Papst besucht Myanmar und Bangladesch

Papst besucht Ende November Myanmar und Bangladesch

Quelle
Geschichte Myanmars
Bangladesch

Papst Franziskus hat die Einladung der Staatsoberhäupter und Bischöfe Myanmars und Bangladeschs angenommen und wird die beiden Länder Ende November besuchen. Wie der vatikanische Pressesaal an diesem Montag mitteilte, wird Papst Franziskus vom 27. bis 30. November in Myanmar die Städte Yangon und Nay Pyi Taw besuchen. Vom 30. November bis 2. Dezember wird Franziskus in Bangladesch erwartet und dort die Hauptstadt Dhaka besuchen. Das genaue Reiseprogramm werde demnächst veröffentlicht, liess der Pressesaal des Vatikans verlauten.

Reiselogos mit Friedenstaube

Die beiden Reiselogos sind bereits veröffentlicht worden. Das Motto für die Reise nach Myanmar lautet: „Liebe und Frieden“, für den Besuch in Bangladesch: „Harmonie und Frieden“. In beiden Zeichen sind jeweils eine Friedenstaube abgebildet. Es handelt sich um die 21. Auslandsreise von Papst Franziskus. Abgesehen von den Reisen im Nahen Osten und im Kaukasus hat der Papst bereits zwei Asienreisen unternommen. Im August 2014 war er in Südkorea, im Januar 2015 besuchte er Sri Lanka und die Philippinen.

Seit Kurzem Beziehungen zu Myanmar

Papst Franziskus hatte erst vor zwei Wochen den ersten Apostolischen Nuntius für Myanmar berufen. Der Heilige Stuhl und Myanmar hatten vergangenen Mai die Aufnahme voller diplomatischer Beziehungen vereinbart, als Aussenministerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi den Papst in Audienz aufsuchte.

Franziskus sorgte sich immer wieder um die Lage der muslimischen Minderheit der Rohingya in Myanmar. Noch am vergangenen Sonntag richtete Franziskus nach dem Mittagsgebet den Blick auf die dramatische Lage der Rohingya in dem Land und lud die Pilger auf dem Petersplatz zum Gebet „für unsere Geschwister, die Rohingya“ ein. Bei schweren Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräfte​n​ und Aufständischen haben in den letzten Tagen fast 90 Menschen ihr Leben verloren.

Die in bitterer Armut lebenden Rohingya gelten als eine der am meisten verfolgten Minderheiten der Welt. Die buddhistische Mehrheit in Myanmar betrachtet sie als illegale, staatenlose Einwanderer aus Bangladesch, obwohl viele von ihnen schon seit Generationen in Myanmar leben.

Bangladesch von Überschwemmungen heimgesucht

Nach dem Angelusgebet am Sonntag drückte Franziskus unter anderem seine Nähe zur Bevölkerung in Bangladesch aus, wo aussergewöhnlich heftige Monsunregenfälle und Überschwemmungen und Erdrutsche bereits mehr als tausend Todesopfer forderten. Nach Angaben des Internationalen Roten Kreuzes seien insgesamt etwa 24 Millionen Menschen von der Naturgewalt betroffen. Bangladesch ist durch seine geografische Lage am Golf von Bengalen und im Delta grosser Flüsse besonders Überflutungen ausgesetzt.

rv/zenit 28.08.2017 mg

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