Franziskus und die Medien

Franziskus und die Medien: Herauskommen aus der Selbstbezogenheit

Missbrauchte Sprache 

Sie ist immer noch unter den meistgelesenen Magazinen Italiens: die katholische “Famiglia Cristiana”. Zum 90. Geburtstag der Zeitschrift empfing Papst Franziskus die Redaktion und eine grosse Gruppe Leser und Leserinnen in Audienz und sprach über gelungene Formen der Kommunikation

“Man darf einen blossen Kontakt nicht mit einem tiefgründigen Zeichen des Dialogs und der Interaktion verwechseln – oder einen blosser Austausch von Nachrichten mit echter Kommunikation“, so der Papst an seine Gäste gewandt. Kommunikation, betonte Franziskus, sei eine tiefere Übung, “die einen aus seiner Selbstbezogenheit herausbringt”. Die Überwindung dieser Selbstbezogenheit mit Blick auf einen breiteren Horizont sei unverzichtbar “in dieser Zeit des Wandels”.

Und Franziskus fügte ein sprechendes Beispiel ein: “Das Telefonbuch ist das Medium mit den meisten Daten und den meisten Zeichen, aber ohne Kommunikation.” Heute stünden de Menschen vor allem zwei Wege offen: der Weg der Geschwisterlichkeit und der Weg der integralen Ökologie. “Wir müssen diese Wege gehen”, schloss der Papst.

Famiglia Cristiana wurde 1931 von der Pia Società San Paolo, einer katholischen Stiftung, in Mailand gegründet. Im Jahr 1954 wurde die Berichterstattung um Artikel über Lebensmittel, Mode, Politik und Religion erweitert und ein Jahr später wurde Famiglia Cristiana zu einer illustrierten Wochenzeitschrift. Wie alle anderen italienischen Zeitschriften verliert auch diese an Auflage. Derzeit hält Famiglia Cristiana bei etwas unter 200.000 Abonnements, gedruckt und elektronisch zusammen. Damit ist die katholische Wochenzeitschrift aber immer noch unter den zehn meistgelesenen Magazinen Italiens.

vatican news – mg, 21. Mai 2022

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