Dietrich von Hildebrand

Dietrich von Hildebrand. Memoiren und Aufsätze gegen den Nationalsozialismus 1933-1938

Quelle/Rezension
Kathpedia: Dietrich von Hildebrand
Hildebrand project

Ein grossartiges historisches und philosophisches Zeitzeugnis eines der schärfsten deutschen Gegners des Nationalsozialismus
Von Josef Seifert am 3. September 2009

Diese Publikation der wichtigsten Aufsätze und Auszüge der Memoiren des grossen deutschen Philosophen Dietrich von Hildebrand aus der Zeit des Nationalsozialismus, mit einer glänzenden editorischen Arbeit und historischen und biographischen Einleitung des Historikers Prof. Ernst Wenisch, gibt ein ausgezeichnetes Bild des vielleicht schärfsten geistigen Gegners der intellektuellen und politischen Greuel des Nazismus und seiner Wurzeln in einer radikal anti-personalistischen und relativistischen Pseudo-Philosophie.

Schon zur Zeit des misslungenen Hitlerputsches im November 1923 war Hildebrand auf der Nazi-Liste der hinzurichtenden Deutschen. Im Moment der Machtergreifung Hitlers 1933 muste er aus dem geliebten Münchener Haus seines Vaters, des Bildhauers Adolf von Hildebrand, nach Wien fliehen, wo er in dem Organ DER CHRISTLICHE STÄNDSTAAT in ungeschmninkter Sprache und mit ausserordentlichem Mut seinen geistigen Kampf, der ihn bis 1938 ständig der Lebensgefahr aussetzte, weiterführte, Nach seiner dramatischen Flucht aus Wien Stunden nach dem “Anschluss” gelangte Hildebrand über die Schweiz, Frankreich und Südamerika schliesslich nach New York, wo er ein gutes Jahrzehnt lang als Professor wirkte und bis zu seinem Tod lebte. Sein Freund und von ihm bewunderte österreichische Bundeskanzler Engelbert Dolfuss, der Hildebrands Dienste als “geistiger General” des Kampfes gegen die braune Pest angenommen hatte, wurde schon kurz nach der Machtergreifung Hitlers in Deutschland 1934 durch die Nazis im Kanzleramt ermordet. Hildebrand schrieb unmittelbar nach der Ermordung des Kanzlers ein kleines und bewegendes Buch über Dolfuss und führte seinen geistigen Kampf gegen den Nationalsozialismus mit einmaliger geistiger Klarheit und Schärfe, von denen dieser Band ein beredtes Zeugnis gibt, unbeirrbar weiter.
Als glühender Katholik zeigt er auch, im Gegensatz zu vielen mit den Nazis liebäugelnden Christen der Zeit, die absolute Unverträglichkeit zwischen Christentum und Antisemitismus in jeder Form auf.

Dietrich von Hildebrand. Memoiren und Aufsätze gegen den Nationalsozialismus 1933-1938

Herausgeber: Ernst Wenisch, Alice von Hildebrand
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Schöningh Paderborn (1. Januar 1993)
ISBN-10: 3506798839
ISBN-13: 978-3506798831

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