Nordkoreanische Christen werden Papst in Genf treffen

Nordkoreanische Delegation wird Papst in Genf treffen

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Beim Papstbesuch beim Weltkirchenrat (ÖRK) in Genf am 21. Juni wird unter anderem auch eine Delegation aus Nordkorea dabei sein. Das bestätigte gegenüber Vatican News die Pressesprecherin des ÖRK, Marianne Ejdersten.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Neben 150 Mitgliedern des ÖRK werden auch rund 200 eingeladene Gäste den Papst in Genf treffen. Die Delegation von der koreanischen Halbinsel werde aus Christen aus Südkorea, aber auch aus Nordkorea bestehen, so Eidersten. Diese Gruppe werde vom 15. bis 21. Juni bei der Versammlung des Weltkirchenrates in Genf dabei sein, sagte die Sprecherin des ÖRK zu Vatican News.

Der Rat feiert in diesem Jahr sein 70jähriges Jubiläum, was der Grund für die Papstvisite ist.

ÖRK hat seit 1984 Beziehungen nach Nordkorea

„Der Weltkirchenrat pflegt seit 1984 gute Beziehungen zu Kirchen in Süd- und Nordkorea. Aus diesem Grund ist es uns gelungen, auch eine Delegation aus Nordkorea nach Genf einzuladen“, sagt Ejdersten.

Sie unterstreicht, dass die Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche im Bereich der Friedensförderung allgemein sehr gut sei, und nennt Beispiele in Kolumbien oder Südsudan.

Thema Flüchtlinge spielt grosse Rolle

Der Offizial des vatikanischen Ökumene-Rats, der polnische Geistliche Andrzej Choromanski, betont im Gespräch mit Vatican News, dass auch das Thema der Flüchtlingshilfe eine Rolle beim Papstbesuch in Genf spielen werde. Da die meisten Kirchen des ÖRK mittlerweile Christen aus Afrika oder Asien vertreten und traditionsgemäss die drei kirchlichen Strömungen des Katholizismus, Orthodoxie und Protestantismus hingegen Europa vertreten, spiele in der Ökumene die Flüchtlingsfrage immer mehr eine wichtiger Rolle.

„Ich weiss nicht, was der Heilige Vater in Genf darüber sagen wird, ich weiss aber, dass dies ein sehr wichtiges Thema für den Weltkirchenrat ist, der an einem gemeinsamen Projekt mit der katholischen Kirche arbeitet mit dem Titel: ,Pilgerfahrt der Gerechtigkeit und des Friedens’. Die Hilfe für Migranten und Flüchtlinge ist für die Ökumene sehr wichtig.“

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