Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück – Vatican News
Der Heiligenkreuzer Abt Maximilian Heim (65) tritt nach 16 Jahren an der Spitze der Mönchsgemeinschaft zurück und wird sein Amt „in jüngere Hände legen“. Das hat das Stift am Donnerstag bekannt gegeben
Quelle
Abt Maximilian Heim
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Konkret wird Heim demnach am 14. September, dem Fest der Kreuzerhöhung, sein Amt zurücklegen. Danach wählen die über 80 Mönche mit feierlicher Profess den Nachfolger aus ihren Reihen.

„Nach 16 erfüllten und herausfordernden Jahren und nach 30-jährigem Dienst in der Leitung des Stiftes“ als Abt, Prior und Novizenmeister sowie Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation (2016-2025) wolle Heim künftig in die Seelsorge zurückkehren und als Theologe wirken, hieß es.
Nach Rücksprache mit dem Ordensdikasterium in Rom wird allerdings kein Abt, sondern ein Administrator für drei Jahre gewählt, „da mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten noch nie an einer Abtwahl teilgenommen hat“, wird der Abtpräses der Zisterzienser, Abt Pius Maurer, in der Aussendung zitiert.
Seit 1983 im Stift Heiligenkreuz
Abt Maximilian Heim, mit bürgerlichem Namen Heinrich Josef Heim, wurde am 14. April 1961 in Kronach (Bayern) geboren. Seit 2011 steht er als 68. Abt dem Zisterzienserstift Heiligenkreuz im Wienerwald vor. Zugleich ist er Großkanzler der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz. Von 2016 bis 2025 war er auch Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation.
Heim studierte ab 1981 Katholische Theologie in Augsburg und ab 1982 an der Hochschule Heiligenkreuz. 1983 trat er in das Noviziat des Stifts ein und nahm den Ordensnamen Maximilian an. 1988 wurde er zum Priester geweiht. Nach Jahren im Neukloster in Wiener Neustadt gehörte er zu den Gründungsmönchen des Zisterzienserpriorats Stiepel in Bochum, wo er unter anderem als Kaplan und Kantor wirkte und am Aufbau des Klosters als geistliches Zentrum beteiligt war.
Ratzinger-Experte
1996 kehrte Heim nach Heiligenkreuz zurück und wurde Novizenmeister und Kantor, 1999 zusätzlich Prior. Parallel setzte er sein theologisches Doktoratsstudium fort. 2003 wurde er an der Universität Graz zum Doktor der Theologie promoviert. Seine Dissertation befasste sich mit der Ekklesiologie Joseph Ratzingers. Heim lehrte Fundamentaltheologie an der Hochschule Heiligenkreuz und wurde nach deren Erhebung zur Hochschule päpstlichen Rechts 2007 zum ordentlichen Professor berufen. Von 2004 bis 2011 war er erneut Prior in Stiepel.
Eine besondere Rolle in Heims akademischem Profil spielt seine Beschäftigung mit Joseph Ratzinger. 2009 wurde er in den „Neuen Schülerkreis“ Ratzingers aufgenommen. 2011 erhielt Heim für sein Werk über Ratzingers Theologie den erstmals vergebenen Ratzinger-Preis der Vatikanischen Stiftung Joseph Ratzinger – Benedikt XVI.
Rückzug als Abtpräses
Im Juni 2025 kündigte der Vatikan eine Apostolische Visitation des Stifts Heiligenkreuz an. Als Visitatoren wurden der damalige Benediktiner-Abtprimas Jeremias Schröder und die Ordensfrau Christine Rod eingesetzt. Nach Angaben des Stifts begann die Visitation zunächst mit Gesprächen. Öffentlich kommunizierte Ergebnisse lagen zunächst nicht vor.
Im August 2025 legte Heim sein zusätzliches Amt als Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation nieder. Als Grund nannte sein Sprecher die angespannte Situation im Stift und die notwendige Fokussierung auf Heiligenkreuz. Gleichzeitig befand sich Heim wegen Herzproblemen vorübergehend in Spitalsbehandlung. Das Amt des Heiligenkreuzer Abtes behielt er vorerst.
kap – skr, 20. Augut 2026
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