Johannes Paul II. Ein heiliger Papst und sein bleibendes Erbe

Zum 20. Todestag von Papst Johannes Paul II. haben Gläubige in aller Welt sein Wirken gewürdigt. In Rom versammelten sich Pilger zu einer feierlichen Messe im Petersdom, geleitet von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin

Quelle
Polen: Johannes Paul II. 20 Jahre nach Tod hochgeschätzt – Vatican News
20. Todestag von Papst Johannes Paul II.: Habt keine Angst! – Vatican News

Mario Galgano – Vatikanstadt

Der 2. April 2005 markierte das Ende eines Pontifikats, das die katholische Kirche und die Welt veränderte. Zwanzig Jahre nach seinem Tod hat Papst Johannes Paul II. nichts von seiner spirituellen Strahlkraft verloren. Gläubige aus aller Welt gedachten des polnischen Papstes mit einem feierlichen Gottesdienst im Petersdom. Kardinal Stanislaw Dziwisz, einst sein engster Vertrauter, eröffnete die Messe mit folgenden Worten: “Wir wissen, dass Papst Franziskus geistig mit uns verbunden ist. Wir beten für seine Gesundheit. Möge der Herr ihm die Kraft geben, die Kirche zu leiten.”

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin betonte in seiner Predigt die außergewöhnliche Hingabe Johannes Pauls II. an seinen Glauben. Er erinnerte an die bewegenden letzten Tage des Papstes, als dieser – von Krankheit gezeichnet – am Karfreitag im Jahr 2005 in seiner Kapelle das Kreuz umarmte. “Wir erinnern uns an sein letztes Erscheinen am Fenster des Apostolischen Palastes, als er zu uns sprechen wollte, doch keine Worte mehr fand. Schließlich erinnern wir uns an die stille Erwartung, mit der die Welt seinen Übergang ins Vaterhaus begleitete”, sagte Parolin.

Doch nicht nur sein Sterben, sondern vor allem sein Leben sei ein bleibendes Zeugnis der Glaubensstärke. Parolin hob hervor, dass Johannes Paul II. sich stets unter den Augen Gottes wusste und “nie den Menschen gefallen wollte, sondern allein Gott.” Sein Pontifikat war geprägt von unerschütterlicher Entschlossenheit und Mut – sei es in der Auseinandersetzung mit totalitären Regimen, in seinem unermüdlichen Einsatz für den Frieden oder in der Öffnung der Kirche für die Jugend.

Ein Pontifikat, das die Welt veränderte

Der heilige Papst, der von 1978 bis 2005 auf dem Stuhl Petri saß, hat die katholische Kirche entscheidend geprägt. “Die Aufgabe des neuen Papstes ist es, die Kirche in das dritte Jahrtausend zu führen”, hatte ihm einst der polnische Kardinalprimas Stefan Wyszyński prophezeit. Johannes Paul II. nahm diese Mission an – mit einer beispiellosen Dynamik: In den 26 Jahren seines Pontifikats besuchte er 129 Länder, sprach mit Millionen Gläubigen, baute Brücken zwischen Religionen und setzte sich unermüdlich für soziale Gerechtigkeit ein.

Besonders erinnerte Parolin an das Große Jubiläum des Heiligen Jahres 2000, das Johannes Paul II. als Höhepunkt seines Lebens betrachtete. Der Papst habe das Geheimnis der Menschwerdung Jesu Christi als Zentrum der Weltgeschichte gesehen und die Kirche mit den Worten “Duc in altum – Fahrt hinaus in die Tiefe” ins neue Jahrtausend geführt.

“Mit Dankbarkeit und Bewunderung erinnern wir uns an seinen unermüdlichen Dienst für den Frieden.”

Auch seine Rolle als Friedensstifter war unermesslich. “Mit Dankbarkeit und Bewunderung erinnern wir uns an seinen unermüdlichen Dienst für den Frieden, an seine diplomatischen Initiativen und leidenschaftlichen Mahnungen”, so Parolin. Selbst in den letzten Tagen seines Lebens habe Johannes Paul II. nicht aufgehört, für den Frieden zu appellieren, auch wenn seine Worte oft ungehört blieben.

Ein Heiliger für die Gegenwart

Die Welt hat sich seit dem Tod von Johannes Paul II. gewandelt. Dennoch bleibt sein Vermächtnis lebendig. Seine Worte klingen nach in den Reden seiner Nachfolger, seine Theologie prägt Generationen von Gläubigen. “Das Zeugnis der Heiligen bleibt so fest und lebendig wie die Treue Gottes”, betonte Parolin.

Zum Abschluss erinnerte er an die bewegenden Worte, die Kardinal Joseph Ratzinger – später Papst Benedikt XVI. – während der Beerdigung Johannes Pauls II. gesprochen hatte. Damals wandte er sich direkt an den verstorbenen Papst: “Segne uns, Heiliger Vater!”

vatican news, 2. April 2025

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