Die Zerstörung der zwei Grundpfeiler der Gesellschaft

Wer eine andere Kirche will, der wird am Zentrum ansetzen

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Die Zerstörung der zwei Grundpfeiler der Gesellschaft

Publiziert am 9. November 2018 von dominik

Liebe Leser, wer eine andere Kirche will, der wird am Zentrum ansetzen. Das ist die Eucharistie. Sie ist „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“ (LG 11). Der Märtyrerbischof Saturninus erwiderte auf den Vorwurf, die Christen hätten an einer verbotenen sonntäglichen Veranstaltung teilgenommen: „Ohne die sonntägliche Eucharistie können wir nicht leben.“ Heute kommen über 90% der Katholiken in der deutschen Ortskirche ohne den sonntäglichen Gottesdienst scheinbar gut zurecht.
Wer die Gesellschaft grundlegend ändern will, muss zwei Pfeiler, auf denen sie ruht, zerstören: Ehe und Familie und die in die Natur des Menschen gelegte Ordnung von Arbeit und Ruhe.

„Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung“ (GG, Art. 6). Im ersten Kapitel des Schöpfungsberichtes (1 Gen. 26/27) steht: … „So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, nach Gottes Bild schuf er sie, männlich und weiblich.“ Im Gegensatz dazu steht die Genderideologie, die dem Menschen seine geschlechtliche Identität nimmt. Das ist nicht nur das Werk von Ideologen, sondern auch des Staates. Die Durchsetzung der Genderideologie ist in Deutschland „Querschnittsaufgabe“, aber auch in Westeuropa und darüber hinaus. Diese Ideologie hat im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken und z.B. im Bund der Deutschen Katholischen Jugend und in den katholischen Frauenverbänden, Fuss gefasst. Es ist nicht der erste Versuch, Ehe und Familie zu zerstören. Die Französische Revolution hat die Ehescheidung eingeführt, die Kommunisten die „freie Liebe“. Im Neuheidentum unserer Zeit wird die Ehe nicht abgeschafft. Die Fassaden bleiben erhalten. Sie wird aber durch Parlamentsbeschlüsse wie die „Ehe für Alle“ und durch eine scheinbare Sexualaufklärung der Kinder in den staatlichen Pflichtschulen im Sinne der Genderideologie ausgehöhlt.

Die Emanzipation einer Gesellschaft von Gott betrifft die Ordnung von Arbeit und Erholung. Unsere Verfassung sagt in Artikel 139 GG „Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erholung gesetzlich geschützt“. Im Schöpfungsbericht angedeutet, heisst es im dritten Gebot des Dekalogs: „Sechs Tage darfst du schaffen … der siebte Tag ist ein Ruhetag“ (Ex 10,8-10). Es geht heute um die Frage: „Kann in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts der Mensch Mensch bleiben oder kann von ihm die ständige Verfügbarkeit verlangt werden? Auch hier haben die Ideologen versucht, die von Gott gesetzte Ordnung abzuschaffen: Die Französische Revolution mit einer Zehntagewoche, die Kommunisten mit der Sieben-Arbeitstage-Woche. Es verwundert nicht, dass eine solche Gesellschaft auseinanderfällt, weil die zwischenmenschlichen Beziehungen zerstört werden: Gespräche, Erholung, Besinnung und eine gemeinsame Teilnahme am Gottesdienst. Eine solche, auf den Mammon fixierte Gesellschaft erinnert an Mt 24,1 „…und, weil die Gottlosigkeit zum Vollmass steigt, wird die Liebe der meisten erkalten“. Was ist zu tun?“ Als Staatsbürger müssen wir das verfassungsmässige Recht auf Sonntagsruhe ein- bzw. zurückfordern! Im Übrigen sollten wir uns am Text des Schöpfungsberichts: „Gott schuf die Menschen nach seinem Bild, nach Gottes Bild schuf er sie“ (Gen. 1,27) aufrichten und an die Grösse erinnern, welche die Heiligen in ihrem Leben zum Leuchten gebracht haben.

Hubert Gindert

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