Die Beschmierungen durch die schwarze Farbe lassen keine Parolen oder dergleichen erkennen, die Aufschluss über das Tatmotiv geben könnten.
Der St.-Patrokli-Dom ist im Kern über 1000 Jahre alt. Spätere Bauabschnitte gehen ebenfalls auf das Mittelalter zurück. Während des Zweiten Weltkriegs kam es indes zu schweren Zerstörungen, sodass der Wiederaufbau mehrere Jahre dauerte.
Immer wieder kommt es in Kirchen in Deutschland zu Fällen von Vandalismus. Vor rund einem Jahr, im September 2025, sagte Matthias Kopp, der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz (DBK): „Ich glaube, dass die Tabus gefallen sind.“ Tatsächlich nehme der Vandalismus inzwischen „Formen an, die nicht hinnehmbar sind“.
Die Kirche in Deutschland sei angesichts der wachsenden Zahl von Fällen „hoch alarmiert“, zumal es wohl auch eine hohe Dunkelziffer gebe, erläuterte Kopp im Gespräch mit Radio Horeb. „Denn offensichtlich scheinen Hemmschwellen völlig tabulos zu fallen, dass vor dem Heiligen auch die Axt offensichtlich nicht mehr Halt macht.“
„Das Problem ist, dass die Aufklärungsrate bei Kirchen-Vandalismus im unteren einstelligen Prozentbereich liegt“, sagte der DBK-Pressesprecher. „Vereinzelte festgenommene Täterinnen und Täter schweigen sich meistens bei den Verhören über die Beweggründe ihrer Tat aus. Und auch an den betroffenen Orten werden nur ganz selten Hinweise gefunden, die auf ein Täterprofil schließen lassen.“
Kopp monierte, dass viele Fälle von Vandalismus an Kirchen in den Statistiken lediglich als Sachbeschädigung widergespiegelt werden. „Hier wäre es gut, wenn ein Kulturwandel stattfinden würde, Kirchen-Vandalismus als solchen zu bezeichnen und nicht nur als bloße Sachbeschädigung“, betonte er.
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